Christen müssen sich für Nahrungssicherheit weltweit einsetzen

DNK/LWB-Vorsitzender Landesbischof Friedrich erwartet von LWB-Vollversammlung, dass sie die „Stimmen der Schwachen“ verstärkt

28. Juni 2010

Logo der EKD Als „zentrale Aufgabe aller Christen“ hat der Vorsitzende des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), den Einsatz für Nahrungssicherheit bezeichnet. In einem vorab veröffentlichten Interview der „VELKD Informationen“ (Ausgabe vom 5. Juli 2010), wies er darauf hin, dass man sich nicht mit der Zustandsbeschreibung, dass viele Menschen nach wie vor hungerten, abfinden dürfe. In diesem Zusammenhang würdigte er die Arbeit des LWB, der über seinen Weltdienst und die Menschenrechtsarbeit sowohl an der konkreten Armutsbekämpfung als auch an der gesellschaftspolitischen Arbeit zur Bekämpfung von Armut beteiligt sei. Vom 20. bis 27. Juli findet in Stuttgart die Elfte Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes statt. Sie steht unter dem Thema „Unser tägliches Brot gib uns heute“.

Friedrich, der auch Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist, betonte zugleich die individuelle Verantwortung der Menschen: „Jede einzelne Spende wird ebenso dringend gebraucht wie die Überzeugungsarbeit, dass alle Kräfte gebündelt werden müssen, um den Skandal des Hungers und der Armut aus der Welt zu schaffen.“

Auf der Vollversammlung stehen auch Themen wie Klimawandel, illegitime Auslandsverschuldung sowie HIV und AIDS im Mittelpunkt. Hierzu sagte der DNK-Vorsitzende: „Wichtig scheint mir zu sein, dass wir im LWB und in seinen Mitgliedskirchen die Themen gründlich beraten, um uns als Kirchen in die jeweiligen Entscheidungsprozesse einzubringen. Dabei ist es unsere erste Aufgabe, die ,Stimmen der Schwachen‘ zu verstärken.“

Hannover, 28. Juni 2010

Udo Hahn
Pressesprecher des DNK/LWB