EKD-Newsletter Nr. 96, 5. August 2003 (Ausgabe Presse und Medien)

1. Keine Oekumene der Religionen
Leitlinien zum interreligioesen Dialog

2. Einsatz von Kindersoldaten bekaempfen
Kock: Globales Problem

3. Kritik an Menschenrechtssituation in Kuba
Bischof Koppe: Politische Gefangene freilassen!

4. Multimedial: EKD im ARD-Videotext
Taegliche Meldung und Gedanken zum Tag

5. Gemeindeaufbau unter Palmen
Ulrich Rosenhagen ist deutscher Pfarrer in Miami

6. Gedanken zum Tag



1. Keine Oekumene der Religionen
Leitlinien zum interreligioesen Dialog

Eine Oekumene der Religionen vergleichbar der Oekumene zwischen den christlichen Konfessionen sei ein Irrweg. Dies stellen Leitlinien zum Verhaeltnis zu anderen Religionen fest, die der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) veroeffentlicht hat. Mit dem Text „Christlicher Glaube und nichtchristliche Religionen“ wirbt die EKD fuer eine gegenseitige Verstaendigung und Achtung der Religionen, wendet sich aber gegen eine gegenseitige Teilhabe an der religioesen Praxis anderer Religionen. Beim gemeinsamen Gebet muesse im konkreten Fall an dem Kriterium entschieden werden, "ob solches gemeinsames Beten der befreienden Wahrheit des Evangeliums von Gottes schoepferischer Naehe beim suendigen Menschen die Ehre gibt oder ob es dieser Wahrheit in den Ruecken faellt“, heisst es in EKD-Text 77.

Mit den Leitlinien will sich der Rat der EKD an der Diskussion um die Bedeutung der Religion und des Dialogs zwischen den Religionen beteiligen. Die Leitlinien sollen zu einer Profilierung dieses Dialogs aus evangelischer Sicht beitragen.

http://www.ekd.de/EKD-Texte/44619.html

 

2. Einsatz von Kindersoldaten bekaempfen
Kock: Globales Problem

Ein konsequentes Einschreiten gegen den Missbrauch von mehr als 300.000 Kindern, die in bewaffneten Konflikten als Soldaten zum Toeten gezwungen werden, forderte der EKD-Ratsvorsitzende Manfred Kock. „Waehrend in Deutschland die Schulkinder ihre Sommerferien geniessen, muessen Gleichaltrige in anderen Teilen der Welt dem moerderischen Geschaeft des Krieges nachgehen.“ sagte Kock angesichts zahlreicher Nachrichten und Bilder aus Liberia oder dem Kongo. Es sei bestuerzend, wenn sogar zehnjaehrige Kinder unter Drogen gesetzt und als Kampfmaschinen zum Toeten selbst gleichaltriger Spielkameraden abgerichtet wuerden. „Ein staerkerer Gegensatz zur Botschaft Jesu Christi, der die Kinder in besonderer Weise unter seinen Schutz und Segen stellt, ist kaum vorstellbar. Darum kann uns nicht egal sein, was aus den Kindern dieser Welt wird.“

Die Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten duerfe nicht als regionales Problem bestimmter afrikanischer Staaten unterschaetzt werden, sagte Kock. Kindersoldaten kaemen in etwa 30 Staaten in vielen Teilen der Erde zum Einsatz. Sie seien nicht nur besonders leicht durch Kriegsherren manipulierbar, sondern auch besonders verletzlich. „Was sie erleiden und anderen antun, zerstoert ihr eigenes Leben, selbst wenn sie bei Kampfhandlungen nicht getoetet werden.“

http://www.ekd.de/presse/397_pm141_2003_rv_kindersoldaten.html

 

3. Kritik an Menschenrechtssituation in Kuba
Bischof Koppe: Politische Gefangene freilassen!

Als inakzeptabel bezeichnete der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Rolf Koppe, die unveraenderte Situation der im Maerz zu hohen Haftstrafen verurteilten 75 kubanischen Intellektuellen. "Rechtsmittel, die gegen die zum Teil in offensichtlich unfairen Schnellverfahren unter Ausschluss der Oeffentlichkeit zustande gekommenen Urteile eingelegt worden sind, sind erfolglos geblieben und die Haftbedingungen nach wie vor besorgniserregend", so der Bischof.

Der am Mittwoch, 30. Juli, veroeffentlichte Bericht der Menschenrechtsorganisation "amnesty international" bestaetige die Vermutung, dass die Gefangenen allein wegen der Ausuebung ihres Rechtes auf freie Meinungsaeusserung verurteilt wurden. "Die EKD schliesst sich dem weltweiten Protest an", sagte der Auslandsbischof Rolf Koppe. "Die Verurteilten muessen unverzueglich freigelassen und die gegen sie ergangenen Urteile aufgehoben werden."

http://www.ekd.de/presse/397_pm144_2003_kuba.html

 

4. Multimedial: EKD im ARD-Videotext
Taegliche Meldung und Gedanken zum Tag

"Uns, die wir so leicht demuetigen, fehlt etwas: Demut, die nicht zu verwechseln ist mit Unterordnung, Gehorsam oder gar Unterwerfung."

Mit diesem Satz von Heinrich Boell begann am 1. August ein neuer Service der EKD-Pressestelle. Im Videotext der ARD koennen auf den Tafeln 595 und 596 taeglich aktualisierte Meldungen der EKD aufgerufen werden. In Kurzform koennen sich so Interessierte am Fernseher ueber die Neuigkeiten aus dem
Bereich der evangelischen Kirche informieren. Wer keine Videotext-Funktion am Fernseher hat, findet die Meldungen auch im Internet:

http://www.ekd.de/aktuell_presse/ard-videotext.html

 

5. Gemeindeaufbau unter Palmen
Ulrich Rosenhagen ist deutscher Pfarrer in Miami

"Das wurde aber auch Zeit, dass hier mal ein Pfarrer vorbeikommt." So wurde Ulrich Rosenhagen bei seinem Besuch des German-American Business Chambers in Miami begruesst. Der 36-jaehrige Pfarrer ist seit Anfang des Jahres bei der St. Mark's Lutheran Church in Miami/Florida taetig, wo er eine deutsche Gemeinde aufbauen will. "In Suedflorida leben rund 60.000 Menschen mit deutschem Pass", erzaehlt Rosenhagen. "Dazu kommen die Deutschstaemmigen aus Lateinamerika und die, die inzwischen US-Buerger geworden sind."

Wer den Kontakt zur Heimat nicht abreissen lassen, sich mal wieder auf Deutsch unterhalten oder das Vaterunser in der Muttersprache hoeren und sprechen will, ist herzlich zu den Gottesdiensten eingeladen, die Pfarrer Rosenhagen zweimal im Monat in der St. Mark's Lutheran Church in Coral Gables/Miami abhaelt.

http://www.ekd.de/ausland
http://www.ekd.de/presse/397_pm146_2003_Miami.html

 

6. Gedanken zum Tag

"Viele Heils- und Gluecksbringer verlangen auf dem Markt der
Weltanschauungen fuer ihre Angebote viel Geld oder gar die Seele der
Menschen.

Gott bietet sein Wort umsonst an."

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