Weltweite Aktionswoche für Frieden in Palästina und Israel

29. Mai - 4. Juni 2010

Gemeinsames Engagement für einen gerechten Frieden. Einberufen vom Ökumenischen Rat der Kirchen

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Seit einigen Jahren initiiert der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) auf Bitten der Kirchen im Heiligen Land eine Aktionswoche unter dem Titel „Weltweite Aktionswoche für Frieden in Palästina und Israel“. Weltweit sind Kirchen, kirchliche Organisationen und Gruppen eingeladen, sich mit Lobbyaktionen, Informationsarbeit und Gottesdiensten und Gebeten an dieser Aktionswoche für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel zu beteiligen und zu einem gemeinsamen internationalen öffentlichen Zeugnis beitragen. Die tragischen Ereignisse in Israel und Palästina rufen alle Gläubigen und Menschen guten Willens auf, ihre Stimme zu erheben. Alle, die auf Gerechtigkeit hoffen, sind eingeladen, gemeinsam friedliche Aktionen zu unternehmen. In rund 40 Ländern auf fünf Kontinenten beteiligen sich Kirchen an der Aktionswoche.

Die Aktionswoche findet nicht zufällig in den Tagen vor dem 4.Juni statt. An diesem Tag brach 1967 der Sechstage-Krieg aus, der maßgeblich zur heutigen Situation im Heiligen Land geführt hat. Die Kirchen sehen im Ende der seitdem andauernden Besatzung sicher nicht den einzigen, aber einen entscheidenden Schritt zu einer friedlichen Konfliktlösung. Das Datum weist also auf einen Zustand hin, in dem es diese Besatzung nicht gab – auch wenn sicher niemand behauptet, dass damals alles in Ordnung und friedlich war.

Die Aktionswoche soll nicht einseitig Partei nehmen für Israel oder die Palästinenser – auch wenn das Motto „Es ist Zeit für Palästina“ darauf verweist, dass der Konflikt asymmetrisch ist und ein eigenständiger, vitaler palästinensischer Staat zwar nicht alle Konflikte lösen würde, aber ein wichtiger Schritt hin zu einem gerechten Frieden wäre. Die legitimen Rechte und eine lebenswerte Zukunft beider Völker, Israelis wie Palästinenser, muss sichergestellt sein. In der Aktionswoche soll Partei genommen werden für die Leidenden und die Friedenswilligen, für die Opfer von Gewalt und Unrecht und für „Brückenbauer“.

Die Ev. Mittelost-Kommission (EMOK) der EKD lädt dazu ein, sich an der Aktionswoche zu beteiligen: Durch

  • Gebete: Beten Sie mit den Kirchen, die unter der Besetzung leben. Wir stellen Ihnen einige Materialien zur Verfügung, die z.B. in Gebetswachen oder einem Gottesdienst verwendet werden können und damit weltweit Christinnen und Christen vernetzt.
  • Informationen: Informieren Sie über Maßnahmen und Initiativen, die den Frieden fördern, wie auch über Gegebenheiten vor Ort, die dem Frieden abträglich sind, insbesondere die Siedlungen in den besetzten Gebieten. Frieden im Heiligen Land bietet besondere Gesprächsmöglichkeiten für Christen mit Muslimen und Juden.
  • Aktionen: Werden Sie aktiv, indem Sie in kreativer und gewaltloser Weise auf Friedenschancen im Heiligen Land aufmerksam machen. Leisten Sie Fürsprachearbeit bei Menschen in Ihrem Umfeld, aber auch bei politischen Verantwortlichen und berufen Sie sich dabei auf ökumenische Grundsätze zur Förderung von Frieden mit Gerechtigkeit.

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