Auslandsbischof verurteilt angedrohte Koran-Verbrennung

Martin Schindehütte: „Mit christlichem Zeugnis unvereinbar“

08. September 2010

Logo der EKD Der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Martin Schindehütte, hat die Ankündigung einer Gruppe von Christen in den USA, am 11. September dieses Jahres den Koran zu verbrennen, scharf kritisiert. Die Ankündigung sei eine „unerträgliche Provokation“, sagte Schindehütte heute in Hannover. Bei der Gruppe handelt sich um Aktivisten des Dove World Outreach Centers in Gainesville/Florida.

Die EKD, so Schindehütte weiter, distanziere sich entschieden von solch provozierenden Handlungen, die mit dem christlichen Zeugnis nicht vereinbar sind und in keiner Weise dazu beitragen, Probleme zu lösen und Vertrauen zu schaffen. Gerade zum Ende des Fastenmonats Ramadan, den Muslime in aller Welt in diesen Tagen begehen, diene eine solche Handlung nicht der Verständigung, sondern gebe radikalen Positionen und Reaktionen neuen Nährboden. Christen seien verpflichtet unter klarem Bezug auf ihr eigenes Zeugnis mit Muslimen in guter Nachbarschaft zu leben und zum Frieden beizutragen.

In einem Land wie den USA, das von seiner Geschichte her der Freiheit der religiösen Überzeugung einen sehr hohen Wert beimisst, sollte mit Respekt mit den grundlegenden Schriften anderer Religionen umgegangen werden, so Schindehütte.

Hannover, 08. September 2010

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick