"Sexualisierte Gewalt bekämpfen"

Ökumenischer Arbeitskreis Kirche und Sport tagt in Bad Boll

18. November 2011

Logo der EKD Vertreterinnen und Vertreter des Arbeitskreises Kirche und Sport in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des katholischen Arbeitskreises Kirche und Sport haben sich bei ihrer ökumenischen Jahresversammlung, die vom 17. bis 19. November in Bad Boll stattfindet, unter anderem mit dem Thema sexualisierte Gewalt beschäftigt. „Das Kartell des Schweigens immer wieder zu durchbrechen, ist und bleibt eine wesentliche Aufgabe derjenigen, die im Bereich Kirche und Sport aktiv sind“, erklärte Bernhard Felmberg, Sportbeauftragter des Rates der EKD und Vorsitzender des evangelischen Arbeitskreises Kirche und Sport. „Wir müssen mit wachen Augen und einem geschärften Blick die Not von Kindern und Jugendlichen wahrnehmen, die mit sexualisierter Gewalt konfrontiert worden sind. Wir müssen die Sensibilität für diese Problematik in den Vereinen und in der Kirche immer wieder neu einfordern, so dass durch Aufklärung Missbrauch vermieden wird."

Der Arbeitskreis Kirche und Sport in der EKD beschäftigte sich auf seiner Arbeitstagung zudem mit den Erfahrungen der kirchlichen Aktivitäten anlässlich der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011. Neben der Vielzahl von Aktionen, die die Landeskirchen an den Spielorten angeboten haben, wurde besonders der ökumenische Gottesdienst zur Eröffnung der Weltmeisterschaft gewürdigt. Auch der erstmalig auf EKD-Ebene durchgeführte KonfiCup, ein Fußballturnier, das in fast allen Landeskirchen durchgeführt wurde und das seinen Abschluss mit einem Endturnier am Tag vor der Frauen-Weltmeisterschaft in Berlin fand, wurde sehr gewürdigt. Die Vertreterversammlung beschloss, dieses Turnier als regelmäßig wiederkehrende Veranstaltung zu etablieren und hat für 2013 eine Neuauflage festgelegt.

Sportpfarrer Thomas Weber gab schließlich einen Ausblick auf die Olympischen Spiele 2012. „Auch für London 2012 wird es die seelsorgerliche Begleitung der Sportlerinnen und Sportler geben", so Weber. „Wir verstehen dieses Angebot als den Beitrag der evangelischen Kirche, nicht nur den Sportlerinnen und Sportlern, sondern allen Teamitgliedern in einer Zeit hoher seelischer Belastung und Anspannung die gute Botschaft des Evangeliums nahezubringen."

Hannover, 18. November 2011

Pressestelle der EKD
Silke Römhild