EKD-Newsletter Nr. 176, 26. August 2005

1. Wolfgang Huber zum Tod von Frère Roger -
"Fassungslose Bestürzung"

2. Ökumene der Profile -
EKD-Vertreter trafen Papst Benedikt XVI.

3. Familien brauchen Unterstützung -
Stellungnahme zum 12. Kinder- und Jugendbericht

4. Die Programme der Parteien zum Hören -
Eine Entscheidungshilfe zur Bundestagswahl

5. Ausstellung „1000 Jahre Taufen in Mitteldeutschland“ -
Neue Website wirbt für Ausstellung im August 2006

6. Kulturland Brandenburg: 1000 Jahre Christentum -
Kunstwerke im Dialog mit Kirchenräumen

7. Reformiertes aus der Schweiz im Internet –
Kirchenbote der Kantonalkirche St. Gallen im Netz

8. Worte zum Tag



1. Wolfgang Huber zum Tod von Frère Roger -
"Fassungslose Bestuerzung"

Mit fassungsloser Bestuerzung und in persoenlicher Betroffenheit habe er auf die Nachricht vom gewaltsamen Tod Frère Rogers reagiert, erklaerte der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, nach der Ermordung des Priors von Taizé. "Mein aufrichtiges Mitgefuehl gilt in diesen Stunden der Gemeinschaft von Taizé, die er gegruendet und laenger als ein halbes Jahrhundert gepraegt hat. Die Begegnung, der persoenliche Austausch und das gemeinsame Gebet mit ihm werden mir unvergesslich bleiben." Frère Roger Schuetz habe unzaehlige junge Menschen gepraegt und sie eine geistliche Heimat finden lassen. Huber nahm auch an der Trauerfeier fuer den Ermordeten teil. "Es liegt mir sehr daran, durch die Teilnahme am Trauergottesdienst die tiefe und dankbare Verbundenheit   auszudruecken, von der wir in der Evangelische Kirche in Deutschland im Gedenken an den evangelischen Pastor und oekumenischen Prior Roger Schutz erfuellt sind", erklaerte der Ratsvorsitzende.

http://www.ekd.de/aktuell/442_050817_texte_liturgie_frere_roger.html
http://www.ekd.de/aktuell/442_bilder_frere_roger_taize.html

 

2. Oekumene der Profile -
EKD-Vertreter trafen Papst Benedikt XVI.

Die EKD freue sich mit den roemisch-katholischen Christen ueber den Besuch des Papstes beim Weltjugendtag, der ihn auf seiner ersten Auslandsreise in das Land der Reformation gefuehrt habe, erklaerte der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, in seiner Ansprache bei der Begegnung mit Papst Benedikt XVI. am 19. August in Koeln. Fuer die oekumenische Gemeinschaft der Christen seien diese Tage ein Grund zum Dank fuer die geistlichen Erfahrungen, die vielen Menschen durch den Weltjugendtag und durch das Kommen des Papstes eroeffnet werden. "Und sie sind ein Grund, innezuhalten und zu fragen, welche oekumenischen Aufgaben in dieser Zeit Vorrang haben - oder doch haben sollten." Vieles spreche dafuer, die derzeitige oekumenische Situation als eine Phase   der "Oekumene der Profile" zu kennzeichnen, erklaere Huber. Nach dem gemeinsamen oekumenischen Aufbruch in den letzten Jahrzehnten folge nun eine Zeit der Konsolidierung und Ueberpruefung des Erreichten. Es sei kein Anlass zur Resignation, wenn Verschiedenheiten offen angesprochen und ausgetragen werden. "Es ist vielmehr ein Hoffnungszeichen, dass die Kirchen in ihrem oekumenischen Miteinander den zentralen Fragen ihres Verstaendnisses der Kirche sowie ihrer Verhaeltnisbestimmung von geistlichem Amt und Gemeinde nicht ausweichen koennen." Die Bereitschaft zu tiefgehender theologischer Arbeit sei vonnoeten, um sich ueber das Verstaendnis von  Amt und Abendmahl, von apostolischer Sukzession oder der Bedeutung von Frauen im geistlichen Amt aufrichtig und wahrhaftig auszutauschen. "Wenn die Oekumene eine Zukunft haben soll, ist das unerlaesslich."

http://www.ekd.de/aktuell/442_050811_rv_epd_interview_wjt.html

 

3. Familien brauchen Unterstuetzung -
Stellungnahme zum 12. Kinder- und Jugendbericht

Von Kindern und Jugendlichen haengen Gegenwart und Zukunft unserer Gesellschaft ab, so der EKD-Ratsvorsitzende in einer Stellungnahme zum 12. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung. Zu den gesellschaftlichen Kernaufgaben gehoere es, junge Menschen auf dem Weg des Erwachsenwerdens zu foerdern und dafuer die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Bildung sei dabei ein Schluessel fuer gelingende individuelle Lebensgestaltung und fuer eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung. Es sei richtig, dass sich der Bericht der Bundesregierung nicht auf einzelne Bildungsinstanzen konzentriere, sondern das Bildungsgeschehen von Kindern und Jugendlichen insgesamt betrachte, wobei er die Bedeutung der Familie fuer die Bildung in den ersten Lebensjahren besonders wuerdige. "Die Familie bedarf in der heutigen Situation aber unterstuetzender Leistungen in Form von lebensweltnahen Bildungs- und Informationsangeboten sowie helfenden Netzwerken", forderte der Ratsvorsitzende. Der Vorschlag, mehr vernetzte Angebote fuer Kinder und Eltern aus einer Hand zu schaffen, so genannte "Haeuser fuer Familien", verdiene besondere Beachtung. "Die evangelische Kirche ist bereit, sich an diesen Angeboten aktiv zu beteiligen."

http://www.ekd.de/presse/397_pm149_2005_rv_kinder_jugendbericht.html

4. Die Programme der Parteien zum Hoeren -
Eine Entscheidungshilfe zur Bundestagswahl

Weltweit sind sie jetzt hoerbar: die Wahlprogramme der Parteien zur Bundestagswahl 2005. Die Audios sind auf der Website der Evangelischen Blinden- und Sehbehindertenseelsorge im Rheinland (EKiRBuSS) abrufbar. Eine Premiere in Deutschland. Abrufbar sind die Programme von Parteien, die mit Abgeordneten im Deutschen Bundestag vertreten sind: CDU/CSU, SPD, Gruene, FDP und Die Linkspartei.PDS. Vorgelesen werden die Parteiprogramme von ehrenamtlichen Sprecherinnen und Sprechern. So koennen Menschen, die blind oder sehbehindert sind, den besonderen Service nutzen und sich die Programme der politischen Parteien zur Bundestagswahl anhoeren.

http://www.ekir.de/ekirbuss/wahl2005

 

5. Ausstellung "1000 Jahre Taufen in Mitteldeutschland" -
Neue Website wirbt fuer Ausstellung im August 2006

Auch wenn es noch etwas hin ist: am 20. August 2006 wird in Magdeburg die Ausstellung "1000 Jahre Taufen in Mitteldeutschland" eroeffnet. Was die Besucher erwartet, zeigen die Veranstalter, die Kirchenprovinz Sachsen und der Evangelische Kirchenkreis Magdeburg, bereits jetzt mit einer eigenen Internetpraesenz. Die Magdeburger Taufausstellung wird die erste Objektschau dieser Art im deutschsprachigen Raum sein. Anhand von mehr als 200 Objekten wird die Geschichte des christlichen Aufnahme-Ritus in den Gebieten zwischen Salzwedel und Suhl, Marienborn und Torgau dokumentiert. Zu sehen sein werden unter anderem romanische Taufsteine, Taufstaender aus der Renaissance, Taufengel der Barockzeit und Taufkleider der vergangenen Jahrhunderte. Ausstellungsort ist der Magdeburger Dom. Ein virtueller Besuch lohnt bereits jetzt:

http://www.taufausstellung.de/

 

6. Kulturland Brandenburg: 1000 Jahre Christentum -
Kunstwerke im Dialog mit Kirchenraeumen

Alljaehrlich organisiert der Verein Kulturland Brandenburg e.V. Themenjahre, die Bewohner und Besucher der Region dazu einladen, das kulturelle Erbe und die kulturelle Vielfalt des Landes neu zu entdecken. Im Jahr 2005 folgt Kulturland Brandenburg den Spuren des Christentums, die das Land vom Mittelalter bis in die Gegenwart praegen. Im Mittelpunkt stehen architektonische Zeugnisse, von der schlichten Dorfkirche bis zu den maechtigen Backsteindomen der Mark. Ein besonderer Hoehepunkt ist das Ausstellungsprojekt "Interventionen": Kunstwerke von internationalem Rang aus Museen oder Galerien und solche, die speziell fuer diese Ausstellung geschaffen wurden, treten in einen Dialog mit Kirchenraeumen in Brandenburg. Damit werden Raeume der Begegnung fuer Kunst, Kirche und Gesellschaft geschaffen.

http://www.kulturland-brandenburg.de/
http://www.interventionen.com/



7. Reformiertes aus der Schweiz im Internet -
Kirchenbote der Kantonalkirche St. Gallen im Netz

Der St. Galler Kirchenbote ist ab sofort auch elektronisch abrufbar. Abgerufen werden kann die komplette gedruckte Ausgabe samt aller Bilder, zudem werden auch diverse neue Dienstleistungen angeboten: ein Frageforum, ein Veranstaltungskalender, ein umfassendes Archiv mit historischen Informationen sowie die direkte Verbindung zu den 55 reformierten Kirchgemeinden. Auch ihre monatlichen Mitteilungen ueber das kirchliche Leben sind als PDF-Datei abrufbar. Damit ist die Evangelisch-Reformierte Kirche des Kantons St.Gallen wohl in der Schweiz die Einzige, die so umfassend und detailliert im Netz informiert. Und passend dazu lautet das Schwerpunktthema fuer den kommenden September: "Das World Wide Web".

http://www.kirchenbote-sg.ch/

 

8. Worte zum Tag

Gott stirbt nicht an dem Tag, an dem wir nicht laenger an eine persoenliche Gottheit glauben, aber wir sterben an dem Tag, an dem das Leben fuer uns nicht laenger von dem stets wiedergeschenkten Glanz des Wunders durchstrahlt wird, von Lichtquellen jenseits aller Vernunft.

Dag Hammarskjoeld (1905-1961), schwedischer Jurist, UNO-Generalsekretaer und Friedensnobelpreistraeger

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