Der Rundfunkbeauftragte der EKD zum Tod von Michael Kluck

Ungewöhnlichen und sehr menschlichen Kollegen verloren

31. Oktober 2005

Bernd Merz, der Rundfunkbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), erklärt anlässlich des Todes des früheren Beauftragten der rheinischen und der pfälzischen Kirche beim Saarländischen Rundfunk:

„Am 26. Oktober ist Michael Kluck im Alter von 50 Jahren gestorben. Für uns alle, seine langjährigen Kolleginnen und Kollegen in der evangelischen Rundfunkarbeit, ist sein Tod ein schwerer Verlust. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau und seinen Kindern, denen wir in dieser Zeit der Trauer und des Abschiednehmens Gottes Beistand wünschen.

Als Beauftragter der rheinischen und der pfälzischen Kirche beim Saarländischen Rundfunk in Saarbrücken hat Michael Kluck den Auftrag der Kirche in den Medien im Sinne der klassischen Formulierung von Robert Geisendörfer erfüllt: „Fürsprache üben, Barmherzigkeit vermitteln und Stimme leihen für die Spachlosen.“ Michael Kluck hat immer von einem deutlich theologisch geprägten Standpunkt Position bezogen und ist keinem Streit aus dem Weg gegangen. Gleichzeitig hat er aber auch das Leben genossen. Man konnte wunderbar mit ihm und ein paar Gläsern Wein zusammensitzen. Diese Mischung aus Streit- und Lebenslust machte Michael Kluck zu einem ungewöhnlichen und sehr menschlichen Kollegen. Wir vertraten sehr oft unterschiedliche Meinungen, wenn es um die Wege zum Erfolg und die Zukunft evangelischer Medienarbeit ging. Dabei ist aber die freundschaftliche Zuneigung zwischen uns nie beschädigt oder belastet worden.

Nach dem Ende seiner Beauftragung sollte Michael Kluck wieder eine Pfarrstelle antreten, und er freute sich sehr auf die neue Aufgabe. Aber Anfang des Jahres wurde bei ihm ein Krebsleiden festgestellt, dem er jetzt erlegen ist. Die Kirche – und ganz besonders die evangelische Rundfunkarbeit – hat mit ihm eine kritische, fröhliche und menschliche Stimme verloren, die uns fehlen wird.“

Für die Richtigkeit:

Hannover, 31. Oktober 2005

Pressestelle der EKD
Christof Vetter



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