Tipps für sehbehinderten-freundliche Gemeinden

Neue Handreichung der evangelischen Blinden- und Sehbehindertenseelsorge

27. Mai 2011

Logo der EKD Eine neue Handreichung, die sich mit dem Thema sehbehinderte und blinde Menschen in den Kirchengemeinden befasst, hat der Dachverband der evangelischen Blinden- und Sehbehindertenseelsorge (DeBeSS) vorgelegt. Unter dem Titel „Ich sehe dich nicht – siehst du mich?“ bietet die Broschüre Informationen und Tipps im Umgang zwischen sehenden und sehbehinderten Menschen.

Laut Zahlen der Weltgesundheitsorganisation leben in Deutschland 1,2 Millionen blinde und sehbehinderte Menschen. Das bedeutet: In einer Kirchengemeinde mit 3000 Gemeindemitgliedern leben 45 Menschen, die blind oder sehbehindert sind. Die Broschüre des DeBeSS will dazu einladen, diesen Menschen die aktive Teilhabe am Gemeindeleben zu erleichtern. Schon durch kleine Veränderungen wird das Miteinander erleichtert, erklärt Barbara Brusius, Theologische Referentin des DeBeSS. „Wenn der Pfarrer oder die Pfarrerin im Gottesdienst sagt, wir erheben uns jetzt, statt nur eine Handbewegung zu machen, oder wenn ein Bild, das die Predigt illustrieren soll, beschrieben wird, dann fällt es sehbeeinträchtigen Menschen leichter mitzufeiern.“ Die Anschaffung von Sehbehindertengesangbüchern zum Beispiel helfe auch vielen älteren Menschen, die nicht mehr gut lesen können. „Ebenso einfach ist es, einen Gemeindebrief zu erstellen, den auch Sehbehinderte nutzen können – und dann ist Teilhabe nicht mehr nur eine leere Worthülse.“

Die Handreichung ist ab sofort bestellbar beim Dachverband der evangelischen Blinden- und Sehbehindertenseelsorge (DeBeSS) unter der Telefonnummer 0561 / 72 98 71 61 oder per Mail unter buero@debess.de. Im September wird die Handreichung dann EKD-weit in alle Kirchengemeinden verteilt.

Hannover, 27. Mai 2011

Pressestelle der EKD
Silke Römhild