Eucharistie als Gastmahl

Ökumenischer Gottesdienst auf dem 33. Evangelischen Kirchentag

31. Mai 2011

Logo der EKD Am Donnerstag, 2. Juni 2011, 19.00 Uhr, findet im Rahmen des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dresden eine ökumenische Eucharistiefeier nach der Lima-Liturgie statt. Das Motto lautet: „Lasst euch versöhnen mit Gott“. Diesen Gottesdienst in der Diakonissenhaus-Kirche (Bautzner Str. 70) leitet der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), der Braunschweiger Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel). Mitliturgen sind der Bischof der Anglikanischen Diözese Southwark, Nicholas Baines, die Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Petra Bosse-Huber, und der „Canon for Reconciliation“ an der Kathedrale von Coventry, David W. Porter. Die Predigt hält der alt-katholische Bischof Dr. Matthias Ring.

Es ist schon eine gute Tradition, dass evangelische, anglikanische und alt-katholische Christinnen und Christen auf Kirchentagen gemeinsam Abendmahl feiern. Das Besondere ist dieses Mal der symbolische Brückenschlag zwischen den beiden im 2. Weltkrieg zerstörten Städten Dresden und Coventry durch die Mitwirkung von Canon Porter.

Für Bischof Ring ist dieser ökumenische Gottesdienst nicht nur Ausdruck der guten Beziehungen zwischen den beteiligten Kirchen, sondern auch ein sichtbares Zeichen der Versöhnung über die Grenzen von Kirchen und Ländern hinweg.

„Seit vielen Jahren feiere ich mit der Lima-Liturgie das Abendmahl bewusst ökumenisch“, meint Landesbischof Weber. Und weiter: „Ich bin dankbar, dass es sie gibt, weil mit ihr die richtigen Konsequenzen aus der erzielten Übereinstimmung im Tauf-, Eucharistie- und Amtsverständnis verschiedener Mitgliedskirchen des ökumenischen Rates gefeiert und realisiert werden.“

Die Alt-Katholische Kirche, die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands und die Evangelische Kirche in Deutschland feierten im letzten Jahr das 25-Jahr-Jubiläum der gegenseitigen Einladung zu Abendmahl und Eucharistie. In diesem Jahr begehen die alt-katholischen und die anglikanischen Kirchen 80 Jahre volle Kirchengemeinschaft.

„Ökumenische Gottesdienste wie diesen zu feiern“, bedeutet für Vizepräses Bosse-Huber, „dass wir die biblisch verheißene Einheit aller Christinnen und Christen beispielhaft erfahren können. Diese Einheit existiert, auch wenn wir sie in unserer Welt nur bruchstückhaft erleben. Gerade deswegen sind diese Gottesdienste so wichtig: Sie geben uns spürbar Anteil an Gottes Versprechen, dass wir alle eins sind und zu ihm gehören“. Hannover, 31. Mai 2011

Gundolf Holfert
stellv. Pressesprecher der VELKD