EKD-Newsletter Nr. 179, 16. September 2005

1. Erinnerung fordert weitere Schritte im Versoehnungsprozess -
Deutsche und polnische Kirchen gedenken der "Ostdenkschrift"

2. Evangelische Kirche spielt fair -
Neuer Fussball zur Weltmeisterschaft 2006 auf dem Markt

3. "Miteinander Zusammenleben gestalten" -
Zum 30. Mal: Woche der auslaendischen Mitbuerger/Interkulturelle Woche

4. Evangelische Beteiligung an der "Einheitsuebersetzung" der Bibel nicht mehr moeglich -
Rat der EKD bedauert Entwicklung

5. Erinnerung an den Augsburger Religionsfrieden -
Friedenschluss der Konfessionen

6. Kirche fuer Einsteiger -
Online-Lexikon zu Themen der Kirche und des Glaubens

7. Per Mausklick "Kaufen und Helfen" -
Ueber Online-Marktplatz der EKM kann Telefonseelsorge unterstuetzt werden

8. Worte zum Tag

9. In eigener Sache - Feedback zur EKD-Internetpraesenz erwuenscht



1. Erinnerung fordert weitere Schritte im Versoehnungsprozess -
Deutsche und polnische Kirchen gedenken der "Ostdenkschrift"

Gemeinsam erinnern die EKD und der Polnische Oekumenische Rat (POeR) an die vor 40 Jahren erschienene Denkschrift des Rates der EKD: "Die Lage der Vertriebenen und das Verhaeltnis des deutschen Volkes zu seinen oestlichen Nachbarn". Sie ist als so genannte "Ostdenkschrift" bekannt geworden und hat den Weg zu einer politischen Aussoehnung zwischen Deutschland und Polen geebnet. Der POeR und die EKD stellen dabei fest, "dass die Impulse aus der Ostdenkschrift trotz einer so reichen Wirkungsgeschichte noch nicht an ihr Ende gekommen sind." So gelte es auch fuer die Zukunft, das Schicksal der Vertriebenen in allen Bereichen der Gesellschaft und europaweit wahrzunehmen und zu wuerdigen. Deshalb aeussern sich EKD und POeR in der gemeinsamen Erklaerung kritisch zu dem Konzept des in Deutschland und Polen diskutierten "Zentrums gegen Vertreibung", denn das Schicksal aller Vertriebenen muesse in das gemeinsame Gedaechtnis der Voelker Europas eingeschrieben werden. Woertlich erklaeren EKD und POeR: "Die Einrichtung eines einzigen ‚Zentrums gegen Vertreibung' in Berlin wuerde den bisherigen positiven Schritten auf dem deutsch-polnischen Weg der Versoehnung und der europaeischen Dimension dieser Herausforderung nicht gerecht." Am 5. Oktober werden EKD und POeR in einer gemeinsamen Veranstaltung in Warschau der Ostdenkschrift gedenken.

http://www.ekd.de/presse/pm168_2005_ekd_poer_ostdenkschrift.html

 

2. Evangelische Kirche spielt fair -
Neuer Fussball zur Weltmeisterschaft 2006 auf dem Markt

Nicht nur zuschauen, sondern selbst spielen - dazu laedt die EKD anlaesslich der Fussballweltmeisterschaft 2006 ein. Ein neuer Fussball im aktuellen Retro-Design mit EKD-Logo kann ab sofort bestellt werden. In der vergangenen Woche ueberreichte der EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber dem Vorsitzenden des Deutschen Sport Bundes (DSB), Manfred von Richthofen, den ersten der silber-schwarzen Baelle. Der EKD-Ball wurde in Pakistan gefertigt und kommt ueber die Fair-Handelsgesellschaft "gepa" nach Deutschland. Damit ist ausgeschlossen, dass das runde Leder durch Kinder hergestellt worden ist. "Gepa" sichert auch zu, dass fuer die Arbeiterinnen und Arbeiter gerechte Loehne gezahlt sowie Arbeitssicherheit, feste Vertraege und Gewerkschaftsfreiheit garantiert werden. Zur Fussballweltmeisterschaft bietet die EKD aber nicht nur einen eigenen Ball, sondern auch Serviceangebote fuer Kirchengemeinden. Weitere Infos unter:

http://www.ekd.de/presse/pm168_2005_wm_fussball.html
http://www.ekd.de/wm/
http://www.komm-webshop.de/

 

3. "Miteinander Zusammenleben gestalten" -
Zum 30. Mal: Woche der auslaendischen Mitbuerger/Interkulturelle Woche

Die "Woche der auslaendischen Mitbuerger / Interkulturelle Woche" wird 30 Jahre alt. In mehr als 150 Orten in ganz Deutschland finden dazu gemeinsame Aktionen, Feste, Vortraege, Veranstaltungen und Gottesdienste statt. Die bundesweite Auftaktveranstaltung unter Mitwirkung von Bischof Wolfgang Huber, Georg Kardinal Sterzinsky und Metropolit Augoustinos ist am Sonntag, 25. September, in der Berliner St. Marienkirche. "Das Zusammenleben von Einheimischen und Migranten ist besser als sein Ruf." Das ist die zentrale Aussage der Kirchen im Gemeinsamen Wort zur diesjaehrigen Woche. In der Mediengesellschaft wuerden allzu oft nur die Probleme und Konflikte wahrgenommen. Dabei sei an vielen Orten das Zusammenleben von Einheimischen und Migranten selbstverstaendlich. "In Betrieben und Kirchengemeinden, in Kindergaerten und Schulen, in der Nachbarschaft und in vielen Vereinen begegnen sich Menschen tagtaeglich und gestalten auf ganz natuerliche Weise ein vertrauensvolles Zusammenleben." Das Zusammenleben bringt aber auch Schwierigkeiten mit sich, die nicht verschwiegen werden duerfen, betont das Gemeinsame Wort der Kirchen. "Manche davon koennten allein schon dadurch vermieden oder gemildert werden, dass man mehr voneinander weiss und einander besser kennen lernt".

http://www.interkulturellewoche.de
http://www.ekd.de/presse/pm172_2005_auslaenderwoche.html

 

4. Evangelische Beteiligung an der "Einheitsuebersetzung" der Bibel nicht mehr moeglich -
Rat der EKD bedauert Entwicklung

Der Rat der EKD hat der Deutschen Bischofskonferenz am 7. September mitgeteilt, dass die Voraussetzungen fuer die Mitwirkung der EKD an der geplanten Revision der so genannten Einheitsuebersetzung der Bibel nicht mehr gegeben sind. Dies wird zur Folge haben, dass die "Einheitsuebersetzung" nach Abschluss der Revision nur noch von der katholischen Seite verantwortet und herausgegeben werden kann. Bislang sind die Psalmen und das Neue Testament oekumenische Texte. Als entscheidendes Hindernis fuer die evangelische Beteiligung nannte die EKD die vom Vatikan herausgegebene Instruktion ueber den "Gebrauch der Volkssprachen bei der Herausgabe der Buecher der roemischen Liturgie". Dieses vatikanische Dokument enthalte Kriterien, die von evangelischer Seite nicht mitgetragen werden koennten, so der EKD-Ratsvorsitzende und Berliner Bischof Wolfgang Huber. Der EKD-Rat bedauere diese Entwicklung, so Huber weiter. Auch wenn eine gemeinsame Bibeluebersetzung kuenftig nicht mehr zur Verfuegung stehe, bleibe die grundlegendere Gemeinsamkeit davon unberuehrt: "Die christlichen Kirchen haben denselben biblischen Text."

http://www.ekd.de/presse/pm163_2005_einheitsuebersetzung.html

 

5. Erinnerung an den Augsburger Religionsfrieden -
Friedenschluss der Konfessionen

Vor genau 450 Jahren, am 25. September 1555, beendete der Augsburger Religionsfrieden die jahrelangen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem katholischen Kaiser Karl V. und den protestantischen Fuersten des Schmalkaldischen Bundes. Erstmals standen die beiden Konfessionen gleichberechtigt nebeneinander. Die Landesherren konnten ihr Bekenntnis frei waehlen, sie bestimmten nach dem Prinzip "Cuius regio, eius religio" (wessen Land, dessen Religion) auch die Religion ihrer Untertanen, wobei sich diese durch Auswanderung entziehen konnten. Die EKD gedenkt in verschiedenen Veranstaltungen dieses historischen Friedenschlusses, der angesichts religioeser Legitimierung von Gewalt in unserer Zeit neue Aktualitaet gewinnt. Am 25. September findet in der St. Anna-Kirche in Augsburg ein Oekumenischer Gottesdienst mit dem EKD-Ratsvorsitzenden, Bischof Wolfgang Huber, und dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, statt, an dem auch Bundespraesident Horst Koehler teilnehmen wird. Der Gottesdienst wird vom Bayerischen Fernsehen uebertragen. Bereits am 23. September zeichnet die EKD die Preistraeger eines Schuelerwettbewerbs zum Thema "Religionsfreiheit und Toleranz - Wie aktuell ist der Augsburger Religionsfriede?" aus.

http://www.ekd.de/presse/pm173_2005_schulwettbewerb_religionsfriede.html

 

6. Kirche fuer Einsteiger -
Online-Lexikon zu Themen der Kirche und des Glaubens

Sind Sie neu hier? Oder ueberlegen Sie, in die Kirche einzutreten? Moechten Sie mehr wissen? Diesen Fragen will die neue EKD-Internetrubrik "Kirche fuer Einsteiger" auf den Grund gehen und mit Ihnen gemeinsam Antworten finden. Denn Kirche setzt sich zusammen aus den Menschen, die glauben; und zugleich ist sie mehr als die Summe des Glaubens ihrer Mitglieder. Deswegen kann Kirche "mehr und weiter" glauben als der einzelne, sie spricht in ihren Glaubensbekenntnissen die ganze Einsicht aus, die sie im Laufe der Jahrhunderte entdeckt und entwickelt hat, wohl wissend, dass nicht zu allen Zeiten alles von allen geglaubt wird. Die Kirche ist so ein guter Ort des Glaubens, die Anbindung an eine Gemeinde ist fuer den Glauben guter Naehrboden. Denn die Gemeinschaft gibt einerseits Halt und Staerkung des eigenen Glaubens, andererseits kann man in ihr auch den Glauben lebendig werden lassen und Verantwortung fuer andere uebernehmen. Neugierig?

http://www.ekd.de/einsteiger/einsteiger.html

 

7. Per Mausklick "Kaufen und Helfen" -
Ueber Online-Marktplatz der EKM kann Telefonseelsorge unterstuetzt werden

Einen Online-Marktplatz "Kaufen und Helfen" hat die Foederation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland (EKM) auf ihrer Internetseite eingerichtet. Internetnutzer, die ueber die gemeinsame Website der Kirchenprovinz Sachsen und der Thueringer Landeskirche auf einen der 400 Online-Shops zugreifen, unterstuetzen mit dem Einkauf die Telefonseelsorge ohne einen Cent mehr zahlen zu muessen. Fuer jeden Euro, der ueber den Marktplatz umgesetzt wird, erhaelt die EKM eine Provision. Durchschnittlich werden 3 Prozent des Umsatzes Provision gezahlt. Die Hoechstquote liegt bei 19 Prozent. Neben Buechern sowie Kleidung koennen unter anderem auch Reisen und Autos ueber die Internetseite der EKM erworben werden.

http://www.ekmd-online.de/

 

8. Worte zum Tag

In der Bibel redet Gott selbst zu uns wie ein Mensch mit seinem Freunde.
Martin Luther (1483-1546)


9. In eigener Sache -
Feedback zur EKD-Internetpraesenz erwuenscht

Wenn Sie Fragen haben oder konstruktive Kritik zum neuen Internetauftritt loswerden moechten, so nutzen Sie bitte unser Online-Formular unter folgender Adresse:

http://www.ekd.de/feedback/feedback_ekd.php3

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