EKD-Newsletter Nr. 250, 05. Juli 2007

Kirchenpolitik
Solidarität mit den Christen im Nahen Osten
Deutschsprachige evangelische Tourismusseelsorge in Europa
175 Jahren Gustav-Adolf-Werk der EKD

Religion
Elisabeth von Thüringen

Diakonie
Online Portal für evangelische Beratungsstellen

Medien
Robert Geisendörfer Preise verliehen
 EKD-Rundfunkbeauftragter wird Geschäftsführer von Bibel.TV
“zeitzeichen“: Jedes Kind hat ein Recht auf Religion

In eigener Sache
VELKD in Kirchenamt der EKD umgezogen
Newsletter Nr. 250

Worte zum Tag



Kirchenpolitik

Solidarität mit den Christen im Nahen Osten
Evangelisch-katholische Delegation besuchte Libanon und Ägypten

Landesbischof Johannes Friedrich schüttelt dem Großscheich der Al-Azhar-Moschee, Mohammed Tantawi, die Hand. Daneben Weihbischof Franz-Peter Tebartz-van Elst.Erstmals reiste in der vergangenen Woche eine gemeinsame Bischofsdelegation der evangelischen und der katholischen Kirche in den Libanon und nach Ägypten. Diese Reise sei vor allem ein Zeichen der Solidarität mit den Christen im Nahen Osten, erklärten die Delegationsleiter, Landesbischof Johannes Friedrich (München) und Weihbischof Hans-Jochen Jaschke (Hamburg). Wie angespannt die Lage im Libanon im Augenblick ist, war nicht nur an der ständigen Soldateneskorte abzulesen. Jedes Gespräch begann mit einem Hinweis auf "die Situation". Umso erfreuter waren die Gesprächspartner, dass die protestantisch-katholische Delegation gerade jetzt gekommen war. "Es ist uns mehr als einmal gedankt worden, dass wir die Reise nicht abgesagt haben", berichtete Friedrich. Auf dem Programm standen Begegnungen mit Repräsentanten der christlichen Kirchen, darunter Patriarch Mar Nasrallah Boutros Sfeir, Oberhaupt der maronitischen-katholischen Kirche, Katholikos Aram I., Oberhaupt der armenisch-orthodoxen Kirche sowie Papst Shenouda III., Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche. Außerdem traf die Delegation mit dem Großscheich der Al-Azhar-Moschee in Kairo, Mohammed Sayed Tantawi, zusammen.

http://www.ekd.de/aktuell/54244.html
http://www.ekd.de/presse/pm127_2007_christen_im_libanon.html

 

Deutschsprachige evangelische Tourismusseelsorge in Europa

Logo UrlauberseelsorgeIn diesem Jahr sind 190 evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer als Tourismusseelsorger in Europa unterwegs und lassen die Menschen erfahren, dass ihre Kirche auch im Urlaub für sie da ist. An insgesamt 136 Orten im europäischen Ausland werden deutschsprachige Gottesdienste, Seelsorgegespräche und Gemeindeveranstaltungen angeboten. Das Plakat mit dunkelblauem Kreuz vor gelber Sonne lädt an vielen Urlaubsorten zum Verweilen ein. Urlaubsseelsorge wird in Dänemark, Frankreich, Griechenland, Italien, Litauen, den Niederlanden, Polen und auf Madeira angeboten. Die meisten Tourismusseelsorgerinnen und -seelsorger reisen ins Nachbarland Österreich. Dort gibt es an insgesamt 50 Orten dieses Angebot.

http://www.ekd.de/presse/pm130_2007_tourismus_seelsorge.html
http://www.ekd.de/aktuell/54250.html
http://www.ekd.de/EKD-Texte/47244.html


175 Jahren Gustav-Adolf-Werk der EKD

Hintergrund Logo GAW; Vordergrund Kirche als SpendendoseIm Dezember 1832 rief Superintendent Christian Gottlob Leberecht Großmann in Leipzig zu "brüderlicher Unterstützung bedrängter Glaubensgenossen" auf. Anlass für den Appell war das 200. Todesjahr des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf (1594-1632). Der evangelische Herrscher hatte im Dreißigjährigen Krieg auf Seiten der Protestanten in Deutschland gekämpft und war in Lützen bei Leipzig getötet worden. 200 Jahre später wurde dort für ein Denkmal gesammelt, doch Großmann wollte mehr: Im Land der Reformation sollte auch Geld für evangelische Minderheitsgemeinden gespendet werden, die sich damals in katholischen Ländern wie Bayern oder Böhmen behaupten mussten. 175 Jahre sind seither vergangen und das damals entstandene Hilfswerk, das den Namen Gustav Adolfs trägt, zählt längst zu den besonders traditionsreichen Einrichtungen der EKD. Mitglieder und Förderer spenden jährlich rund drei Millionen Euro, die für Projekte in derzeit 35 Ländern eingesetzt werden. Aktuell wird unter anderem für Straßensozialarbeit in Südamerika, den Neubau einer Kirche in Lettland und ein ökumenisches Bildungszentrum in Serbien gesammelt.

http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2007_06_30_1_gaw.html
http://www.ekd.de/aktuell/54263.html

http://www.gustav-adolf-werk.de

 

Religion

Elisabeth von Thüringen: „Arbeiten, mit Heiterkeit wirken, die Menschen froh machen.“

Logo: 800 Jahre Elisabeth von ThüringenElisabeth von Thüringen war eine vielseitige Frau: Königstochter aus Ungarn, Regentin auf der Wartburg in Eisenach, einflussreiche Landgräfin und radikale Christin, Mutter der Armen und Schwester der Kranken. Als Wohltäterin und Wundertäterin war sie schon zu Lebzeiten eine Legende. Und erst recht nach ihrem frühen Tod mit nur 24 Jahren: Die „Heilige Elisabeth.“ Am 7. Juli 2007 wird sie 800 Jahre alt und ist doch keine Frau von gestern. Sie gehört zu den bekanntesten Frauen des Mittelalters und ist eine der beliebtesten Heiligen Europas. Viele Legenden ranken sich um ihr Leben. Bald nach ihrem Tod erschienen einige Heiligenbiographien. Besonders bekannt: „Die Vita der Heiligen Elisabeth“ des Erfurter Dominikaners Dietrich von Apolda. Näher dran sind die Aufzeichnungen von Augenzeugen. Dazu gehören die „summa vitae“ ihres Beichtvaters Konrad von Marburg und das „Büchlein der vier Dienerinnen“, nach dem lateinischen Ursprungstitel meist "libellus" genannt. Diese Berichte entstammen den Zeugenprotokollen zur Heiligsprechung. Sie sind zu Teilen sicher entsprechend gefärbt, wirken jedoch an vielen Stellen authentisch – zumal sie bald nach Elisabeths Tod entstanden sind.

http://www.ekd.de/aktuell/54350.html
http://www.elisabethjahr-online.de
http://www.800-jahre-elisabeth.de

 

Diakonie

Online Portal für evangelische Beratungsstellen

Zwei Frauen in einem BeratungsgesprächMenschen können durch unterschiedlichste Gründe in Notlagen geraten. In vielen Fällen kann schon durch ein Beratungsgespräch mit erfahrenen Spezialisten geholfen werden. Um Ansprechpartner für die verschiedensten Beratungsbereiche, von Ehe- und Paarberatung, über Lebens- und Familienberatung bis zu Jugendberatungsstellen zu finden, bietet ein neues Info-Portal Hilfe. Über eine Suchfunktion der Postleitzahl oder des Ortsnamens werden bundesweit regionale Beratungsstellen angezeigt. Träger des neuen Online-Portals www.evangelische-beratung.info ist die Evangelische Konferenz für Familien- und Lebensberatung e.V., Fachverband für psychologische Beratung und Supervision im Diakonischen Werk der EKD. Das Angebot wird durch weitere Kooperationspartner unterstützt.

http://www.evangelische-beratung.info
http://www.ekd.de/aktuell_presse/pm55_2007_dw_online_beratungsstellen.html

 

Medien

Robert Geisendörfer Preise verliehen

Plakette Geisendörfer PreisMit dem Robert Geisendörfer Preis, dem Medienpreis der Evangelischen Kirche, wurden in diesem Jahr insgesamt fünf Hörfunk- und Fernsehproduktionen ausgezeichnet. Außerdem gab es zwei "Lobende Erwähnungen". Die Preisverleihung fand am 2. Juli in Köln statt. Ausgezeichnet werden Sendungen aus allen Programmsparten, die das persönliche und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken und die christliche Orientierung vertiefen. Darüber hinaus vergibt die Jury "Allgemeine Programme" einen Sonderpreis für exemplarische publizistische oder künstlerische Leistungen. Seit 2004 werden auch Kinderprogramme mit dem Robert Geisendörfer Preis ausgezeichnet. Der Robert Geisendörfer Preis wird im Gedenken an den christlichen Publizisten Robert Geisendörfer (1910-1976) vergeben, der als Gründungsdirektor des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) und Fernsehbeauftragter des Rates der EKD Maßstäbe journalistischer Profession und Passion gesetzt hat.

http://www.ekd.de/presse/pm129_2007_geisendoerfer_preis.html
http://www.ekd.de/aktuell_presse/news-2007_07_03_1_geisendoerfer_preis.html
http://www.robert-geisendoerfer-preis.de

 

EKD-Rundfunkbeauftragter wird Geschäftsführer von Bibel.TV

Screen: bibel-TVZum 1. Oktober 2007 wird Bernd Merz Geschäftsführer des Senders Bibel.TV. Der Rundfunkbeauftragte des Rates EKD und der Vereinigung Evangelischer Freikirchen wird dafür von seiner bisherigen Funktion freigestellt. Bibel.TV wird digital ausgestrahlt. Das Engagement bei Bibel.TV bietet die Möglichkeit, im digitalen Bereich des Fernsehens die Präsenz der evangelischen Kirche und die Präsentation von Inhalten des christlichen Glaubens weiterzuentwickeln. Mit Pfarrer Bernd Merz konnte ein der evangelischen Kirche eng verbundener Medienprofi für diese Aufgabe gewonnen werden. Er wird bei Bibel.TV als gleichberechtigter Geschäftsführer neben Henning Röhl tätig sein. Zu seinen Aufgabenbereichen wird der Aufbau eines Jugendkanals gehören. Dieser Jugendkanal wird sein Programm nicht nur auf den gewohnten Fernseh-Sendewegen anbieten, sondern er wird das Publikum auch interaktiv über das Internet ansprechen.

http://www.ekd.de/presse/pm128_2007_merz_bibel_tv.html
http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2007_06_28_1_merz_bibel_tv.html
http://www.bibel-tv.de/

 

“zeitzeichen“: Jedes Kind hat ein Recht auf Religion

Logo: zeitzeichenFriedrich Schweitzer sieht die Zukunft des Religionsunterrichtes im Dialog. Der Religionspädagoge spricht sich für die Einführung des islamischen Religionsunterrichtes an den Schulen in Deutschland aus. Im Grundgesetz sei das Recht auf Religion und auch das Recht auf Religionsunterricht festgeschrieben, sagte der Tübinger Professor im Interview mit dem evangelischen Monatsmagazin zeitzeichen. Es sei das Recht eines jeden Kindes, sich „in spiritueller Hinsicht“ angemessen entwickeln zu können. In einem „bloßen Nebeneinander der verschiedenen Religionsunterrichtsangebote“ sieht der 52-Jährige keine Lösung. Zukunftsfähige Konzepte des Religionsunterrichtes müssten an den Schulen einen Dialog zwischen den Religionen fördern und Kooperation untereinander ermöglichen. Die größte Herausforderung für den Religionsunterricht liege in der Pluralität, betonte der Theologe. Dialog sei nur möglich, wenn die Schülerinnen und Schüler einen eigenen Standpunkt gefunden hätten. Demnach müsse der Religionsunterricht auch „die Begleitung religiöser Identitätsprozesse“ vorsehen. Schweitzer sprach sich daher für ein Modell des Religionsunterrichtes aus, in dem sich Phasen der Verständigung über den eigenen Glauben und Phasen des Austausches mit anderen religiösen Auffassungen abwechselten. Die Juliausgabe der zeitzeichen widmet sich dem Thema "Religionsunterricht".

