EKD-Ratsvorsitzender: Trauer und Bestürzung angesichts der Anschläge in Norwegen

23. Juli 2011

Logo der EKD Mit Trauer und Bestürzung hat der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, auf die Nachrichten von dem Doppelanschlag in Norwegen am gestrigen Freitag reagiert:

„Ich bin tief erschüttert von den brutalen Gewalttaten, die sich gestern in Norwegen ereignet haben und die so viele unschuldige Menschen in den Tod gerissen haben. Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Familien und Freunden der Getöteten und bei allen Menschen, die fassungslos sind angesichts dieser Gewalt. Wir trauern um die vielen Jugendlichen, die auf der Insel Utoya ihr Leben lassen mussten. Und wir beklagen die Opfer der Bombardierung der Regierungsgebäude in Oslo.

Nichts und niemand kann solche feigen Anschläge rechtfertigen, keine politische oder religiöse Lehre können Begründung sein für diesen Akt des kaltblütigen Mordens.

Am morgigen Sonntag werden Christinnen und Christen in den Gottesdiensten in Deutschland die Betroffenen und das norwegischen Volk in ihre Gebete einschließen. Wir bringen unsere Trauer und unsere Fassungslosigkeit vor Gott. Wir vertrauen darauf, dass Gott die Verstorbenen beim Namen ruft, er ruft aus der Finsternis ins Licht. Und wir vertrauen darauf, dass Gott einst den Schmerz überwindet, wie es uns in der Offenbarung des Johannes gesagt wird: „Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein.“

Der Bevollmächtigte des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Prälat Dr. Bernhard Felmberg, kondolierte in einem Beileidsschreiben dem Botschafter Norwegens in Deutschland.

Hannover, 23. Juli 2011

Pressestelle der EKD
Silke Römhild