Trauer um Karl-Heinrich Bieritz

VELKD würdigt die prägende liturgische Arbeit des Rostocker Theologen

16. August 2011

Logo der EKD  Mit tiefer Trauer hat die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) Abschied von Professor Dr. Karl-Heinrich Bieritz genommen. Der Hochschullehrer für Praktische Theologie war am 5. August nach langer Krankheit im Alter von 74 Jahren verstorben und gestern beigesetzt worden. „Er hat die liturgische Arbeit, die der VELKD in besonderer Weise am Herzen liegt, stets ideenreich und umsichtig begleitet und gefördert“, würdigte der Leiter des Amtes der VELKD, Dr. Friedrich Hauschildt, das Wirken des renommierten Theologen. So sei Bieritz Fachberater des Liturgischen Ausschusses der VELKD hochgeschätzt gewesen und habe auch die großen Reformvorhaben „Evangelisches Gottesdienstbuch“ und „Perikopenrevision“ prägend mit begleitet. Der Liturgische Ausschuss und das Liturgiewissenschaftliche Institut der VELKD hätten in ihm einen höchst kenntnisreichen Berater gehabt, der sich mit seinen inspirierenden Beiträgen großen Respekt erworben habe. Viele seiner Texte zeugten von einer ungewöhnlichen und eindrucksvollen Sprachkraft, die von der wissenschaftlichen Rede bis zum poetischen Sprechen reiche, charakterisierte der Leiter des Amtes der VELKD den Verstorbenen. „Unsere Kirche verliert mit ihm einen Bruder, dem wir viel verdanken“, so Hauschildt abschließend.

Der 1936 geborene Bieritz war von 1972 bis 1986 Dozent für praktische Theologie in Leipzig, danach Dozent für Religionspädagogik und Praktische Theologie an der Humboldt-Universität in Berlin und von 1992 bis zu seinem Ruhestand 2002 Professor für Praktische Theologie in Rostock.

Hannover, 16. August 2011
Gundolf Holfert
Stellv. Pressesprecher der VELKD