EKD-Newsletter Nr. 181, 06. Oktober 2005

1. Huber: Menschen erwarten ehrliche Antworten von der Politik - Predigt am Tag der Deutschen Einheit

2. Informationen fuer Auswanderer und solche, die es werden wollen - "Ein Stueck Zuhause finden"

3. "Kulturelle und religioese Vielfalt sind christliches Erbe" - 40 Jahre Ostdenkschrift der EKD

4. Taeglich einen Bibelvers aufs Handy - Neuer SMS-Dienst der EKD und RTL

5. "Wer kriegt was?" -
Arbeitshilfe fuer Bittgottesdienste fuer den Frieden erschienen

6. Wettbewerb fuer beste christliche Websites eroeffnet - Petri Heil fuer christliche Internetangebote

7. Kirchen sind Fenster zum Himmel und Tueren zur Barmherzigkeit - 25.
Evangelischer Kirchbautag in Stuttgart

8. "Toetung auf Verlangen widerspricht biblischem Toetungsverbot" - Hermann Barth zur Ethik des Helfens und Heilens

9. Worte zum Tag



1. Huber: Menschen erwarten ehrliche Antworten von der Politik -
Predigt am Tag der Deutschen Einheit

Die Menschen wollten mitgenommen werden, auf dem "schwierigen Weg, der jetzt gemeistert werden muss", erklaerte Bischof Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der EKD, im Oekumenischen Gottesdienst zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober in Potsdam. In seiner Predigt stellte er fest, dass dies fuer die Politik die Chance sei, wieder Vertrauen bei den Menschen zu wecken und zu gemeinsamen Loesungen zu gelangen. Die christliche Botschaft habe Auswirkungen auch fuer den politischen Bereich, sagte Huber. "Denn wer Jesus als den Herrn bekennt, der sich allen zum Diener gemacht hat, der richtet sich auch im eigenen Handeln am Wohl des Naechsten aus, nicht am eigenen Machtanspruch."
 
http://www.ekd.de/predigten/051003_huber_nikolaikirche.html
http://www.ekbo.de/7517_17005.php?liste=ja&seiten_id=&nav_id=

 

2. Informationen fuer Auswanderer und solche, die es werden wollen -
"Ein Stueck Zuhause finden"

Zaehlen und Beten geht am besten in der Muttersprache, berichten im Ausland lebende Deutsche. Die sogenannten Auslandsgemeinden der EKD machen es moeglich. In mehr als 140 deutschsprachigen evangelischen Gemeinden weltweit sind Pastorinnen und Pastoren taetig, die von der EKD entsandt werden. Sie bieten Seelsorge, Gottesdienste, Taufen oder Konfirmationen, aber auch ein nachbarschaftliches Netzwerk und Angebote zur Freizeitgestaltung. Um Menschen, die aus beruflichen Gruenden ins Ausland gehen, fruehzeitig auf dieses Angebot hinzuweisen, hat die Referatsgruppe "Presse und Publizistik" im Kirchenamt der EKD zusammen mit der Oekumene- und Auslandsabteilung und der Agentur k.u.k. kommunikation aus Stuttgart, die Informationsinitiative "Ein Stueck Zuhause finden" entwickelt. Kernstueck ist die neue Internetseite unter:


http://www.auslandsgemeinden.de/
http://www.ekd.de/aktuell/45978.html

 

3. "Kulturelle und religioese Vielfalt sind christliches Erbe" -
40 Jahre Ostdenkschrift der EKD

Mit einem Symposium in Warschau erinnerten die EKD und der Polnische Oekumenische Rat am 5. Oktober an die sogenannte Ostdenkschrift der EKD, die vor genau 40 Jahren erschienen ist. Der Text mit dem Titel "Die Lage der Vertriebenen und das Verhaeltnis des deutschen Volkes zu seinen oestlichen Nachbarn" zaehlt zu den wichtigsten Initiativen, welche die Jahre spaeter einsetzende neue Ost- und Deutschlandpolitik und die Versoehung zwischen Deutschen und Polen vorbereitet hat. Die europaeische Einheit bedeute Einheit in Vielfalt, erklaerte der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, in Warschau. Im Blick auf die aktuelle Debatte um die Gruendung eines "Zentrums gegen Vertreibung" in Berlin sagte der Ratsvorsitzende: "Die Evangelische Kirche tritt dafuer ein, dass das Schicksal aller Vertriebenen in das gemeinsame Gedaechtnis Europas eingeschrieben wird." Nach seiner persoenlichen Ueberzeugung sei deshalb die Verknuepfung von Initiativen in verschiedenen europaeischen Laendern zu einem "Netzwerk Erinnerung und Solidaritaet" der richtige Weg.

http://www.ekd.de/aktuell/45955.html
http://www.ekd.de/presse/pm196_2005_rv_warschau_ostdenkschrift.html

 

4. Taeglich einen Bibelvers aufs Handy -
Neuer SMS-Dienst der EKD und RTL

Das Handy ist fuer viele Menschen ein taeglicher Begleiter. Es fungiert laengst nicht mehr nur als Telefon. Gerade seine vielfaeltigen Zusatzfunktionen, wie Kalender, Adressbuch oder Kamera machen das Handy mehr und mehr zu einer persoenlichen Kommunikationszentrale des einzelnen. In einer mobilen Gesellschaft den Menschen die Moeglichkeit zu geben, Worte der Bibel auch unterwegs, mitten im Alltag zu lesen, ist Ziel des neuen SMS-Dienstes der EKD zusammen mit dem Fernsehsender RTL.
"Bibel-SMS" ermoeglicht es Handybesitzern, taeglich einen ausgewaehlten Bibelvers als Kurzmitteilung zu empfangen. Diese Leistung kostet 0,29 EUR pro empfangene SMS (VFD2-Anteil 0,12 Euro) und kann aus allen Mobilfunk-Netzen jederzeit bestellt und auch wieder abbestellt werden.
Zur Anmeldung ist einfach eine SMS mit dem Text "BIBEL" an die Nummer
82003 zu senden, dann kommt taeglich ein Vers aus der Bibel aufs Handy.
Die Abbestellung erfolgt durch den Text "STOP Bibel" an dieselbe Rufnummer. Der Dienst ist moeglich bei T-Mobile, Vodafone-D2, O2, E-Plus. Die Kosten fuer die An-und Abmeldungs-SMS sind netzabhaengig.

http://www.ekd.de/bibel/bibel_sms.html
http://rtlhandyfun.rtl.de/sms_533.php

 

5. "Wer kriegt was?" -
Arbeitshilfe fuer Bittgottesdienste fuer den Frieden erschienen

Getragen vom Gespraechsforum "Oekumenische FriedensDekade", in dem die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) gemeinsam mit der Aktionsgemeinschaft Dienst fuer den Frieden (AGDF) und viele Friedensgruppen zusammenarbeiten, trifft die FriedensDekade mit dem diesjaehrigen Motto "WER KRIEGT WAS?" den ganz persoenlichen, wie gesellschaftlichen Nerv unserer Zeit. Private Habsucht und Habgier, gesellschaftliche Ungerechtigkeit und Krieg rauben dem Einzelnen und der Gesellschaft ihre Menschlichkeit, ihre Wuerde. Eine Welt, in der den meisten Menschen das vorenthalten wird, was ein menschenwuerdiges Leben ausmacht, weil viele Menschen niemals das "kriegen" koennen, was ihnen
zusteht: Auf diese zunehmende Diskrepanz will die FriedensDekade in diesem Jahr aufmerksam machen. Zur Gestaltung von Bittgottesdiensten fuer den Frieden ist eine Arbeitshilfe zum Thema erschienen, die im Internet abgerufen werden kann.

http://www.ekd.de/EKD-Texte/2078.html
http://www.ekd.de/frieden/bittgottesdienst.html

 

6. Wettbewerb fuer beste christliche Websites eroeffnet -
Petri Heil fuer christliche Internetangebote

Tausende von christlichen Gemeinden, Initiativen und Einrichtungen betreiben Websites. Die besten unter ihnen werden seit 1996 mit dem Qualitaetspreis WebFish ausgezeichnet. Zum zehnten Mal koennen christliche Onlineangebote sich die Auszeichnung an Land ziehen.
Praemiert werden die besten Internet-Seiten in deutscher oder englischer Sprache, die den christlichen Glauben aktuell und kreativ umsetzen. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) veranstalten gemeinsam diesen Wettbewerb. Anbieter von christlichen Internetseiten koennen sich bis zum 31. Dezember 2005 bewerben. Weitere Informationen zum Wettbewerb unter:

http://www.webfish.de
 


7. Kirchen sind Fenster zum Himmel und Tueren zur Barmherzigkeit - 25.
Evangelischer Kirchbautag in Stuttgart

"Glauben sichtbar machen" lautete das Motto des 25. Evangelischen Kirchbautages, der vom 29. September bis 2. Oktober in Stuttgart stattfand. Rund 500 Teilnehmer aus Kirche und Architektur, Kunst und Denkmalschutz nutzten das Angebot an Vortraegen, Exkursionen und kulturellen Veranstaltungen. Der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, erklaerte in einem Vortrag, die Bewahrung und Pflege von Kirchenraeumen solle ein Anliegen aller Christen, aber auch eine Verpflichtung der ganzen Gesellschaft sein. Dem Erhalt von Kirchenraeumen kaeme angesichts draengender werdender Fragen nach Sinn und Halt eine aehnlich zentrale Bedeutung zu wie der Heiligung des Feiertages und dem Eintreten fuer den Religionsunterricht als regulaeres Schulfach." Die Kirchenraeume seien dabei kein Selbstzweck, erklaerte der Ratsvorsitzende: Sie "haben Verweisungscharakter, sie sind Fenster zum Himmel und Tueren zur Barmherzigkeit".

http://www.ekd.de/vortraege/050930_huber_kirchbautag.html
http://www.kirchbautag.de/

 

8. "Toetung auf Verlangen widerspricht biblischem Toetungsverbot" -
Hermann Barth zur Ethik des Helfens und Heilens

Die Forderung, Toetung auf Verlangen zuzulassen, ist nach Auffassung von Hermann Barth unvereinbar mit dem biblischen Gebot "Du sollst nicht toeten". Organisierte Beihilfe zur Selbsttoetung, wie sie die Schweizer Organisation "Dignitas" anbiete, sei im Blick auf die wuenschenswerte Sterbebegleitung das falsche Signal, erklaerte der Vizepraesident des EKD-Kirchenamtes in einem Vortrag in Mannheim. "Wir brauchen mehr Palliativmedizin und Hospizdienste, nicht die Werbung fuer den schnellen Weg zur Selbsttoetung."

http://www.ekd.de/presse/pm188_2005_barth_sterbehilfe.html
http://www.ekd.de/vortraege/050929_barth_sterbehilfe.html

 

9. Worte zum Tag

Es ist unsere Erfahrung geworden, dass wir nicht einmal fuer den kommenden Tag zu planen vermoegen, dass das Aufgebaute ueber Nacht zerstoert wird und unser Leben ... gestaltlos oder doch fragmentarisch geworden ist.

Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), ev. Theologe

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