VELKD stellte Visitationsstudie vor

Leitender Bischof sieht neue Aufmerksamkeit für Qualitätssicherung in den Gemeinden

11. Januar 2010

Logo der EKD In Gemeinden, Werken und Einrichtungen ist nach den Worten des Leitenden Bischofs der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), eine „neue Aufmerksamkeit“ für die Visitation entstanden. Sie sei für die Weiterentwicklung kirchlicher Arbeit als „Instrument der Qualitätssicherung“ unverzichtbar, sagte Friedrich bei der Vorstellung der VELKD-Studie „Die Visitation“ am 11. Januar in München. Es werde seit Martin Luther praktiziert und habe sich „bis auf den heutigen Tag bewährt“. Mit ihrer 90-seitigen Studie wolle die VELKD einen Impuls geben, die Praxis der Visitation zu erneuern und dieses Instrument verstärkt einzusetzen. Die Bereitschaft, die gemeindliche Arbeit auf den Prüfstand zu stellen, sei groß, so der Leitende Bischof. Diese Form der Beratung könne einen „entscheidenden Beitrag zur Neuorientierung in der Gemeindeentwicklung leisten“.

Die vom Theologischen Ausschuss der VELKD im Auftrag der Bischofskonferenz erarbeitete Studie wurde im Rahmen eines Fachgesprächs mit theologischen Experten aus Forschung und Praxis vorgestellt. Es stand unter dem Thema „Die Visitation: zukunftstauglich oder verstaubt?“. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität statt. Im Lichte der Studie diskutierten der Leitende Bischof der VELKD, die Vorsitzende des Theologischen Ausschusses, Prof. Dr. Dorothea Wendebourg (Berlin), Landessuperintendent Dirk Sauermann (Parchim), Prof. Dr. Ulf Liedke (Dresden) und Pfarrerin Verena Übler (München) aktuelle Fragen der Visitationspraxis. Dabei wünschte Johannes Friedrich, dass die Studie in Gemeinden, Pfarrkonventen und Kirchenkreisen „nachhaltig auf Resonanz stößt und sich in den aktuellen Diskussionen um die Zukunft unserer Kirche als wegweisend und zielführend erweisen möge“.

Hinweis: Die Studie „Die Visitation“ ist unter der ISBN 978-3-9812446-2-5 im Buchhandel erhältlich bzw. kann direkt im Amt der VELKD (Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, E-Mail: versand@velkd.de) zum Preis von 4 Euro (zzgl. Versandkosten; Staffelpreise auf Anfrage) bestellt werden. Die Visitationsstudie zum kostenlosen Download.

Hannover, 11. Januar 2010

Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD