Nikolaus Schneider zum Tod des Unternehmers Werner Otto

27. Dezember 2011

Logo der EKD Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, hat die sozialen Verdienste des kurz vor Weihnachten verstorbenen Unternehmers Werner Otto gewürdigt. Otto habe den Grundsatz „Eigentum verpflichtet“ in vorbildlicher Weise mit Leben gefüllt, so der Ratsvorsitzende. „Werner Otto hat die ihm von Gott geschenkten Gaben nicht nur für sich, sondern auch für seine Nächsten eingesetzt und so seinen Glauben ganz konkret gelebt. In der Bibel heißt es ‚Wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott‘ (Sprüche 14,31); diese besondere Art des Gottesdienstes war Werner Otto stets ein Anliegen.“ Dabei habe sein besonderes Augenmerk kranken Kindern gegolten. Bereits Ende der 60er Jahre hatte er die „Werner-Otto-Stiftung zur Förderung der medizinischen Forschung" ins Leben gerufen. Das bisher größte Projekt der Stiftung ist das Werner Otto Institut der Evangelischen Stiftung Alsterdorf zur Früherkennung und Frühbehandlung mehrfach behinderter Kinder. Aber auch die Pflege deutschen Kulturgutes im In- und Ausland sei dem Unternehmer stets ein Anliegen gewesen. In seinem Geburtsort Seelow finanzierte er den Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Turms und des Hauptschiffs der evangelischen Kirche. Seit 2009 war Werner Otto gemeinsam mit seiner Frau Maren Ehrenmitglied im Kuratorium der Stiftung Garnisonkirche/Potsdam.

Er hoffe, dass das Licht der Weihnacht den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen Trost spende, so der Ratsvorsitzende. „Denn in diesen Tagen haben wir uns neu vergewissert, dass Gott in die Welt gekommen ist und nun mit uns geht – über den Tod hinaus.“


Hannover, 27. Dezember 2011

Pressestelle der EKD
Silke Römhild