Eine Furtwängler im Rampenlicht

„Orgel des Monats Oktober“ in Himbergen wird wiederhergestellt

14. Oktober 2011

Logo der EKD Die „Orgel des Monats Oktober“ der Stiftung Orgelklang wurde 1862 von dem Orgelbauer Philipp Furtwängler (1800–1867) geschaffen. Sie befindet sich in der Kirche St. Bartholomäus im niedersächsischen Himbergen und gilt als instrumentenbauliches und kunsthandwerkliches Denkmal von großer Bedeutung. „Ihre frühromantische Stilistik entspricht dem klassizistischen Kirchenraum. Eine solche Übereinstimmung ist sehr selten“, so Axel Fischer, einer der Orgelsachverständigen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. 78.500 Euro wird die Restaurierung des Instruments, die die Stiftung Orgelklang mit 5.000 Euro unterstützt, kosten.

Die Maßnahmen zur Wiederherstellung der Furtwängler-Orgel sind umfangreich. Notwendig ist etwa ein neues Register „Trompete“, sowie die Rekonstruktion der Gambe 8´ des ersten Manuals, eines typisch romantischen Streicherregisters. Auch die teilweise 150 Jahre alte Spielmechanik der „Orgel des Monats Oktober“ der Stiftung Orgelklang muss sorgfältig überarbeitet werden. Die 1300 Pfeifen müssen ausgebaut, gereinigt und intonatorisch so bearbeitet werden, dass das Instrument sein volles, grundtöniges Klangbild wieder erhält. „Die Überarbeitung der Orgel geschieht immer unter Verwendung der originalen Substanz“, betont Axel Fischer. Wichtig sei darüber hinaus, dass das Instrument im Lauf des jahreszeitlich bedingten klimatischen Wechsels in der Kirche ohne Störungen gespielt werden könne. Dies soll ab Anfang Dezember 2011 wieder möglich sein.

Hannover, 14. Oktober 2011

Pressestelle der EKD
Silke Römhild

Die Stiftung Orgelklang der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) präsentiert in jedem Monat eine „Orgel des Monats“. Insgesamt fördert sie in diesem Jahr 21 Projekte in einem Gesamtumfang von 157.000 Euro. Die Mittel dafür werden aus Spenden und Erträgen des Stiftungskapitals bereitgestellt.