Vertreter der Weltreligionen fordern mutige Entscheidungen für die Armutsbekämpfung, den Klimaschutz und die nukleare AbrüstungG-8/G-20-Gipfel in Winnipeg / Kanada

Gemeinsame Erklärung verabschiedet

25. Juni 2010

Logo der EKD In einer gemeinsamen Erklärung fordern über 70 Vertreter der Weltreligionen die Staats- und Regierungschefs der G-8- und G-20-Staaten auf, sich stärker für die Bekämpfung der weltweiten Armut, für den globalen Klimaschutz und die nukleare Abrüstung einzusetzen. Im Abschlussdokument des dreitägigen „World Religions Summit 2010“ in Winnipeg, Kanada, plädieren führende Persönlichkeiten der Religionsgemeinschaften aus allen Kontinenten für zukunftsorientierte politische Entscheidungen, die das globale Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellen. Wörtlich erklären sie: „Ausgehend von unseren gemeinsamen Wertvorstellungen fordern wir die Regierungschefs auf:

- die dringenden Bedürfnisse der Armen anzusprechen und strukturelle Veränderungen einzuleiten, damit die wachsende Lücke zwischen Reich und Arm geschlossen werden kann;

- die ökologische Nachhaltigkeit vorrangig zu behandeln, das bedrohliche Fortschreiten des Klimawandels zu stoppen, das durch uns verursacht ist, aber die stärksten Auswirkungen auf die Armen hat, und

- in den Frieden zu investieren und Faktoren zu beseitigen, die den Kreislauf von Gewaltkonflikten und einem kostspieligen Militarismus fördern.

Seitens der Deutschen Bischofskonferenz nahm an der Konferenz in Winnipeg Weihbischof Dr. Johannes Bündgens (Aachen) teil, seitens der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) OKR Dr. Martin Affolderbach (Hannover) und Pfarrer Jürgen Reichel (Bonn). Der „World Religions Summit“ fand in Winnipeg zum sechsten Mal im Vorfeld eines G-8-Gipfels statt. Zum Ende der Konferenz wurde eine Einladung für 2011 nach Frankreich ausgesprochen.

Hannover, 25. Juni 2010

Pressestelle der EKD
Silke Römhild

 



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