EKD setzt auf rasche Hilfen für ehemalige Heimkinder

Kirchenamtspräsident Hans Ulrich Anke anlässlich der Übergabe des Abschlussberichtes des Runden Tisches Heimerziehung

19. Januar 2011

Logo der EKD Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) setzt sich dafür ein, dass die Empfehlungen des Runden Tisches Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren rasch umgesetzt werden.

Anlässlich der heutigen Übergabe des Abschlussberichtes des Runden Tisches im Deutschen Bundestag äußerte der Präsident des Kirchenamtes der EKD, Hans Ulrich Anke, die Erwartung, dass Hilfen für ehemalige Heimkinder rasch realisiert werden. „Die evangelische Kirche und ihre Diakonie hoffen, dass der Deutsche Bundestag sich die Ergebnisse des Runden Tisches zu eigen macht und dass die im Abschlussbericht enthaltenen Empfehlungen zügig und ohne bürokratische Hürden umgesetzt werden“, sagte Anke am Rande der Berichtsübergabe an Bundestagspräsident Norbert Lammert am heutigen Mittwoch in Berlin.

Anke betonte, dass die evangelische Kirche und ihre Diakonie bereit seien, Verantwortung zu übernehmen. Er hoffe sehr, dass auch die anderen Partner in der Verantwortungsgemeinschaft zu dieser Lösung und den sich daraus ergebenden Konsequenzen stehen. „Die evangelische Kirche und ihre Diakonie werden sich jeder Verzögerung bei der Realisierung des vom Runden Tisch vorgeschlagenen Fonds für ehemalige Heimkinder energisch entgegenstellen“, so der Präsident weiter.

Der Runde Tisch Heimerziehung hatte in seinem Abschlussbericht am 13. Dezember 2010 unter anderem die Errichtung eines Fonds für Folgeschäden und Rentenersatzleistungen in Höhe von insgesamt 120 Millionen Euro vorgeschlagen, aus dem Opfer der Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den 50er und 60er Jahren schnell und unbürokratisch geholfen werden soll.

Hannover, 19. Januar 2011

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick