Sehnsucht nach Sinn: Wie viel Kirche braucht das Land?

Fernseh-Talkshow Tacheles mit Landesbischof Ralf Meister

11. Oktober 2011

Logo der EKD Den christlichen Kirchen schlägt vielfach eine geradezu aggressive Kritik entgegen, Religionsgegner plakatierten Slogans wie „gottlos glücklich“. Zugleich registrieren die Kirchen ein wachsendes Interesse junger Leute an Glaubensfragen. Und in der Politik gibt es Anzeichen für eine neue Rückbesinnung auf Werte. Sehnsucht nach Sinn: Wie viel Kirche braucht das Land? Darüber diskutieren am 12. Oktober um 19 Uhr in der hannoverschen Marktkirche mit Fernsehpastor und Tacheles-Moderator Jan Dieckmann: Der evangelische Landesbischof Ralf Meister, der Sprecher der religionskritischen Giordano Bruno-Stiftung Philipp Möller, der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele und Dr. Hermann Kues (CDU), Staatssekretär im Bundesfamilienministerium und Vorsitzender des Kardinal-Höffner-Kreises, der für christliche Akzente in der Politik eintritt.

„In den Grund- und Menschenrechten zeigt sich vieles aus der christlich-jüdischen Tradition und damit aus der Bibel“, sagt Landesbischof Ralf Meister aus Hannover, der an der Spitze der größten evangelischen Landeskirche Deutschlands steht. Die Bibel gehöre unters Volk, die Kirche habe einen öffentlichen Auftrag. Philipp Möller, Sprecher der religionskritischen Giordano Bruno-Stiftung, widerspricht: „Die Kirche vermittelt Unsinn.“ Er fordert eine strikte Trennung von Kirche und Staat. Dr. Hermann Kues, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, ist Vorsitzender des Kardinal-Höffner-Kreises, eines Zusammenschlusses christlicher Bundestagsabgeordneter. Er kritisiert eine „kulturelle Vergessenheit“: Europas Wurzeln seien christlich. Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele dagegen ging demonstrieren, als der Papst im Bundestag sprach. Er ist gegen Religion als Pflichtfach, Kirchensteuer zahlt er nicht.

Die Diskussion findet am 12. Oktober 2011 von 19 bis 20.30 Uhr öffentlich in der Marktkirche Hannover statt. Einlass ist ab 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Fernsehaufzeichnung können die Zuschauer ihre eigenen Fragen an die prominenten Gäste richten. Die Antworten werden im Internet unter www.tacheles.tv zu sehen sein. Phoenix strahlt Tacheles am Sonntag, 16. Oktober, um 13 Uhr und 24 Uhr aus.

Tacheles wird veranstaltet von der Evangelischen Kirche im NDR und wird gemeinsam getragen von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und der Klosterkammer Hannover.


Hannover, 11. Oktober 2011

Pressestelle der EKD
Silke Römhild