Tacheles: Wird Deutschland zum Anti-Atom-Staat?

Öffentliche Aufzeichnung der TV-Sendung am 12. Mai in der Marktkirche zu Hannover

10. Mai 2011

Logo der EKD Nie zuvor hat die Bundesregierung so rasch und so durchgreifend ihren Kurs gewechselt: von der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke hin zum schnellstmöglichen Ausstieg aus der Kernenergie. Regiert die Angst vor der Nuklearkatastrophe? Wie rational sind die Argumente für eine Energiewende? Worin liegen ihre Chancen – und wer zahlt ihren Preis?

Zwischen Angst und Verantwortung: Wird Deutschland zum Anti-Atom-Staat? Darüber diskutieren mit Fernsehpastor und Tacheles-Moderator Jan Dieckmann der evangelische Bischof Gerhard Ulrich (Nordelbien), Dieter Marx, Geschäftsführer des Deutschen Atomforums, die Atomkraftgegnerin Anna Gräfin von Bernstorff und der Spiegel-Autor Jan Fleischhauer.

Bischof Gerhard Ulrich betrachtet den Unglücksmeiler von Fukushima „als Symbol dafür, dass das so genannte Restrisiko Realität geworden ist“. Ein kompletter Atomausstieg sei die einzige Lösung. Der Spiegel-Autor Jan Fleischhauer dagegen hält die Anti-Atom-Debatte für hysterisch. „Dem deutschen Atom-Gegner reicht die Nachricht von einem brennenden Meiler, und er weiß, dass es Zeit für Mahnwachen ist.“ Anna Gräfin von Bernstorff engagiert sich seit mehr als 30 Jahren gegen die Nutzung der Atomkraft, auch im Kirchenvorstand: „Das Christentum bewährt sich mitten in der Gesellschaft, nicht nur sonntags.“ Dieter Marx ist Geschäftsführer des Deutschen Atomforums – und damit professioneller Befürworter der Atomenergie. Er hält deren Nutzung für weiter vertretbar, „denn die deutschen Kernkraftwerke erfüllen Spitzenstandards an Sicherheit“.

Die Diskussion findet am 12. Mai 2011 um 19 Uhr öffentlich in der Marktkirche Hannover statt. Der Eintritt ist frei, Einlass ist ab 18 Uhr. Phoenix strahlt Tacheles am kommenden Sonntag, dem 15. Mai um 13.00 Uhr und um 22.30 Uhr aus.

Hannover, 10. Mai 2011

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick

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