EKD-Newsletter Nr. 85, 15. April 2003 (Ausgabe Internet)

1. Aus Kooperation soll Föderation werden
Thüringen und Kirchenprovinz Sachsen gemeinsam im Internet

2. Sprachen lernen mit der Bibel

3. 30 Jahre Leuenberger Kirchengemeinschaft

4. „Bienvenue sur le web!“
EKD startet französisch-sprachiges Web-Angebot

5. Lust auf Studium und Ausbildung
Bayerische Theologische Hochschule Augustana im Netz

6. Dresden und Europas erste Christin
Elydia vernetzt Ressourcen der Gemeinden

7. Variationen zum evangelischen Gottesdienst

8. Orgelkonzert für die Ewigkeit


Die Redaktion des EKD-Newsletter wünscht allen besinnliche Kar- und Ostertage!


neu im Angebot der EKD

Christliche Patientenverfügung mit Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung, 2. veränderte Auflage 2003
http://www.ekd.de/patientenverfuegung/2064_cpv.html


Sterbebegleitung statt aktiver Sterbehilfe. Eine Textsammlung kirchlicher Erklärungen, Gemeinsame Texte 17, 2003
http://www.ekd.de/EKD-Texte/2064_sterbebegleitung_2003.html


Studium der Evangelischen Theologie. Zur Vorbereitung auf den Pfarrberuf, EKD-Texte 28, für das Internet aktualisierte Fassung 2003
http://www.ekd.de/EKD-Texte/44621.html


Stellungnahme des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland zu der vom Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. vorgelegten "Islamischen Charta". Januar 2003
http://www.ekd.de/EKD-Texte/islam_charta2003.html


Das Noah-Spiel auf Portugiesisch
http://www.grupoemaus.com.br/jogos/jogos/noah/


*******
http://www.ostergottesdienste.de/

Zwischen Gründonnerstag und Ostermontag in den Gottesdienst?
Kein Problem!
4.500 Gemeinden sind verzeichnet mit über 20.000 Terminen
*******


1. Aus Kooperation soll Föderation werden
Thüringen und Kirchenprovinz Sachsen gemeinsam im Internet

Nachdem dieser Tage auch die thüringische Synode den Weg für eine Föderation mit der Kirchenprovinz Sachsen frei gemacht hat, soll in der nächsten Zeit ein Modell für die Föderation ausgearbeitet werden. Ziel der beiden Landeskirchen ist es, den Protestantismus in Mitteldeutschland zu stärken. Im Internet ist daraus schon eine Kooperation geworden, denn unter der Adresse http://www.kircheinmitteldeutschland.de/ haben beide Kirchen bereits einen gemeinsamen Auftritt gestaltet, der als Portal den weiteren gemeinsamen Weg dokumentieren soll. Die klar strukturierte Navigation, mit ansprechender, dezenter Farbgebung führt die BesucherInnen schnell und sicher zu den jeweiligen Informationen. Ein Schwerpunkt liegt bei Materialien zur Kooperation. Von der kurzen Geschichte bis hin zu den Verträgen zwischen den Kirchen und den bisher umgesetzten Beschlüssen. Nachrichten, Pressemitteilungen und Kontaktmöglichkeiten runden den Auftritt ab, der in der nächsten Zeit weiter ausgebaut wird. Er ist insofern ein Novum, weil damit erstmalig im Internet das wachsende Zusammengehen zweier Landeskirchen begleitet werden kann. Die beiden eigenen landeskirchlichen Angebote sollen bestehen bleiben. Vielleicht wäre es auch gerade in dieser ersten Phase gut, wenn sich auf den Startseiten der landeskirchlichen Präsenzen ein deutlicher Hinweis auf das neue Internetangebot finden ließe.

http://www.kircheinmitteldeutschland.de/

 

2. Sprachen lernen mit der Bibel

Von Deutsch bis Rumänisch, von Russisch bis Slowakisch reicht das Spektrum der Sprachen, in denen man jetzt ohne großen Aufwand die Bibel lesen kann. Denn die Website der „Internationalen Bibelgesellschaft“ bietet das Buch der Bücher in 14 europäischen Sprachen an. Zwar sieht es auf den ersten Blick so aus, als ob nur registrierte Nutzer Zugriff haben, man hat allerdings auch als „Gast“ schon komfortable Möglichkeiten: Neben der einfachen Suche in der Bibel und einer kleinen Bibliothek findet sich auch eine Auswahl verschiedener Übersetzungen. So in Deutsch zwischen der Luther-Übersetzung von 1984, der Revidierten Elberfelder Bibel, „Hoffnung für alle“ und der „Gute Nachricht Bibel“. Wer sich anmeldet, kann darüber hinaus auch Lesezeichen setzen, Notizen anfügen oder sich im Forum austauschen. Diese Website ist ein großartiges Hilfsmittel für alle Bibelforscher und solche, die es noch werden wollen.

http://www.bibleserver.com/

 

3. 30 Jahre Leuenberger Kirchengemeinschaft

Selbst kundige Kirchenmitglieder haben von der Leuenberger Kirchengemeinschaft nur selten etwas gehört. Dabei wurde 1973 durch die Übereinkunft von lutherischen, reformierten und unierten Kirchen die Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft zwischen diesen Kirchen erreicht. Für die ökumenische Bewegung war die sogenannte „Konkordie“ ein Meilenstein. Inzwischen gehören der Gemeinschaft bereits 103 Kirchen an. Auf der dreisprachigen Website der Kirchengemeinschaft kann man sich ausführlich über die Geschichte, die Aufgaben und aktuelle Projekte informieren.

http://www.leuenberg.net/

 

4. „Bienvenue sur le web!“
EKD startet französisch-sprachiges Web-Angebot

Grundlegende Informationen über die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) sind jetzt auch in französischer Sprache im Internet abrufbar. "Bienvenue sur le web" werden die Besucherinnen und Besucher unter der Adresse www.ekd.de/fr/ begrüßt. Wichtige Texte des christlichen Glaubens liegen in französischer Übersetzung vor. Dazu werden die Struktur der EKD und die Aufgabe ihrer Organe - wie im Internet üblich - in aller Kürze erklärt. Besonders die Auslandsarbeit und das ökumenische Engagement der EKD liegen im Blickfeld der Darstellung. "Mit der neuen französischen Internetseite wollen wir die Kommunikation unter den Kirchen in Europa weiter stärken. Die Dreisprachigkeit des Internetangebots der Leuenberger Kirchengemeinschaft war uns Vorbild. Englisch allein konnte nicht die einzige Alternative zum deutschen Angebot bleiben," so Rolf Koppe, Auslandsbischof der EKD. Aber nicht nur Europa, sondern auch die Beziehungen zu den Partnerkirchen im frankophonen Afrika seien Motivation für das französisch-sprachige Internetangebot gewesen.

http://www.ekd.de/fr/francais.html

 

5. Lust auf Studium und Ausbildung
Bayerische Theologische Hochschule Augustana im Netz

"Herz, was willst Du mehr?" - fragt man sich, wenn man die Internetpräsenz der "Augustana", der Theologischen Hochschule der bayerischen Kirche besucht. In der Farbgebung dominiert das Kopfbild, das auf geschickte Weise Menschen aus der Moderne und Historie verbindet. Sonst sind die Seiten nüchtern in weiß, mit kleinen gelben Navigationselementen gehalten, wirken aber vielleicht gerade deshalb attraktiv und machen neugierig. Es wäre vermessen, wollte man an dieser Stelle auf die gesamte Fülle der Angebote eingehen. Sie reichen von allgemeinen Informationen über die Hochschule und sehr detaillierten Darstellungen von Studienmöglichkeiten, bis hin zum Lehrangebot und Lehrkörper. Die Bibliothek wird ebenso präsentiert wie die Region bis hin zu Hinweisen zum Wohnen und zu kulturellen sowie sportlichen Angeboten. Die Studierenden informieren auf einer selber gepflegten Seite, auch Ehemalige und Freunde dieser Einrichtung finden ihren Platz. Alles in allem eine überaus reichhaltige Quelle für Studium und Ausbildung an dieser Hochschule unter:

http://www.augustana.de/

 

6. Dresden und Europas erste Christin
Elydia vernetzt Ressourcen der Gemeinden

Wer in Dresden nur die Frauenkirche sucht, ist selbst Schuld. Der Verband der evangelischen Kirchengemeinden hat zentrale Informationen über die Datenbank Elydia findbar gemacht. Damit zeigt Dresden anderen Regionen, wie man für die digitale Zukunft gewappnet ist. Wer in Dresden einen Veranstaltungsort anmieten möchte, findet ihn unter Elydia. Wer einen Gottesdienst in der Osternacht besuchen möchte, findet ihn - unter Elydia. Dabei werden Informationen über einen rollstuhlgerechten Zugang oder über die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmittel gleich mit geliefert. Wem noch 4 Notenausgaben für die Aufführung von Bachs Matthäuspassion fehlen, erfährt, dass man sie in der Lukasgemeinde ausleihen könnte. Stellenangebote, Adressen, PfarrerInnen oder Nachrichten aus den Gemeinden - all dies fasst Elydia zusammen. Matthias Hoppe, Projektleiter im Kirchengemeindeverband bemerkt: "Lydia, die erste europäische Christin gab den Namen. Sie beherbergte den Apostel Paulus in Europa." Sie wollten keinen zusammengesetzten Namen mit Bindestrich, bemerkt Hoppe, sondern klar das eCommerce "e" voranstellen. Dem Projekt bleibt zu wünschen, dass die Gemeinden immer stärker diese elektronische Herberge nutzen und vielen Menschen Gelegenheit bieten, den Weg in die verschiedenen Kirchen Dresdens zu finden.

http://www.elydia.de/

 

7. Variationen zum evangelischen Gottesdienst

Gehört das Glockenläuten zum Gottesdienst? Keine ganz einfache Frage vielleicht. Was alles dazu gehört, führen der Künstler Uwe Appold und der Göttinger Professor Klaus Schwarzwäller mit einer Internet-Präsenz vor Augen. Die beiden gehen an der Liturgie eines evangelischen Gottesdienstes entlang und beschreiben die verschiedenen Teile mit Bild, Gesangbuchtexten und Erläuterung. Die Bilder sind zur Zeit auch noch bis 23. Mai auf einer Ausstellung in Kiel zu sehen. Ab 28. Mai bis 1. Juni können sie BesucherInnen des Berliner Ökumenischen Kirchentags in Halle 20 besichtigen. Ein Wermutstropfen: Angesichts der eindrucksvollen Bilder und Texte fällt das Design der Website steil ab.

http://www.evangelischer-gottesdienst.de/

 

8. Orgelkonzert für die Ewigkeit

Wer John Cage, den Meister der Minimal Music kennt, wird sich nicht wundern, dass sein Stück für Kirchenorgel Organ2 nicht im entferntesten an Johann Sebastian Bach erinnert. Ein Besuch des Konzertes dürfte auch für die Geduldigsten unter den Kulturfans zu einem langwierigen Vergnügen werden. Denn die Dauer der Aufführung in Halberstadt ist auf 639 Jahre angesetzt. Nicht umsonst heißt das Stück in der Unterzeile auch: ASLSP, as slow as possible. Am 5. September 2001 war das Projekt mit dem Einschalten des Orgelmotors und des Blasebalgs in der Burchardikirche gestartet worden. Danach folgte eine Pause von gut anderthalb Jahren. Ob es jemals bis zum Schluss aufgeführt werden wird, weiß niemand. Die Organisatoren wollen, so heißt es auf der Homepage, zur Auseinandersetzung über Zeit, Raum und Musik anregen. Interessierte können sich übrigens ein Jahr der Aufführung kaufen ...

http://www.john-cage.halberstadt.de/

Feedback

Uns interessiert Ihre Meinung zum Newsletter.
Schreiben Sie an:
mailto:feedback@ekd-newsletter.de

EKD-Newsletter - Ausgabe Internet
herausgegeben von:

Evangelische Kirche in Deutschland
- Internet-Arbeit -
- Pressestelle -
POB 21 02 20
30402 Hannover
Tel.: + 49 - 511 - 2796 - 0
Fax: + 49 - 511 - 2796 - 777
E-Mail: internet@ekd.de

WWW-Adresse des Newsletter:
(Bestellen/Austragen)
http://www.ekd-newsletter.de

Copyright-Hinweis: Die Beiträge aus dem Newsletter dürfen mit Quellenangabe in elektronischen und gedruckten Medien im Bereich der evangelischen Kirche veröffentlicht werden. Bitte senden Sie Belege an die im Impressum genannten Herausgeber der EKD-Newsletters.