EKD-Newsletter Nr. 219, 25. September 2006

Kirchenpolitik
1. EKD-Ratsvorsitzender Huber will Mentalitätswandel unter Pfarrern
2. Synode der EKD tagt im November in Würzburg
3. Wolfgang Huber zur Berliner Rede des Bundespräsidenten

Medien
4. Wer angelt sich den "WebFish" im 11. Jahr?
5. Schüler-Expedition zu „Planet B.“
6. Filmstart: "Der unbekannte Soldat"

Theologie
7. Elternreisen ohne Ruhe - Maria und Josef

Worte zum Tag



Kirchenpolitik

1. EKD-Ratsvorsitzender Huber will Mentalitätswandel unter Pfarrern

Cover Kirche der FreiheitDer Ratsvorsitzende der EKD, Wolfgang Huber, hat Pfarrerinnen und Pfarrer zu einem missionarischen Aufbruch und zu einem Mentalitätswandel aufgerufen. "Eine Kirche, der das tägliche Lachen vergangen ist, die ist bestimmt nicht besonders nah am Reich Gottes", sagte der Berliner Bischof am 18. September in Leipzig vor mehreren hundert kirchlichen Mitarbeitern beim Theologenkongress "Denn Dein ist die Kraft - Für eine wachsende Kirche". Angesichts des Bevölkerungsschwunds und der damit verbundenen geringeren Zahl evangelischer Christen müsse die Kirche Schwerpunkte in ihrer Arbeit setzen. "Vor uns stehen Konzentrationsübungen, keine Katastrophenübungen", warb Huber für Vorschläge aus dem kürzlich vorgestellten Perspektivpapier "Kirche der Freiheit" der EKD. Der Ratsvorsitzende rief die Pfarrer auf, bei Taufen, Trauungen und Beerdigungen "ein hohes Maß an handwerklicher Sorgfalt" einzuhalten. Für Theologen seien diese Anlässe oft Routine, für die Beteiligten aber stets ein besonderes Ereignis.

http://www.ekd.de/aktuell_presse/
news_2006_09_19_1_rv_theologenkongress.html

http://www.ekd.de/vortraege/060918_huber_leipzig.html
http://www.ekd.de/ekd_kirchen/zukunftskongress.html

 

2. Synode der EKD tagt im November in Würzburg

Kirchtuerme über WürzburgAnfang November treffen sich die 120 Mitglieder der 10. Synode der EKD zu ihrer fünften Tagung in Würzburg. Die Tagung der Synode findet von Sonntag, 5. November bis Donnerstag, 9. November im Congress Centrum Würzburg (CCW) und im MARITIM Hotel in Würzburg statt. Die 120 Synodalen werden sich ausführlich mit dem Schwerpunktthema "Gerechtigkeit erhöht ein Volk - Armut und Reichtum" beschäftigen. Unter dieser Überschrift suchen die Teilnehmenden der Tagung zusammen mit fachkundigen Gästen und Referenten nach Antworten auf die Fragen, die durch die zunehmende Armut in der deutschen Gesellschaft und weltweit entstehen.

http://www.ekd.de/presse/pm184_2006_hinweis_synode_wuerzburg.html
http://www.ekd.de/ekd_kirchen/synode_der_ekd.html

 

3. EKD-Ratsvorsitzender zur Berliner Rede des Bundespräsidenten

Der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, hat die Berliner Rede des Bundespräsidenten gewürdigt: "Der Bundespräsident hat mit seiner Bildungsrede das richtige Thema zur richtigen Zeit an einem richtigen Ort gewählt. Denn ohne Bildung für alle ist gerechte Teilhabe am Leben in unserem Land nicht denkbar. Bildungsferne darf deshalb weder durch soziale oder nationale Herkunft noch durch körperliche Behinderung befördert werden." Der Ratsvorsitzende begrüßt ausdrücklich, dass der Bundespräsident die unverzichtbare Bedeutung des Religionsunterrichtes hervorgehoben hat. "Der Religionsunterricht muss elementarer Bestandteil des Fächerkanons sein. Die Freiheit zur Wahl dieses Fachs wie die Einrichtung eines islamischen Religionsunterrichts in deutscher Sprache sind dafür grundlegende Voraussetzungen. Bildung fördert, wie der Bundespräsident in seiner Rede hervorhebt, demokratisches Bewusstsein. Die EKD unterstreicht mit Nachdruck, dass Übernahme von Verantwortung zu lernen ist. Sie selbst trägt ihren Teil durch vielfältige Angebote dazu bei."

http://www.bundespraesident.de
http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2006_09_21_2_rv_berliner_rede_bp.html

 

Menschenrechte

4. Tag des Flüchtlings / 20 Jahre Pro Asyl

Ausschnitt eines Passes mit der Aufschrift 20 Jahre Pro Asyl und dem BundesadlerZum diesjährigen Tag des Flüchtlings am 29. September und zu 20 Jahren "Pro Asyl" hat der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, folgendes Grußwort geschrieben: "Mit großem persönlichen Einsatz haben die Initiatoren und Träger PRO ASYL zu einem Markenzeichen zivilgesellschaftlichen Engagements gemacht. Die Anwaltschaft von PRO ASYL kommt Menschen zu Gute, die ihre Heimat verlassen mussten, um dann zu erfahren, dass sie nicht mit offenen Armen empfangen werden. Unsere Gesellschaft wird durch das konsequente Wahrnehmen von Verantwortung für die Menschenrechte der Flüchtlinge immer wieder an ihre ethischen Grundlagen erinnert. Wenn es PRO ASYL nicht gäbe, müsste es erfunden werden. Aber zum Glück gibt es PRO ASYL seit zwanzig Jahren. Die Arbeit von PRO ASYL trifft sich mit einem wichtigen Anliegen der Kirchen, in denen das Eintreten für Flüchtlinge und andere Migranten einen lange Tradition besitzt. So besteht auch eine enge Verbindung des von PRO ASYL ins Leben gerufenen jährlichen »Tags des Flüchtlings« mit der kirchlichen Initiative der »Interkulturellen Woche/Woche der ausländischen Mitbürger«. Stets wird dieser Tag am Freitag in der Interkulturellen Woche begangen; das Arbeitsheft zum Tag des Flüchtlings wird zusammen mit dem Materialheft für die Interkulturelle Woche versandt. So erreicht es denselben breiten Adressatenkreis in Kirchengemeinden, Kommunen und Aktionsgruppen. Es reicht nicht aus, die Stimme für Flüchtlinge zu erheben, wenn nicht zugleich die Grenzen in den Köpfen und die Mauern um die Herzen überwunden werden. In den letzten Jahren ist die Integration von Flüchtlingen und Migranten immer stärker als dringende Aufgabe erkannt worden. Unsere Gesellschaft braucht dafür nicht nur rechtliche Rahmenbedingungen und finanzielle Instrumente, sondern vor allem anderen mitmenschliche Annahme und Anteilnahme. Ich wünsche PRO ASYL die nötige Fantasie und Kreativität, um auch in dieser Richtung weiterhin wirkungsvoll tätig zu sein."

http://www.proasyl.de/
http://www.interkulturellewoche.de/

 

Medien

5. Wer angelt sich den "WebFish" im 11. Jahr?

Logo WebFishZum elften Mal startet ab sofort der Wettbewerb um den EKD-Internet-Award "WebFish" 2007. Mit dieser begehrten Trophäe prämieren EKD und das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) gemeinsam die besten Online-Angebote in deutscher oder englischer Sprache, die den christlichen Glauben aktuell und kreativ umsetzen. Anbieter von christlichen Internetseiten können ihre Bewerbungen bis zum 31. Dezember 2006 online (www.webfish.de) einreichen. Tausende von christlichen Websites sind im Internet erreichbar. Die besten unter ihnen werden seit 1996 mit dem Symbol des Wettbewerbes, dem augenzwinkernden Fisch, ausgezeichnet. Darüber hinaus gibt es noch Geld- und Sachpreise. Die Entscheidung trifft eine Fachjury unter Vorsitz der hannoverschen Landesbischöfin Margot Käßmann.

http://www.ekd.de/presse/pm183_2006_start_webfish.html
http://www.ekd.de/aktuell/50091.html
http://www.webfish.de
http://www.gep.de

