Neue kirchliche Filmjury in Venedig

Erstmals Preis zur Förderung des interreligiösen Dialogs

19. August 2011

Logo der EKD Beim 68. Filmfestival Venedig vom 31.8.-10.9.2011, der Mostra internazionale d’arte cinematografica, wird eine Jury der Internationalen Kirchlichen Filmorganisation INTERFILM erstmals einen Preis zur Förderung des interreligiösen Dialogs verleihen. Der Preis soll Filme unterstützen, die Verständigung, Respekt, Sympathie und Frieden zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Geschichte und Glaubens stärken. „Angesichts wachsender Spannungen und tief verwurzelter Vorurteile zwischen religiösen Gruppierungen in unterschiedlichen Regionen unserer Welt will INTERFILM mit dem Preis ein positives Zeichen setzen: für unsere gemeinsam geteilten Hoffnungen und Ängste, für die Anerkennung des Anderen als unseren Nachbarn und für das Vertrauen auf die Kraft der künstlerischen Phantasie, Misstrauen und Feindschaft zu überwinden“, heißt es in der Präambel der Preisstatuten. Mit der neuen INTERFILM-Jury folgt die kirchliche Filmorganisation ihrer Zielsetzung, Kino und Kirche, Kulturen und Religionen zu vernetzen.

In den vergangenen Jahren hat INTERFILM beim Filmfestival in Venedig eine Reihe von Diskussionsforen veranstaltet, die sich mit dem Filmschaffen Chinas, des Iran und Russlands beschäftigten. In diesem Jahr ist eine Veranstaltung zum aktuellen arabischen Kino geplant.

Die Internationale Kirchliche Filmorganisation INTERFILM wurde 1955 von Vertretern der Filmarbeit der protestantischen Kirchen in Europa gegründet und umfasst heute neben protestantischen auch orthodoxe, anglikanische und jüdische Mitglieder. Sie wird unter anderem von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und von den Reformierten Kirchen der Schweiz unterstützt. Gemeinsam mit der katholischen Partnerorganisation SIGNIS ist INTERFILM Träger der Ökumenischen Jurys an zahlreichen internationalen Filmfestivals.


Hannover, 19. August 2011
Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick