Preis der Stiftung KiBa 2011

Auszeichnungen für Kirchennutzung mit Vorbildcharakter

20. Mai 2011

Logo der EKD Zum zweiten Mal hat die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) innovative Modelle der Nutzungserweiterung von Kirchengebäuden ausgezeichnet. Den ersten Preis der Stiftung KiBa in der Kategorie „Gemeindepreis“ erhalten in diesem Jahr die Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde in Hamburg-Altona und das Architekturbüro Garbe aus Hamburg. Weitere Auszeichnungen gehen an Gemeinden in Rieben, Malchow (beide Brandenburg) und Waren (Mecklenburg-Vorpommern). Schirmherr des Preises ist in diesem Jahr Kulturstaatsminister Bernd Neumann.

In der Kirche der Hamburger Paul-Gerhardt-Gemeinde werden ein Kindergarten in freier Trägerschaft, eine Jugend-Lounge sowie eine Kletteroase im Kirchturm eingerichtet. Eine kreative Illumination akzentuiert das Kirchengebäude neu. Mit diesem „qualitätsvollen Vorhaben der Nutzungserweiterung mit Vorbildcharakter im großstädtischen Bereich“ sei es gelungen, das „Konzept einer offenen Kirche für den Stadtteil zu erarbeiten“, so die Begründung der Jury. Der Preis ist mit einer Förderung durch die Stiftung KiBa von bis zu 25.000 Euro dotiert.

Die Plätze zwei und drei des „Gemeindepreises“ gehen nach Brandenburg: Eine Förderung von bis zu 15.000 Euro erhalten mit dem zweiten Preis die Kirchengemeinde Rieben und das Ingenieurbüro Götz und Ilsemann in Beelitz für ihr Konzept, die Dorfkirche als kirchliches, kommunales und soziales Zentrum auszubauen. Mit dem dritten Preis werden die Kirchengemeinde Malchow in der Uckermark sowie das Planungsbüro ALV in Angermünde ausgezeichnet. Sie erhalten Fördermittel von bis zu 10.000 Euro für ihr Vorhaben, die Dorfkirche als „offene Kirche im Labyrinthpark“ in Malchow zu etablieren.

In der Kategorie „Ehrenpreis“, die nicht dotiert ist, setzte sich die Gemeinde St. Marien in Waren an der Müritz durch, die die Dorfkirche Federow gemeinsam mit dem Planungsbüro Atelier Jens Franke in Potsdam vor dem Verfall bewahrt und zu einer „Hörspielkirche“ umgebaut hat.

„Wir freuen uns, dass wir nach dem großen Erfolg im Jahr 2008 in diesem Jahr erneut den ‚Preis der Stiftung KiBa‘ vergeben können“, sagt Thomas Begrich, der Geschäftsführer der Stiftung. Die Unterstützung von Gemeinden, die ihre Kirchengebäude beispielhaft einer erweiterten Nutzung zuführten, ohne dabei die „Kernaufgabe Gottesdienst“ zu beeinträchtigen, sei eine sinn- und ehrenvolle Aufgabe. „Wir sind stolz, diese Unterstützung geben zu können.“

Um die Auszeichnung hatten sich mehr als 40 Gemeinden aus dem ganzen Bundesgebiet beworben. Die offizielle Verleihung der Preise findet am 23. Juni im Rahmen des 27. Evangelischen Kirchbautages in der Universitätskirche in Rostock statt. Der Jury gehörten an: Helge Adolphsen, Präsident des Evangelischen Kirchbautages (Hamburg), Eva-Maria Eilhardt-Braune, Landeskirchliche Baudirektorin (Hannover), Landesbischof Dr. Andreas von Maltzahn, (Schwerin), Dr. Dr. h.c. Eckhart von Vietinghoff, Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung KiBa, sowie Prof. Dr. Paul Zalewski, Professor für Denkmalkunde, Europa-Universität Viadrina (Frankfurt).

Hannover, 20. Mai 2011

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick