EKD-Ratsvorsitzender disputiert mit Atheisten

Nikolaus Schneider und Eckart Voland streiten heute ab 20 Uhr in der Leipziger Thomaskirche über die Frage „Braucht Bildung Glauben?“

24. Juni 2010

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Die Leipziger Disputation im Jahre 1519

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Thesen: Braucht Bildung Glauben?

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Plakat: Leipziger Disputation 1519-2019

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Logo der EKD Der amtierende Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, wird am heutigen Donnerstag ab 20 Uhr in der Thomaskirche zu Leipzig mit dem Gießener Professor für Philosophie und Biowissenschaft Eckart Voland (Gießen) die diesjährige „Leipziger Disputation“ bestreiten. Beide Disputanten haben zehn Thesen verfasst, die Gegenstand der Disputation sein werden.

So sagt Schneider in seiner vierten These: „Der Akt des Glaubens an Gott ist ein Wagnis. Aber wer das Wagnis des Glaubens eingeht, gewinnt Gewissheiten, die das Leben zu tragen vermögen und dem Prozess der Bildung ein festes Fundament geben. Insofern gilt: Bildung braucht Glauben. Der Glaube tut der Bildung gut.“ Dagegen formuliert Eckardt Voland in seiner fünften These: „Eine glaubensabhängige Werte-Orientierung ist hochgradig ambivalent. Sie ist nicht selten Motor und Legitimation gerade auch unmoralischen Verhaltens.“ (Sämtliche Thesen beider Disputanten im Anhang).

Veranstalter der Leipziger Disputation sind die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens, die Stadt Leipzig, die Theologische Fakultät der Universität Leipzig und die Thomaskirche Leipzig. Die ca. 90-minütige Veranstaltung wird moderiert von der Journalistin Jacqueline Boysen (DeutschlandRadio).

Die Veranstaltung wurde konzipiert in Erinnerung an die Leipziger Disputation vom 24. Juni 1519. Damals disputierte Martin Luther mit Johannes Eck. Bis zum 500-jährigen Jubiläum dieses reformationsgeschichtlich bedeutsamen Ereignisses im Sommer 1519 soll jedes Jahr im Juni eine Disputation in Leipzig stattfinden.

Hannover, 24. Juni 2009

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick