Bundesweite Interkulturelle Woche

Rund 3.500 Veranstaltungen in mehr als 300 Städten und Gemeinden erwartet

13. September 2010

Logo der EKD Am Freitag, den 24. September, wird in Essen die bundesweite Interkulturelle Woche eröffnet, an der in ganz Deutschland Veranstaltungen in mehr als 300 Kommunen und Gemeinden stattfinden. Um 17 Uhr wird ein ökumenischer Gottesdienst in der Erlöserkirche in Essen unter der Mitwirkung von Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und amtierender Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Dr. Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen und Metropolit Augoustinos, Griechisch-Orthodoxer Metropolit gefeiert.

Von der bevorstehenden bundesweiten Interkulturellen Woche erwartet die Vorsitzende des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses, Gabriele Erpenbeck, ein weithin öffentlich sichtbares Signal der Zivilgesellschaft gegen Ausgrenzung und Rassismus. Die Interkulturelle Woche zeige "die angemessenen konstruktiven Antworten der Zivilgesellschaft auf rassistische Äußerungen und eine aufgeregte Diskussion darüber“, sagte Erpenbeck. Die selbstbewusste Reaktion von Initiativen und Verbänden, die sich längst nicht mehr in die Schemata von Migranten und Mehrheitsgesellschaft einpassen lassen, zeigten, dass die Gesellschaft in Deutschland der öffentlichen Debatte längst um mehr als einen Schritt voraus sei. "Die Experten zum Abbau von Integrationsdefiziten sind die vielen haupt- und ehrenamtlich Tätigen vor Ort, in den Stadtteilen und Wohnquartieren. Die Interkulturelle Woche gibt die Möglichkeit, die guten Beispiele zu präsentieren, Lösungen für Defizite zu diskutieren und neue Mitstreiter in der gemeinsamen Arbeit für eine gemeinsame Zukunft zu motivieren."

Die Interkulturelle Woche steht in diesem Jahr unter dem Motto „Zusammenhalten – Zukunft gewinnen“. Sie ist eine Initiative, zu der die Kirchen bundesweit aufrufen. In ihrem Gemeinsamen Wort haben die Vorsitzenden der Kirchen aktuelle Handlungsfelder benannt: So stießen etwa Migrantinnen und Migranten innerhalb der deutschen Gesellschaft auf Ausgrenzung, Diskriminierung und Abwehr. Der Zugang zum Arbeitsmarkt, gleiche Bildungschancen oder umfassende gesellschaftliche Partizipationsmöglichkeiten dürften nicht nur mit Worten gefordert werden. Die Anstrengungen müssten verstärkt werden, damit diese Ziele für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, erreicht werden können.

Die Interkulturelle Woche wird in ganz Deutschland von einem breiten Bündnis von Kommunen, Kirchen, Verbänden und Organisationen in über 300 Städten und Gemeinden mit rund 3.500 Veranstaltungen begangen.

Hannover / Frankfurt, den 13. September 2010

Pressestelle der EKD
Silke Römhild

Hinweis: Wenn Sie an der Eröffnungsveranstaltung teilnehmen wollen, sind wir für eine kurze Rückmeldung an info@interkulturellewoche.de oder info@essen.de dankbar.