Wolfgang Huber gratuliert Hartmut von Hentig

Respekt vor dem Lebenswerk

21. September 2005

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, gratuliert dem Reformpädagogen Hartmut von Hentig zum 80. Geburtstag am Samstag, 23. September. Persönlich und stellvertretend für die EKD „schaue er mit großem Respekt auf dessen Lebenswerk“, dem die evangelische Kirche viel verdanke. Hartmut von Hentig habe sich immer wieder voller Engagement in den Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) und viele andere Bereiche der evangelischen Kirche eingebracht. Als Beispiel erinnert der Ratsvorsitzende an den Bildungskongress der EKD im vergangenen Jahr. In Fragen der Bildung habe seine Kreativität und Schaffenskraft stets aufs Neue bedeutsame Impulse gegeben.

"Das schwierigste Pensum unseres heutigen Lebens ist: mit Unterschieden, mit dem Pluralismus, mit dem raschen Wandel der Dinge zu leben. Die Schule muss ein Ort sein, an dem man lernen kann, Unterschiede und Wandel wahrzunehmen, zu bejahen, zu bewältigen: in ihnen seinen Stand zu fassen." Wolfgang Huber weist darauf hin, dass die EKD-Denkschrift zum Religionsunterricht „Identität und Verständigung“ von 1994 diesen Satz von Hartmut von Hentig zitiert. Der Pädagoge und Publizist sei auf den von ihm beschriebenen Wandel immer wieder beweglich und neugierig, kritisch und nachdenklich eingegangen, schreibt Huber in seiner Gratulation.

Der 1925 in Posen Geborene, habe jedoch in allen Veränderungen wichtige Konstanten beibehalten, die dem evangelischen Verständnis von Bildung und der Motivation für den Betrieb evangelischer Bildungseinrichtungen sehr nahe seien. Sein pädagogischer Einsatz gelte dem Wohl des einzelnen Kindes, der andauernden Reform des pädagogischen Bemühens um jedes Kind und jeden Jugendlichen und dem friedlichen Zusammenleben der Menschen. Huber betont, dass Hartmut von Hentig in diesen Prozessen Religion als von prägender Bedeutung für die Gestaltung der Gemeinschaft verstanden habe.

Hannover, 21. September 2005

Pressestelle der EKD
Christof Vetter



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