Stellungnahme des EKD-Ratsvorsitzenden zur

Verleihung des Friedensnobelpreises an die UN

12. Oktober 2001

Ich freue mich über die Entscheidung des norwegischen Nobel-Komitees, den Friedensnobelpreis an die Vereinten Nationen und ihren Generalsekretär Kofi Annan für ihre Verdienste um eine friedlichere und stabilere Welt zu vergeben.

Gerade die augenblickliche Weltlage macht deutlich, wie wichtig eine Organisation ist, die sich um das friedliche und solidarische Zusammenleben der Völker bemüht. Zur Zusammenarbeit der Völkergemeinschaft in der UNO bei der Lösung internationaler Probleme auf wirtschaftlichem, sozialem, kulturellem und humanitärem Gebiet gibt es keine Alternative. Grenzübergreifende Kooperation und eine Stärkung der UNO sind die Grundvoraussetzungen dafür, diese Herausforderungen zu bewältigen.

Die Evangelische Kirche in Deutschland begrüßt auch, dass mit dieser Auszeichnung zugleich die persönliche Leistung von Kofi Annan gewürdigt wird. Er hat in großem Maß dazu beigetragen, dass die Verantwortung der UNO für Frieden und Sicherheit von den meisten Staaten dieser Welt akzeptiert und unterstützt wird. Mit Kofi Annan wird auch sein Engagement für die weltweite Anerkennung der Menschenrechte und sein Einsatz im Kampf gegen HIV/Aids geehrt.

Mit unserem Dank und unserer Freude über die Verleihung des Friedensnobelpreises an die UNO und an Kofi Annan verbinden wir die Hoffnung, dass die Völker dieser Welt die UNO und ihre Organisationen in Zukunft noch mehr unterstützen.

Hannover, den 12. Oktober 2001
Pressestelle der EKD



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