Toleranz in der Praxis

Gesprächsrunde diskutiert über den Pluralismus im Alltag

07. November 2005

Es wird diskutiert, gestritten und auch getalkt – die 120 Teilnehmenden der 4. Tagung der 10. Synode nähern sich dem diesjährigen Schwerpunktthema „Tolerant aus Glauben“ von allen Seiten. Am heutigen Montag, 7. November, findet um 15 Uhr eine Gesprächsrunde zum Thema statt. An der von Rundfunkredakteur Andreas Malessa moderierten Runde nehmen Emine Demirbürken-Wegner, Mitglied im CDU-Bundesvorstand, Hans-Jürgen van Schewick, Richter am Bundesverwaltungsgericht, sowie der Berliner Generalsuperintendent Martin-Michael Passauer teil. Musikalisch umrahmt wird das Gespräch von Beiträgen der Soulsängerin Jocelyn B. Smith.

Nachdem die Mitglieder der Synode am Vormittag mit einem Vortrag der Literaturwissenschaftlerin Elisabeth von Thadden in das Thema eingeführt wurden, und sich mit dem Entwurf der Kundgebung des Vorbereitungsausschusses auseinander gesetzt haben, wird am Nachmittag ein moderiertes Gespräch auf dem Podium stattfinden. Die Zusammensetzung der Teilnehmenden aus Politik, Recht und Kirche verspreche abwechslungsreiche Anregungen und Aspekte rund um das schwierige Thema, ist Präses Barbara Rinke sich sicher. Von ihren ganz persönlichen Erfahrungen im Umgang mit religiös, kulturell oder weltanschaulich anders Denkenden werden berichten:

- Hans-Jürgen van Schewick, geboren 1943, Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig und Vorsitzender des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Berlin.

- Emine Demirbüken-Wegner, geboren 1961, Mitglied des Bundesvorstandes der CDU und seit 1988 Ausländerbeauftragte in Berlin-Schöneberg und bis 1999 Sprecherin des Türkischen Bundes in Berlin-Brandenburg e.V.

- Martin-Michael Passauer, geboren 1943, Berliner Generalsuperintendent und Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland“.

Das Nachmittagsprogramm wird moderiert von dem Theologen, Songtexter, Journalisten und Buchautor Andreas Malessa.

Die musikalische Darbietung der bekannten Jazz- und Soulsängerin Jocelyn B. Smith wird für kurze Denkpausen sorgen. Die Wahl-Berlinerin ist seit ihrem Beitrag zu den Berliner Trauerveranstaltungen für den 11. September 2001, als sie vor über 200.000 Menschen die Hymne „Amazing Grace“ sang, weltweit bekannt.

Berlin, 07. November 2005

Pressestelle der EKD
Karoline Lehmann

Informationen und Materialien zur 4. Tagung der 10. Synode der EKD



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