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EKD-Newsletter Nr. 357, 25. Juni 2010

ISSN 1616-0304


Inhalt

Religion

Seelsorge

Kirchenpolitik

Sport

Ausland

Kultur

Medien

Worte zum Tag

Religion

Ratsvorsitzender disputiert mit Atheisten

Plakat zur Veranstaltung: Zwei Stühle mit Bildunterschrift - Braucht Bildung Glauben

 Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, hat am Donnerstagabend  in der Thomaskirche zu Leipzig mit dem Philosophen Eckardt Voland über die Frage „Braucht Bildung Glaube?“ diskutiert. Vor vielen hundert Zuhörerinnen und Zuhörern in der Thomaskirche machte Schneider deutlich, dass Bildung und Glaube untrennbar zusammengehören. Voland hingegen warnte vor Letztbegründungen und behauptete, dass Glaube der Bildung im Wege stehe. Demgegenüber verwies Schneider vehement darauf, dass gerade die jüdisch-christliche Tradition eine besonders enge Verbindung von Glauben und Bildung hervorgebracht habe, die der wunderbaren Komplexität des Menschen gerecht werde. Die Leipziger Disputation 2010 erinnert an die historische Leipziger Disputation zu Beginn der Reformation zwischen Martin Luther und Johannes Eck im Jahre 1519.

http://www.ekd.de/presse/pm131_2010_rv_atheisten.html

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Karl-Barth-Preis der UEK an George Hunsinger

George Hunsinger

 Die Union Evangelischer Kirche in der EKD (UEK) hat über die Vergabe des diesjährigen Karl-Barth-Preises entschieden. Er wird an den US-amerikanischen Theologen George Hunsinger, 65, verliehen. In der Begründung der Jury heißt es:  „Die UEK dankt und ehrt George Hunsinger für sein beispielhaftes theologisches Denken, sein politisches Zeugnis und sein kirchliches Lehren im Sinne einer wahrhaft ‚generous orthodoxy‘, einer weltzugewandten Auslegung und Praxis kirchlicher Dogmatik.“ Der Karl-Barth-Preis, den die UEK jährlich verleiht, erinnert an den berühmten Theologen Karl Barth (1886-1968), den protestantischen „Kirchenvater des 20. Jahrhunderts“.

http://www.ekd.de/presse/pm129_2010_karl_barth_preis.html
http://www.ekd.de/english/ekd_press_releases-pr_100623_award2010_karl_barth_prize.html

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Hanna-Jursch-Preis
EKD würdigt theologischen Wissenschaftspreis für Frauen

Regina Sommer, Helga Kuhlmann

  Anlässlich der akademischen Feier zur Vergabe des Hanna Jursch-Preises zog der amtierende EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider, eine positive Bilanz des Hanna-Jursch-Preises für herausragende wissenschaftlich-theologische Arbeiten aus der Perspektive von Frauen. In der Kommunikation religiöser Inhalte hätten Frauen "eine eigene und unverzichtbare Stimme", sagte Schneider am Dienstagabend bei der Feier an der Universität Marburg. Den seit zehn Jahren bestehenden Preis erhielt in diesem Jahr die Theologin Regina Sommer für ihre Arbeit „Von der Bereitung zum Leben – Impulse für eine Theologie und Praxis der Kindertaufe unter Einbeziehung der Elternperspektive“.

http://www.ekd.de/chancengerechtigkeit/hannajursch/index.html
http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2010_06_23_1_hanna_jursch_preis.html

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Seelsorge

EKD-Ratsvorsitzender Schneider trifft ehemalige Heimkinder
„Es tut mir unendlich leid“

Schattenprofil

 Mehr als zwei Stunden dauerte das Gespräch, das der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider, in dieser Woche mit drei ehemaligen Heimkindern geführt hat – am Ende reichte die Zeit dennoch nicht und eine Fortsetzung des Gesprächs wurde vereinbart. Die beiden Frauen und der Mann, die zu dem Treffen ins Kirchenamt der EKD nach Hannover gekommen waren, lebten in den 50er und 60er Jahren in verschiedenen Erziehungseinrichtungen der Diakonie. Sie berichteten in dem seelsorgerlichen Gespräch von ihren Erfahrungen in den Heimen und ihrem Bemühen um Verarbeitung. „Mir war diese persönliche Begegnung sehr wichtig“, sagte Schneider nach dem rund zweistündigen Gespräch. „Dass Kinder und Jugendliche auch in Einrichtungen der Diakonie Leid und Unrecht erlitten haben, tut mir unendlich leid. Wir müssen und – das ist mir wichtig – wir wollen uns der Aufarbeitung dieser Erfahrungen stellen.“ Schneider verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass in Diakonie und Landeskirchen bereits entsprechende Initiativen begonnen wurden, wie zum Beispiel die Einrichtung von Telefonberatungsstellen für Betroffene, Unterstützung beim Wunsch nach Akteneinsicht, die Benennung von Ombudsleuten oder die Vermittlung von Gesprächs- und Therapieangeboten.

http://www.ekd.de/presse/pm130_2010_rv_heimkinder.html
http://www.ekd.de/missbrauch/index.html

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Kirchenpolitik

Armut und soziale Ausgrenzung bekämpfen

Schriftzug: Mit neuem Mut. 2010, Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung

 „Wir brauchen dringend eine sachliche Diskussion über Ziele und Erfolge der Armutsbekämpfung in Deutschland. Es geht eben nicht nur um Hunger, es geht um gesellschaftliche Teilhabe“, betont der amtierende Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider. „Wir vernachlässigen Menschen in ihrer eigenen Entwicklung und wundern uns dann, dass sie immer weiter abrutschen und nicht mehr zu motivieren sind“, sagt Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD (SI). Seit gut zehn Jahren wächst die Armut in Deutschland: von 1999 bis 2008 um 37 Prozent. Was bei dem allem am schnellsten wächst und am skandalösesten ist, ist die Kinderarmut. Es gibt zu viele arme Kinder in Deutschland. Und sie werden täglich mehr. Am heutigen Freitag veranstaltet die EKD mit ihrem SI im Rahmen der Fokuswoche der Nationalen Armutskonferenz einen Aktionstag unter dem Motto „Einladen statt abhängen – kirchliches Netzwerk unterwegs gegen Armut und Ausgrenzung“.

http://www.ekd.de/aktuell/71028.html
http://www.ekd.de/presse/pm126_2010_si_armut.html
http://www.nationale-armutskonferenz.de
http://www.ekd.de/swi

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„Deutschland hat mir ein neues Leben geschenkt“
Irakische Flüchtlinge zwischen Dankbarkeit und Startschwierigkeiten

Muslima

 Die Europäische Union hatte 2008 beschlossen, bis zu 10.000 Flüchtlinge aus dem Irak aufzunehmen. Nesrin M. ist eine von ihnen: In Bagdad traute sie sich nicht mehr auf die Straße. Als Christin wollte sie kein Kopftuch tragen. Heute lebt die geschiedene Irakerin mit ihren beiden Töchtern in einer niedersächsischen Kleinstadt. Inzwischen hat sie sogar einige deutsche Frauen kennengelernt. Mit ihnen kann sie über die Startschwierigkeiten und ihre Dankbarkeit sprechen.

http://www.ekd.de/aktuell/71037.html
http://www.ekd.de/ausland_oekumene/pm86_2010_resettlementprogramm.html

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Sport

Nikolaus Schneider kommentierte WM-Spiel live im Internet

Nikolaus Schneider

 Die Spannung war groß: Würde die deutsche Fußball-Elf am Mittwochabend einen Sieg gegen Ghana schaffen und damit den Einzug in die nächste Runde sichern? Das Fußball-Fieber hatte auch den Ratsvorsitzenden der EKD gepackt: Präses Nikolaus Schneider hat das Spiel der Nationalmannschaft live im Internet kommentiert. Mit gutem Sachverstand, verfügt er doch über jahrelange Erfahrung als Torhüter seines Duisburger Heimatvereins VfL Hüttenheim. „Fußball begeistert“, sagt Schneider. „Diese Begeisterung verbindet Menschen weltweit. Sie überwindet nationale, kulturelle und religiöse Grenzen und bringt die Menschen ins Gespräch miteinander. Beim Fußball geht es um sehr menschliche Fragen wie Hoffnung, Erfolg und den Umgang mit Niederlagen. Und weil die Kirche am ganzen Menschen interessiert ist, sind wir auch bei der Fußballweltmeisterschaft mit im Spiel.“ Mehr als 2.300 Kirchengemeinden nutzen das durch die EKD ermöglichte „Public-Viewing“ und erleben gemeinsam die Spiele.

http://www.ekd.de/wm2010/schneider_deutschland_ghana.html
http://www.ekd.de/wm2010/index.php
http://www.ekd.de/aktuell/71060.html

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Ausland

Südafrikas Kirchen wollen ihre Rolle in der Gesellschaft neu bestimmen

Hütte mit der Aufschrift: African Gospel Church

 Die Fußball-Weltmeisterschaft hat die Debatte über soziale Gerechtigkeit in Südafrika neu entfacht. Eine Gelegenheit für die Kirchen, Position an der Seite der Schwächsten zu beziehen, sagt Phumzile Zondi-Mabizela. Die Geschäftsführerin des Christenrates von Kwazulu-Natal will Bischöfe, Pfarrer und Gemeinden im Kampf gegen die Armut ganz vorne sehen. 20 Jahre nach der Freilassung Nelson Mandelas ringen die traditionellen Kirchen um ihre Rolle in der Gesellschaft von heute. Der südafrikanische Kirchenrat ist derzeit dabei, die Richtung seiner Arbeit neu zu bestimmen. Ein Prozess, der Ende 2010 abgeschlossen sein soll. Auch das Verhältnis zur Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC) will immer wieder fein austariert sein. Zu Apartheid-Zeiten wurde der ANC als Befreiungsbewegung der Schwarzen verboten, er war ein Verbündeter der Kirchen.

http://www.ekd.de/aktuell/70877.html
http://www.aacc-ceta.org

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Erwachsenentaufe in der deutschsprachigen Gemeinde in Damaskus

Taufhandlung. Pfarrer Jonas Weiß-Lange tauft einen Mann

 Auch für die Gemeinde in Syrien war es etwas Besonderes: Ein junger Mann, der an der deutschen Botschaft Dienst tut, wurde von Pfarrer Jonas Weiß-Lange getauft. Dieser Erwachsenentaufe ist ein mehrmonatiger Taufunterricht vorausgegangen. Immer, wenn Pfarrer Weiß-Lange in Damaskus zu Gottesdienst und Konfirmandenunterricht war, bereiteten sich die beiden auf die Taufe vor. Seit September 2009 ist Jonas Weiß-Lange Pfarrer der Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde in Beirut und damit auch für Syrien zuständig.

http://www.ekd.de/aktuell/71050.html
http://www.evangelische-gemeinde-beirut.org
http://www.auslandsgemeinden.de

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Neue Länderinformationen für Mittel- und Osteuropa

Ausschnitt aus Landkarte Osteuropa

 Die Informations- und Kontaktstelle Osteuropa (IKOE) im Kirchenamt der EKD hat ihre Informationen zu kirchlichen und diakonischen Kontakten in die mittel- und osteuropäischen Länder aktualisiert. Neben den Kontakten der EKD werden Partnerschaftsbeziehungen der Landeskirchen und Diakonischen Werke sowie zentral und regional geförderte Projekte aufgeführt. Kurze Informationen klären über die allgemeine und die kirchliche Situation auf. In den Heften sind auch theologische Ausbildungsstätten aufgeführt. Die aktualisierten Informationen gibt es als PDF-Datei oder über die Informations- und Kontaktstelle Osteuropa (IKOE) im Kirchenamt der EKD, Fax: 05 11 / 27 96 - 725, E-Mail: ikoe@ekd.de.

http://www.ekd.de/europa/ekd_und_europa.html
http://www.ekd.de/europa/index.html

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Kultur

EKD-Ratsvorsitzender Schneider: Religion und Kultur gehören zusammen

Tänzerin vor einem Altar

 Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, sieht Kultur und Kirche untrennbar miteinander verbunden. Religion brauche Kultur und Kultur brauche Religion, sagte Schneider bei einem Vortrag in Essen, wobei das Verhältnis beider Größen keineswegs spannungsfrei sei. Es sei beeindruckend, dass die beiden großen Kirchen pro Jahr 4,4 Milliarden Euro ausgeben. Diese beeindruckende Zahl, so Schneider, sei selbst vielen in der Kirche nicht bewusst.

http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2010_06_17-3_rv_religion_kultur.html
http://www.ekd.de/kultur/kulturbuero/index.html

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Medien

Evangelische Journalistenschule: Bewerbungsfrist läuft Ende Juni ab

Logo: Evangelische Journalistenschule

 Noch bis Ende Juni läuft die Bewerbungsfrist für den 9. Jahrgang der Evangelischen Journalistenschule (EJS) in Berlin. Die 22-monatige Multimedia-Ausbildung umfasst die Bereiche Print, Hörfunk, Fernsehen und Online. Sie beginnt am 1. November 2010. Der Abschluss entspricht einem Volontariat. Die Bedingungen sind im Internet zu finden. Die EJS setzt noch stärker als bisher auf crossmediale Ausbildung. Der Unterricht findet in neuen Räumen und Studios mit Multimedia-Technik statt. Mehrmonatige Praktika in allen Mediensparten finden in Redaktionen in ganz Deutschland statt. Der 9. Jahrgang der EJS beginnt mit einer 14-wöchigen Einführung in die crossmedialen Grundlagen. Um weiterhin die Ausbildung in den Bereichen Print, Radio und TV auf höchstem Niveau zu gewährleisten, ist die Dauer von 18 auf 22 Monate verlängert worden. Der Abschluss entspricht einem Volontariat. Die EJS wird von der EKD getragen.

http://www.evangelische-journalistenschule.de

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Worte zum Tag

Worte zum Tag

 Der Welt Schlüssel heißt Demut. Ohne ihn ist alles klopfen, horchen und spähen umsonst.

Christian Morgenstern (1871 – 1914), deutscher Dichter

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