EKD-Newsletter Nr. 182, 17. Oktober 2005

1. "Nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet..." -
60 Jahre Stuttgarter Schuldbekenntnis

2. Erdbebenkatastrophe in Südasien -
Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden

3. ÖRK-Vollversammlung in Porto Alegre -
Die Vorbereitungen laufen

4. Lutherbonbons für "Halloween" – Geister -
Kirchenaktion soll Reformationstag in Erinnerung rufe

5. Internetplattform protestantischer Kirchen in Europa erweitert.-.
GEKE stellt im Internet neue Zusatzangebote vor

6. Der Lesetipp -
"Das Vermächtnis Dietrich Bonhoeffers und die Wiederkehr der Religion"

7. Worte zum Tag



1. "Nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet..." -
60 Jahre Stuttgarter Schuldbekenntnis

Am Vormittag des 19. Oktober 1945 verlas der Theologe Hans Asmussen in einem Saal der bombengeschädigten Württembergischen Bibelanstalt Sätze, die noch Jahrzehnte später nachhallen sollten: "Durch uns ist unendliches Leid über viele Völker und Länder gebracht worden. ... Wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben." Vor 60 Jahren bezeugten Vertreter der neugegründeten EKD im Stuttgarter Schuldbekenntnis ihre Mitverantwortung für die Verbrechen des Zweiten Weltkrieges. In einem Artikel in der evangelischen Monatszeitschrift "chrismon" erläutert der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, dass aufrichtige Schuldbekenntnisse keinesfalls als Zeichen der Schwäche verstanden werden dürfen, sondern tiefer in das Evangelium hinein führen.

http://www.ekd.de/bekenntnisse/stuttgarter_schulderklaerung.html
http://www.ekd.de/presse/pm201_2005_rv_stuttgarter_schulderklaerung.html
http://www.ekd.de/aktuell/051011_huber_chrismon_schuldbekenntnis.html
http://www.ekd.de/aktuell/051014_pressetexte_schulderklaerung.html

 

2. Erdbebenkatastrophe in Südasien -
Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden

Zehntausende Menschen hat das verheerende Erdbeben in der Grenzregion zwischen Indien und Pakistan am 8. Oktober in den Tod gerissen. Hundertausende verloren ihren Besitz und ihr Zuhause. Die Hilfsmaßnahmen in der gebirgigen Region gestalten sich schwierig, manche Dörfer sind immer noch von der Umwelt abgeschnitten. Die Diakonie Katastrophenhilfe konnte zusammen mit ihren lokalen Partnern sehr schnell erste Hilfsmaßnahmen starten. Zunächst wurden Lebensmittel verteilt, in einem nächsten Schritt folgen Versorgungsstationen für Kranke und Verletzte. Wer die Hilfsmaßnahmen im Erdbebengebiet unterstützen möchte, kann mit dem Stichwort „Pakistan Erdbeben“ spenden: Diakonie Katastrophenhilfe, Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online über das Internet www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

http://www.ekd.de/aktuell/46026.html
http://diakonie-katastrophenhilfe.de

 

3. ÖRK-Vollversammlung in Porto Alegre -
Die Vorbereitungen laufen

Die internationale ökumenische Bewegung ist an einem Wendepunkt, so der Auslandsbischof der EKD, Rolf Koppe, im Blick auf die 9. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), die vom 14. bis 23. Februar 2006 im brasilianischen Porto Alegre stattfinden wird. Koppe, der auch Mitglied im Zentral- und im Exekutivausschuss des ÖKR ist, erklärte: „Ich erwarte dringend, dass die Vollversammlung Richtungsentscheidungen für die Zukunft treffen wird.“ Bis zu 3.000 Teilnehmende aus den mehr als 340 ÖRK-Mitgliedskirchen werden zur Vollversammlung erwartet. Bereits jetzt können sich die Teilnehmenden auf die Bibelarbeiten in Porto Alegre vorbereiten. Der ÖRK versendet ein 64-seitiges Buch mit dem Titel „Quellen lebendigen Wassers“, das Bibelstudien von Theologinnen und Theologen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten und von unterschiedlichen Erdteilen enthält. Die Texte sind im Internet nachzulesen unter

http://www.wcc-assembly.info/index.php?id=454&L=2
http://www.ekd.de/presse/pm199_2005_oerk_vollversammlung_2006.html

 

4. Lutherbonbons für "Halloween" –
Geister - Kirchenaktion soll Reformationstag in Erinnerung rufen

Wenn um den 31. Oktober Horden als Geister verkleideter Kinder an Türen klingeln und um Süßes bitten, hat die Evangelische Kirche eine Überraschung für sie. Erstmals gibt es ein "Lutherbonbon". Es schmeckt nach Zitrone, Orange oder Johannisbeere. Auf dem Bonbonpapier steht: "31. Oktober ist Reformationstag". Abgebildet ist ein freundlich augenzwinkender Martin Luther. Außerdem finden die Kinder im Internetangebot Spiele und Informationen rund um das Leben des Reformators. Evangelische Christen feiern am 31. Oktober Reformationstag - und nicht "Halloween". Der Legende nach schlug Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche. Damit protestierte er gegen den Ablasshandel und forderte, die Kirche zu reformieren. Die Thesen verbreiteten sich in ganz Deutschland und führten zur Gründung der Evangelischen Kirche.

http://www.lutherbonbon.de/

 

5. Internetplattform protestantischer Kirchen in Europa erweitert -
GEKE stellt im Internet neue Zusatzangebote vor

Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) – Leuenberger Kirchengemeinschaft – erweitert ihr Internetangebot. Unter www.leuenberg.net präsentiert sie ab sofort die Rubrik „Netzwerk“. Sie bietet damit ein Rechercheinstrument, mit dem nach Ländern und Themen die Arbeit der mehr als einhundert Mitgliedskirchen erschlossen werden kann. Die eingestellten Dokumente werden in der von der jeweiligen Quelle angebotenen Sprache bereit gehalten. Die GEKE liefert künftig auch unter dem Stichwort „Europa“ theologische und kirchenpolitische Informationen und Dokumente zu ihrer Arbeit.

http://www.leuenberg.net

 

6. Der Lesetipp -
"Das Vermächtnis Dietrich Bonhoeffers und die Wiederkehr der Religion"

Aus Anlass des 60. Todestages von Dietrich Bonhoeffer fand am 6. Oktober 2005 eine Gedenkveranstaltung in Stettin statt, in deren Rahmen der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, einen Vortrag hielt.

http://www.ekd.de/vortraege/051006_huber_stettin.html

 

7. Worte zum Tag

Gott liebt uns nicht, weil wir so wertvoll wären, sondern es ist genau umgekehrt: Wir sind so wertvoll, weil Gott uns liebt.

Helmut Thielicke (1908-1986), ev. Theologieprofessor

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