Katrin Göring-Eckardt legt EKD-Leitungsamt nieder

Nikolaus Schneider: „Große Verdienste für unsere Kirche“

26. September 2013

Katrin Göring-Eckardt hat am heutigen Donnerstag ihr Amt als Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) niedergelegt.

Dazu sagte die Politikerin von Bündnis 90 / Die Grünen heute in Berlin:
„Ich habe das Präsesamt 2009 mit Freude und Dankbarkeit dafür übernommen, an dieser Stelle meine Kirche mit gestalten zu können. Ich bin dankbar für das engagierte Zusammenwirken von Synode, Kirchenkonferenz und Rat. Gemeinsam konnten wir viel bewirken. Es gehört zu meinem Selbstverständnis, dass ich mir anvertraute Ämter und Aufgaben mit ganzer Kraft ausfülle. Ich sehe nun für mich die Aufgabe, mit ganzer Kraft an der künftigen Entwicklung meiner Partei Bündnis90/Die Grünen mitzuwirken. Daher lege ich mein Amt als Präses der Synode mit sofortiger Wirkung nieder. Ich danke für Unterstützung und den gemeinsamen Mut Neues zu wagen, ich danke für gemeinsames Ringen um Entscheidungen und für offene Worte. Und ich freue mich darauf, auch weiterhin als Mitglied der Synode an der Zukunft der evangelischen Kirche in Deutschland mitzuwirken.“

Der Vorsitzende des Rates der EKD, Nikolaus Schneider, dankte Katrin Göring-Eckardt für ihre Jahre an der Spitze der EKD-Synode: „Katrin Göring-Eckardt hat sich in hervorragender Weise um unsere Kirche verdient gemacht. Als ,geborenes Mitglied‘ des Rates hat sie eine wichtige Scharnierfunktion zwischen dem Rat und der Synode wahrgenommen. Besonders lag ihr der Reformprozess der EKD am Herzen, den sie als Vorsitzende der EKD-Steuerungsgruppe für den Reformprozess ,Kirche im Aufbruch‘ vorangebracht hat. Ich habe großes Verständnis dafür, dass ihre künftigen Aufgaben nicht mehr mit diesem hohen kirchlichen Leitungsamt zu vereinbaren sind“, sagte Schneider heute in Hannover.

Im Namen des Präsidiums der EKD-Synode erklärten die beiden Vizepräsides Dr. Günter Beckstein und Klaus Eberl heute gemeinsam in Hannover: „Wir danken Katrin Göring-Eckardt für dreieinhalb Jahre engagierte und ihrer Kirche und Synode herzlich verbundene Amtsführung als Präses. Ihre kreativen Impulse haben uns als Präsidium und Synode außerordentlich gut getan. Zudem hat Katrin Göring-Eckardt die Synode der EKD in hervorragender Form in der Öffentlichkeit präsentiert, zum Beispiel durch ihre vielbeachtete
Rede bei der Begegnung mit Papst Benedikt im September 2011 im Augustinerkloster Erfurt. Wir freuen uns sehr, dass Katrin Göring-Eckardt ihre Kompetenzen weiterhin in die Synode einbringen wird.“

Die beiden Vizepräsides gaben bekannt, dass aufgrund des Amtsverzichts von Katrin Göring-Eckardt auf der 6. Tagung der 11. Synode der EKD vom 10. - 13. November 2013 in Düsseldorf die Wahl eines oder einer neuen Präses der Synode stattfinden werde. Bis zu dieser Neuwahl werden die beiden Vizepräsides Dr. Günther Beckstein und Klaus Eberl weiter die Aufgaben des Präses-Amtes der EKD-Synode wahrnehmen.

Katrin Göring-Eckardt gehört seit 2003 der EKD-Synode an. Im Mai 2009 wurde sie zur Präses gewählt. Nach Übernahme ihrer Spitzenkandidatur für Bündnis 90/Die Grünen für die Bundestagswahl 2013 ließ sie ihr Amt seit dem 10. November 2012 ruhen.

Hannover, 26. September 2013

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick