EKD-Newsletter Nr. 270, 21. Dezember 2007

Weihnachtswünsche der EKD-Internetarbeit

Liebe Leserinnen und Leser des EKD-Newsletters,

„damals“ wussten die einen wie die anderen, was die weihnachtliche Geburt zu bedeuten hat. Die Machtlosen – Hirten und Weise – freuten sich. Die Mächtigen bekamen es mit der Angst, der Existenzangst zu tun. Und alles wegen eines Kindes, das in einer Krippe liegt, dort wo Ochse und Esel sonst fressen. Ist es wirklich so einfach – oder gilt auch heutzutage noch, was Jesaja gesagt hat: „Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber mein Volk versteht's nicht“?

Haben wir uns so sehr daran gewöhnt, jedes Jahr Weihnachten zu feiern, das Kind in der Krippe zu sehen, dass wir das Anstößige übersehen? Gilt nicht mehr, was Paulus geschrieben hat: „wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit.“ Normalität und Gewöhnung sind weder Ärgernis noch Torheit, Normalität ist Langeweile und keine Nachricht wert. Normalität ist Weihnachten auf keinen Fall, Langeweile auch nicht. Weihnachten ist die Gewissheit, Gott ist hier, unter uns Mensch geworden, Bruder. Und wenn wir dies jedes Jahr feiern, so sagen wir uns jedes Mal: Gott war nie weg, nur wir haben ihn manchmal versteckt. Wir haben uns nicht getraut, von ihm zu reden, von ihm zu singen, ihn zu loben, ihm zu danken, ihn zum Ratgeber unserer Entscheidungen zu machen, unsere Welt durch ihn aus den Angeln heben zu lassen, eben zu erkennen, dass wir alle Gottes Kinder sind: „Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater! So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott.“ Das ist Veränderung. Das ist Revolution.

In dieser Gewissheit bekommen viele Fragen, die uns alltäglich umtreiben, plötzlich eine andere Qualität: Verwahrloste Kinder, verarmte Alte, Väter und Mütter, die ihre Familien nicht ernähren können, Migranten, die vor Chaos und Krieg zu uns fliehen, Obdachlose – alles Brüder und Schwestern. Manager, die unvernünftig viel verdienen, Politiker, die Macht auf Zeit haben, Vorgesetzte und deren Vorgesetzte – alles Brüder und Schwestern. Und dazwischen liegt das Kind in der Krippe, klein, verletzlich, der Armut und der – zumindest momentanen – Obdachlosigkeit ausgesetzt. In Jesus wird Gott Bruder, Teil dieser Welt. Davon wollen wir allen erzählen – auch im Internet: Der große Herrn und starke König, das Kind in der Krippe ist unser Bruder.


In diesem Sinn wünschen wir Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr

Ihre
Internetarbeitsstelle der EKD

 

Links zu Advents- und Weihnachtsangeboten im Internet

Worte zum Tag

Es gibt erfülltes Leben trotz unerfüllter Wünsche.

Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), evangelischer Theologe

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