http://www.zeitzeichen.net

 

In eigener Sache

VELKD in Kirchenamt der EKD umgezogen
 
beleuchteter Eingang des EKD Kirchenamtesor einem Jahr wurden die Weichen gestellt: Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) vereinbarten im Sommer 2006, enger als bisher zusammenzuarbeiten. Der zum 1. Januar 2007 in Kraft getretene Vertrag definiert die Zusammenarbeit auf der Basis eines "Verbindungsmodells". Darin ist unter anderem vorgesehen, dass die VELKD ihr Kirchenamt in Hannover aufgibt und in das Kirchenamt der EKD zieht. Der Umzug ist zum 1. Juli abgeschlossen. Das Amt der VELKD - so lautet jetzt die offizielle Bezeichnung - ist ab sofort unter der Anschrift Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Tel.: 0511/27 96-0, erreichbar.
 
http://www.velkd.de
http://www.ekd.de/strukturreform/strukturreform.html

 

Newsletter Nr. 250

geöffneter Brief mit der Aufschrift NewsletterVor knapp elf Jahren begann die Erfolgsgeschichte des EKD-Newsletters mit der ersten Ausgabe und rund 60 vorliegenden E-Mail-Adressen. Heute feiern wir die 250. Der Newsletter ist inzwischen zu einem umfassenden Informationsservice rund um die Aktivitäten im Bereich der EKD geworden. Was mit dem kleinen - fast internen - Verteiler begann, erreicht heute 12.000 Abonnenten. Pressestelle und Internetarbeit der EKD stellen dreimal im Monat Nachrichten, Rezensionen und Medientipps aus den Bereichen Kirchenpolitik und kirchliches Leben zusammen. Zudem sind die Jahrgangsarchive des Newsletter ein Fundus für Recherchen. Bei allen Leserinnen und Lesern bedanken wir uns sehr herzlich für Interesse und Treue zum Online-Service der EKD.

http://www.ekd.de/newsletter/516.html

 

Worte zum Tag

Schwere Zeiten sind wie ein dunkles Tor. Kommst du hindurch, gehst du gestärkt hervor.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), österreichische Schriftstellerin


Feedback

Uns interessiert Ihre Meinung zum Newsletter.
Schreiben Sie an:
mailto:feedback@ekd-newsletter.de

EKD-Newsletter - Ausgabe Internet
herausgegeben von:

Evangelische Kirche in Deutschland
- Internet-Arbeit -
- Pressestelle -
POB 21 02 20
30402 Hannover
Tel.: + 49 - 511 - 2796 - 0
Fax: + 49 - 511 - 2796 - 777
E-Mail: internet@ekd.de

WWW-Adresse des Newsletter:
(Bestellen/Austragen)
http://www.ekd-newsletter.de

Copyright-Hinweis: Die Beiträge aus dem Newsletter dürfen mit Quellenangabe in elektronischen und gedruckten Medien im Bereich der evangelischen Kirche veröffentlicht werden. Bitte senden Sie Belege an die im Impressum genannten Herausgeber der EKD-Newsletters.



erweiterte Suche

 


366 plus 1

www.ekd-366plus1.de

Kirche klingt 2012: Musikalische Stafette durch Deutschland vom 1. Januar bis 31. Dezember des Themenjahres "Reformation und Musik"

 


EKD-Newsletter

Jetzt anmelden

Immer gut informiert mit dem Newsletter der EKD: kostenlos und schnell.

 


Pressestelle

Zur Pressestelle der EKD

Und wenn die Pressestelle etwas für Sie tun kann ...