Theologische Fragen im Dialog mit Rom offen ansprechen

Internationale Lutherisch/Römisch-Katholische Kommission für die Einheit tagt in Regensburg

24. Oktober 2010

Logo der EKD Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), hat den Dialog zwischen Lutheranern und Katholiken auf internationaler Ebene gewürdigt. Bei einer Begegnung mit den Mitgliedern der Internationalen Lutherisch/Römisch-Katholischen Kommission für die Einheit anlässlich ihres Treffens in Regensburg am 24. Oktober sagte Friedrich, er sei „sehr froh, dass der Dialog zwischen unseren beiden Kirchen national wie international intensiv geführt wird“. Dieses Gespräch dürfe nicht nachlassen. Es könne durch die Basisökumene, so wichtig sie sei, nicht ersetzt werden. Beides sei nötig. „Deswegen danke ich Ihnen von Herzen, dass Sie sich dieses Dialogs annehmen, weil wir ihn brauchen“, so Friedrich. „Mir wird in Gesprächen und Veranstaltungen immer wieder bewusst, dass wir nicht nachlassen dürfen, theologische Fragen offen anzusprechen und um die Einheit zu ringen. Gerade in diesem Jahr ist mir deutlich bewusst geworden, wie sehr die Menschen in unseren Gemeinden darauf hoffen, dass wir in der Ökumene um des Glaubens und unserer Glaubwürdigkeit willen mutig weitergehen. Ich habe mir sagen lassen, dass Sie sich in Ihren Beratungen intensiv mit zwei Themen beschäftigen: Der theologischen Bedeutung der Taufe, gerade auch unter dem Aspekt der wachsenden Gemeinschaft und dem Reformationsjubiläum 2017.“ Ihm sei es in diesem Zusammenhang besonders wichtig, auf das Jahr 2017 ökumenisch zuzugehen, „weil wir meinen, dass wir nur so dem Anliegen der Reformation gerecht werden können und dies auch dem guten ökumenischen Miteinander entspricht, das wir zum Beispiel in Bayern seit langem pflegen“.

Hannover, 24. Oktober 2010

Udo Hahn
Pressesprecher der VELKD