EKD-Newsletter Nr. 256, 05. September 2007
Ökumene
3. Europäische Ökumenische Versammlung eröffnet
Interkulturelle Woche unter dem Motto „Teilhaben Teil werden“
Kultur
In Kirchen soll jeder Tag ein Tag des offenen Denkmals sein
Kirchenpolitik
Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche
„Olof Palme – Friedensmarsch“ vor 20 Jahren
Bildung
rpi-virtuell: Rechte Gewalt – Rechtsextremismus
Medien
„zeitzeichen“ Von der Orthodoxie lernen
rpi-virtuell: Second Life - News aus der virtuellen Welt
Worte zum Tag
Ökumene
Sibiu: Für fünf Tage Hauptstadt europäischer Kirchen
3. Europäische Ökumenische Versammlung eröffnet
Vom 4. bis 9. September versammeln sich in Sibiu/Hermannstadt (Rumänien) mehr als 2000 Christen aus Europa, um über Themen wie die europäische Einheit, die Rolle der Kirchen und ihr Verhältnis zueinander, christliche Spiritualität und den Klimawandel zu beraten. Unter dem Motto "Das Licht Christi scheint auf alle. Hoffnung auf Erneuerung und Einheit in Europa" laden die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der katholische Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) zur 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung (EÖV3). Aus Deutschland sind rund 180 Delegierte dabei.
http://www.ekd.de/aktuell/54900.html
http://www.ekd.de/presse/pm157_2007_sibiu_abendmahl.html
http://www.oekumene3.eu
http.//www.eea3.org
http://www.bayern-evangelisch.de/web/sibiu_links.php
Interkulturelle Woche unter dem Motto „Teilhaben Teil werden“
Alle Menschen sollen an Gottes guter Schöpfung teilhaben. Diese Botschaft zieht sich wie ein „roter Faden“ durch die Bibel. Er ist auch der Grundgedanke der diesjährigen Interkulturellen Woche vom 21. bis 29. September 2007. Die bundesweite Eröffnung findet am 21. September in Frankfurt/Main statt. In dem Gottesdienst wirken der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, der die Predigt hält, sowie Metropolit Augoustinos, Griechisch-Orthodoxer Metropolit von Deutschland, und Landesbischof Christoph Kähler, der stellvertretende Vorsitzende des Rates der EKD mit. In mehr als 200 Orten werden rund 3000 Veranstaltungen stattfinden. Die Materialien zur Interkulturellen Woche 2007 haben die Chancengleichheit von Migrantinnen, Migranten und Flüchtlingen zum Thema und sind im Internet bestellbar.
http://www.interkulturellewoche.de
Kultur
In Kirchen soll jeder Tag ein Tag des offenen Denkmals sein
Am 9. September sind 10.000 historische Sakralgebäude geöffnet
„Kirche geöffnet“ ist ein Anspruch, dem viele Kirchengemeinden gern nachkommen würden, aber keine will den Hinweis am zentralen Gebäude: „Wegen Baufälligkeit geschlossen“. Der diesjährige Tag des offenen Denkmals weist auf die besondere Herausforderung hin, sakrale Gebäude zu erhalten, die immer auch ein Fingerzeig zum Leben sind.
http://www.ekd.de/aktuell/54920.html
http://www.tag-des-offenen-denkmals.de
Kirchenpolitik
Die Kraft der Gebete
Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche
Die evangelische Nikolaikirche Leipzig feiert im September das 25-jährige Bestehen der Friedensgebete. In der Zeit vor der Wende waren die regelmäßigen Gebete in dieser Kirche ein wichtiger Treffpunkt derer, die auf Veränderung drängten. Die Kraft der Gebete im Vorfeld der großen Demonstrationen war 1989 zu spüren. Auch künftig will sich die Gemeinde mit den Andachten weiter in die "Nöte dieser Welt" einmischen
http://www.ekd.de/aktuell/54883.html
http://www.nikolaikirche.de
„Olof Palme – Friedensmarsch“ vor 20 Jahren
Im Herbst 1987 durften sich in der DDR beim „Olof Palme-Friedensmarsch“ auch erstmals unabhängige und kirchliche Gruppen bei einer Friedensdemonstration beteiligen. Der im Februar 1987 ermordete schwedische Premierminister Olof Palme hatte einen 300 Kilometer breiten atomwaffenfreien Korridor zwischen Ost und West vorgeschlagen. Beim Friedensmarsch wurde diese Idee aufgegriffen. Für die ostdeutsche Friedensbewegung, die sogar biblische Symbole wie „Schwerter zu Pflugscharen“ und das Kreuz der „Aktion Sühnezeichen“ benutzen durfte, ging es nicht zuletzt auch um spürbare Veränderungen in der DDR. Die Präses der Synode der EKD Barbara Rinke betont, dass der Friedensmarsch ein zentrales Ereignis hin zum Herbst 1989 gewesen sei: „Damals war etwas in Bewegung geraten, was nicht mehr zurückgedreht werden konnte.“
http://www.ekd.de/aktuell/54870.html
Bildung
rpi-virtuell: Rechte Gewalt – Rechtsextremismus
Nach einer 2006 veröffentlichten Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung haben 8,6% der Bevölkerung ein geschlossenes rechtsextremistisches Weltbild: 9,1% im Westen und 6,6% im Osten. rpi-virtuell hat Infotipps und Unterrichtsmaterialien zu diesem Thema zusammengestellt und ist offen für Rückmeldungen und weitere Vorschläge.
http://www.rpi-virtuell.net/community/
bereich/themaordner.asp?folderid=96704
Medien
„zeitzeichen“ Von der Orthodoxie lernen
Der Ostkirchen-Experte Reinhard Thöle sieht bei den orthodoxen Kirchen große emotionale Vorbehalte gegenüber der römisch-katholischen Kirche. Im Interview mit dem evangelischen Monatsmagazin zeitzeichen betonte der Referent des konfessionskundlichen Institutes in Bensheim, es sei falsch anzunehmen, dass die orthodoxen Kirchen der römisch-katholischen Kirche näher stünden als der evangelischen. Thöle sprach von einer gewissen Offenheit der orthodoxen Kirchen hinsichtlich der Stellung der Frau. So habe immerhin eine panorthodoxe Konferenz bereits im Jahr 1988 auf Rhodos das Diakoninnenamt beschlossen. An diesem Punkt sei die orthodoxe Kirche der römisch-katholischen voraus. Dass die orthodoxe Kirche weiterhin die Frauenordination ablehne, läge an dem theologischen Verständnis, meinte der Professor. Eine Nähe zum Protestantismus stellte Thöle vor allem in Fragen des Papstamtes und der Mariologie fest. Von der Orthodoxie könnten evangelische Christen zudem lernen, welche Rolle der Gottesdienst als Ritual habe. Das Abendmahl könne, wie in der Orthodoxen Kirche ein tragendes Ereignis werden. Unter diesem Blickwinkel sollte der Dialog zwischen orthodoxer und evangelischer Kirche vor allem auf praktisch-theologischer Ebene geführt werden, so der 57-Jährige.
rpi-virtuell: Second Life - News aus der virtuellen Welt
Rund um die Uhr sind schätzungsweise in der 3D-Welt Second Life zwischen 15.000 und 50.000 Menschen aktiv im System. Industrien und Verbände nutzen bereits diese virtuelle Welt als Vermarktungsplattform und auch kirchliche Einrichtungen erproben den Auftritt in dieser virtuellen Welt.
http://www.rpi-virtuell.net/
cms/navigation/element_view.asp?ID=4665
Worte zum Tag
Ich möchte Hoffnung haben,
für mich und meine Welt,
die auch in dunklen Tagen
die Zukunft offen hält.
Eberhard Borrmann, evangelischer Pfarrer (aus dem Evangelischen Gesangbuch 596)
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