 

6. Schüler-Expedition zu „Planet B.“

Karawane in der WuesteEine Bibellesekampagne mit einer Expedition zu „Planet B.“ haben die Deutsche Bibelgesellschaft und die Stiftung Lesen gestartet. In Klassen, Bibliotheken sowie Kinder- und Jugendgruppen beschäftigen sich Jungen und Mädchen in einem Kreativwettbewerb, einem Quiz und gemeinsamen Lesen mit der Bibel. Themen sind die Stadt, der Berg, das Meer und die Wüste sowie Feste, Bräuche und Symbole. Jedem Thema sind Bibeltexte wie die Bergpredigt oder das Jona-Buch als Beispiele zugeordnet. Außerdem gibt es Arbeitsblätter, Lesetipps und andere Unterrichtsmaterialien. Der Kreativwettbewerb „Abenteuer Bibel“ und das Bibelquiz sind für das Schuljahr 2006/2007 ausgeschrieben. Einsendeschluss für „Abenteuer Bibel“ ist der 10. Januar 2007, das Bibelquiz muss bis zum 15. November an die Stiftung Lesen gesandt sein. Die Form der Beiträge ist freigestellt. Sie kann von Erzählungen, Spielen, Gedichten und Theaterstücken bis zu Bildern und Videofilmen reichen. Die Gewinnerinnen und Gewinner können eine Klassenfahrt, Bücher und Medien gewinnen.

http://www.dbg.de/
http://www.expedition-planet-b.de/

 

7. Filmstart: "Der unbekannte Soldat"

Schriftzug: Der unbekannte SoldatDie zwischen 1999 und 2004 in mehreren Städten Deutschlands gezeigte »Wehrmachtsausstellung« war ein Tabubruch. Bis dahin hatte die deutsche Öffentlichkeit das Bild der »sauberen Wehrmacht« gepflegt. Und nun wurde sie plötzlich mit Fotos von Soldaten beim Mord an Zivilisten konfrontiert. Die NPD marschierte vor der »Wehrmachtsausstellung« auf und selbst Politiker waren empört. Gehören die »Verbrechen der Wehrmacht« tatsächlich zum »Familienalbum der Deutschen«? Michael Verhoeven (Die weiße Rose, Das schreckliche Mädchen) nimmt die Ausstellung über den Vernichtungskrieg im Osten (1941-1944) und vor allem die heftigen Reaktionen darauf als Ausgangspunkt für seinen aufwühlenden Dokumentarfilm. Er verfolgt die Spuren der Wehmacht bis in die Ukraine und nach Weißrussland. Anhand von zahlreichen Interviews mit Augenzeugen und Historikern in Deutschland, den USA und an den Orten des Geschehens, illustriert Verhoeven den wohl schrecklichsten Teil der Geschichte der deutschen Wehrmacht. Die evangelische Produktionsfirma EIKON fungierte dabei als Koproduzent. Bundesweiter Filmstart war der 21. September.

http://www.derunbekanntesoldat.kinowelt.de/?cid=1
http://www.eikon-film.de/

 

Theologie

8. Elternreisen ohne Ruhe - Maria und Josef

Cover Reisegeschichten der BibelKinder verleihen jeder Reise einen Hauch von Abenteuer. Wer eines oder mehrere dabei hat, muss immer auf Überraschungen gefasst sein – sei es, dass mal eines verloren geht oder dass unterwegs noch eines dazukommt. Als Maria und Josef von Nazareth nach Betlehem aufbrechen, ist abzusehen, dass unterwegs ein Kind dazukommen wird - ein ungünstiger Zeitpunkt für eine Reise, so kurz vor dem Geburtstermin. Dass Josef am Zielort nur mit Mühe ein Nachtquartier auftreiben kann, macht die Lage nicht besser. Aber gemeinsam bestandene Notlagen können auch zusammenschweißen.

http://www.ekd.de/bibel/reisegeschichten/maria_und_josef.html

 

Worte zum Tag

Die großen Augenblicke im guten wie im bösen Sinne sind die, in denen wir getan haben, was wir uns nie zugetraut hätten.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Schriftstellerin


 

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