EKD-Newsletter Nr. 87, 06. Mai 2003 (Ausgabe Presse und Medien)

1. EKD-Synode tritt zu konstituierender Sitzung in Leipzig zusammen
Wahlen, Ratsbericht und Schwerpunktthema stehen im Mittelpunkt

2. „Chancen und Grenzen des medizinischen Fortschritts“
Bundesweite Eroeffnung der Woche fuer das Leben 2003

3. Zum Tod von Dorothee Soelle
EKD-Ratsvorsitzender wuerdigt Wirken der Theologin

4. "Sterbebegleitung statt aktiver Sterbehilfe"
Textsammlung von evangelischer und katholischer Kirche erschienen

5. Kock: Flamme der Erinnerung bewahrt vor dem Verdraengen
EKD-Ratsvorsitzender zur Auszeichnung von Yad Vashem

6. Aktueller Fernsehtipp
EKD-Ratsvorsitzender heute bei Johannes B. Kerner

 


1. EKD-Synode tritt zu konstituierender Sitzung in Leipzig zusammen
Wahlen, Ratsbericht und Schwerpunktthema stehen im Mittelpunkt

Ein volles Programm erwartet die Mitglieder der 10. Synode der EKD bei ihrer konstituierenden Sitzung in Leipzig. Vom 23. bis 25. Mai werden das siebenkoepfige Praesidium der Synode neu gewaehlt, und die thematischen Ausschuesse und Vertretungen, die die Synode wahrzunehmen hat, neu besetzt. Doch nicht nur Wahlen stehen auf dem Programm der dreitaegigen Sitzung. Der Ratsvorsitzende Manfred Kock gibt einen Bericht ueber die Arbeit der vergangenen Monate, der zur Diskussion gestellt wird. Zudem werden sich die Synodalen mit dem Schwerpunktthema "Der Seele Raum geben - Kirchen als Orte der Besinnung und Ermutigung" beschaeftigen. Die Synode besteht aus 120 Mitgliedern. 100 Synodale wurden bereits von den 24 Landeskirchen entsandt, weitere 20 Mitglieder sind vom Rat der EKD berufen worden. Die Synode wird jeweils fuer die Dauer von sechs Jahren gebildet.

www.ekd.de/ekd_kirchen/aufbau_3291.html
www.ekd.de/presse/397_pm81_2003_ratsberufungen_synode.html



2. „Chancen und Grenzen des medizinischen Fortschritts“
Bundesweite Eroeffnung der Woche fuer das Leben 2003

Der Ratsvorsitzende der EKD, Manfred Kock, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Lehmann, haben am 3. Mai in Bayreuth die Woche fuer das Leben 2003 eroeffnet. In diesem Jahr steht der
medizinische Fortschritt mit seinen Chancen und Grenzen im Mittelpunkt der Veranstaltungen und Gottesdienste, die in evangelischen und katholischen Kirchengemeinden und Einrichtungen in ganz Deutschland statt finden. Dabei geht es um Erwartungen und Hoffnungen an Medizin und Forschung und um ethische Grenzen des medizinisch Machbaren. In seiner Predigt beim Eroeffnungsgottesdienst erklaerte der EKD-Ratsvorsitzende, Manfred Kock, bei Gott gebe es keine hoffnungslosen Faelle. Die Vorstellung, man koenne alle Lasten - wie etwa Krankheit - technisch in den Griff bekommen, sei eine gefaehrliche Illusion. Doch "auch wer nicht heilbar ist, bleibt von Gott geliebt."

www.ekd.de/woche/2003/
www.ekd.de/predigten/predigt_030503_kock.html
www.ekd.de/presse/397_pm83_2003_eroeffnung_wfdl.html

 


3. Zum Tod der Theologin Dorothee Soelle
EKD-Ratsvorsitzender wuerdigt Wirken der Theologin

Am Montag, 5. Mai, ist die Theologin Dorothee Soelle beigesetzt worden. Sie war am 27. April gestorben. In einem persoenlichen Schreiben an den Ehemann der Theologin, hat der Ratsvorsitzende der EKD, Manfred Kock, auf die breite Wirkung ihrer theologischen und politischen Arbeit hingewiesen. "Ich bin mit grossem Dank erfuellt ueber das, was sie fuer das Denken und den Weg unserer Kirche bedeutet hat", schrieb Kock. Die Tatsache, dass Dorothee Soelle kein offizielles kirchliches Amt innegehabt habe, besage nichts ueber den Wirkungskreis ihrer Theologie und ihres publizistischen Schaffens. „Was die Kirche dem Denken Dorothee Soelles verdankt, ist laengst nicht mehr eine Randposition." Es habe sich daraus vielmehr eine deutliche Linie entwickelt, die die evangelische Kirche vor der Selbstgenuegsamkeit bewahren wuerde, so
Kock. Die Luebecker Bischoefin Baerbel Wartenberg-Potter wuerdigte Dorothee Soelle im Gottesdienst am 5. Mai in Hamburg als eine "wahre Prophetin" unserer Zeit. Vor einer grossen Trauergemeinde  aus aller
Welt sagte die Bischoefin: „Wo ihre Texte gesprochen werden, passiert mit den Menschen immer dasselbe: Es faellt Licht auf ihr Leben. Worte wie Brot, Texte voll Klarheit und konkreten Lebens, ehrlich, genau, licht".

www.ekd.de/presse/397_pm82_2003_kock_soelle.html
www.ekd.de/predigten/predigt_030505_wartenberg_potter.html

 

4. "Sterbebegleitung statt aktiver Sterbehilfe"
Textsammlung von evangelischer und katholischer Kirche erschienen

"Sterbende brauchen keinen "Gnadentod", sondern geduldige, guetige, verlaessliche Begleitung", bekraeftigte die 9. Synode der EKD auf ihrer Tagung im November 2002. So haben die EKD und die  Deutsche Bischofskonferenz jetzt eine Textsammlung zum Thema Sterbebegleitung veroeffentlicht, in der  Erklaerungen, Handreichungen und Argumentationshilfen der beiden Kirchen enthalten sind. Es gaebe viele gute Gruende fuer Sterbebegleitung und gegen aktive Sterbehilfe, so der EKD-Ratsvorsitzende Manfred Kock und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Lehmann. "Aktive Sterbehilfe ist und bleibt eine ethisch nicht vertretbare, gezielte Toetung eines Menschen in seiner letzten Lebensphase, auch wenn sie auf seinen ausdruecklichen, verzweifelten Wunsch hin erfolgt." Die beiden Kirchen blieben bei ihrer
Haltung, dass auf der Basis des christlichen Menschenbildes aktive Sterbehilfe auch in Zukunft abzulehnen sei. Stattdessen setzten sie sich in Diakonie und Caritas, in den Sozialstationen, Hospizen und Krankenhaeusern fuer eine menschenwuerdige Begleitung Kranker und Sterbender ein. Die 42seitige Broschuere kann zum Preis von 0,22 Euro im Kirchenamt der EKD, Herrenhaeuser Str. 12, 30419 Hannover, Fax:
0511/2796-0, Mail: versand@ekd.de bestellt werden.

http://www.ekd.de/EKD-Texte/44666.html



5. Kock: Flamme der Erinnerung bewahrt vor dem Verdraengen
EKD-Ratsvorsitzender zur Auszeichnung von Yad Vashem

Ein Tor zur Versoehnung oeffne die Erinnerungsstaette Yad Vashem in Jerusalem. Dies erklaerte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland anlaesslich der Auszeichnung der Holocaustgedenkstaette am 7. Mai in Jerusalem mit dem Israel-Preis. Zum 50. Jahrestag des Bestehens der Gedenkstaette uebergibt der Staat Israel diese hoechste Auszeichnung an die Staette der Erinnerung, wo der Toten durch den Holocaust gedacht wird: „Menschlichkeit bewahren kann nur, wer die
Graeuel der Vergangenheit nicht verdraengt. Wir brauchen eine Kultur des Erinnerns, damit die Saat des Hasses und der Gewalt nie wieder aufgehen kann“, so Kock.

www.ekd.de/presse/397_pm84_2003_rv_yad_vashem_ehrung.html
www.yad-vashem.org.il/

 


6. Aktueller Fernsehtipp

EKD-Ratsvorsitzender Manfred Kock ist heute, 6. Mai, bei Johannes B.
Kerner zu Gast, 22.45 Uhr, ZDF.

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