Praxis-Plattform „geistreich“ knackt die 1000er-Marke

EKD-Ratsvorsitzender gratuliert zum gelungenen Start

01. September 2010

Logo der EKD Drei Monate, nachdem die neue Praxis-Plattform der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter www.geistreich.de gestartet ist, hat sich am 31. August die 1000. Teilnehmerin angemeldet. „Wir freuen uns sehr, dass ‚geistreich‘ bei den Nutzern so gut ankommt“, sagte Projektleiter Christoph Römhild. „Es spricht sich herum, dass man hier nicht nur lesen und lernen, sondern auch mitdiskutieren und eigene Ideen einbringen kann.“

Der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider, gratulierte „geistreich“ zum 1000. Teilnehmer: „Mit der Praxis-Plattform ‚geistreich‘ hat die evangelische Kirche erstmalig die Möglichkeit, bundesweit Projekte zu präsentieren, zu diskutieren und gemeinsam weiter zu entwickeln. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Kirche hin zu einer lernenden Organisation. So wird ‚geistreich‘ dem Reformprozess eine größere Breite auf gemeindlicher Ebene geben.“

Die 1000. Teilnehmerin ist Pfarrerin Kerstin Krause (48) aus der Evangelischen Kirchengemeinde in Lorsbach. „Als Pfarrerin auf einer Einzelpfarrstelle ist man manchmal Einzelkämpferin“, sagt sie. „Dagegen ist ‚geistreich‘ ein gutes Mittel. Wenn ich Ideen zu Taufe oder einem besonderen Gottesdienst suche, schaue ich dort nach. So muss ich nicht im eigene Saft schmoren.“

Das Webangebot wird inzwischen auch von den Gliedkirchen der EKD genutzt, berichtet Römhild. „Eine stetig wachsende Zahl landeskirchlicher Webseiten nutzt die in ‚geistreich‘ veröffentlichten Projekte aus ihrer Landeskirche als integralen Bestandteil ihres Internetauftrittes.“

Auf der Praxis-Plattform „geistreich“ können sich Nutzerinnen und Nutzer von Beiträgen inspirieren lassen, auch wenn sie sich nicht angemeldet haben. Um selbst Projekte vorstellen und mitdiskutieren zu können, muss man sich jedoch registrieren.

Hier zeige „geistreich“ sein besonderes Potenzial, so Römhild: „Jede und jeder kann mitdiskutieren, bestehende Artikel komfortabel kommentieren und eigene Artikel anlegen. Dadurch muss das Rad nicht neu erfunden werden, sondern gelungene Ideen und Projekte können von Anderen übernommen und auf die eigene Situation hin angepasst werden.“

Neben der Möglichkeit eine Profilseite anzulegen, bietet die Plattform drei Bereiche:

-  ideenreich – Forum für Fragen und Ideen. Hier werden gemeinsam Ideen entwickelt, Tipps gegeben, Fragen gestellt.

- erfahrungsreich – Sammlung von Beispielen guter Praxis. Hier finden sich Erfahrungsberichte von gelungenen kirchlichen Projekten. Nutzer können selbst solche einstellen.

- wissensreich – Lexikon kirchlichen Erfahrungswissens. Dies ist das Herzstück der Plattform, eine Art Wikipedia kirchlicher Innovation. Gemeinsam mit anderen können die Nutzer das Erfahrungswissen aus den Gemeinden sammeln, reflektieren und weiterentwickeln.

„geistreich“ ist ein Drittmittelprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfond gefördert wird. Das Forschungskonsortium, das geistreich entwickelt, besteht aus der Evangelischen Kirche in Deutschland, der FernUniversität in Hagen und dem Institut für Wissensmedien in Tübingen. Konsortialführer ist Till Schümmer von der FernUniversität in Hagen.

Hannover, 01. September 2010
   
Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick