Werke von Lucas Cranach kehren nach Klieken zurück

„KiBa-Kirche des Monats Februar“ wird Werke des Malers beherbergen

01. Februar 2011

Logo der EKD Vor etwa 30 Jahren wurden sie gestohlen, nun kehren sie absehbar in die Kreuzkirche Klieken zurück: die Flügel des Altars der Fachwerkkirche, die von Lucas Cranach dem Älteren (1472-1553) geschaffen wurden. Bevor die zur Evangelischen Hoffnungsgemeinde Zieko im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt gehörende Kirche die Kunstwerke wieder aufnimmt, muss sie umfassend renoviert werden. Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (Stiftung KiBa) unterstützt die Baumaßnahmen an ihrer „Kirche des Monats Februar“ in diesem Jahr mit 30.000 Euro.

„Wir freuen uns, wenn wir nach Ende der Bauarbeiten unsere Gottesdienste wieder mit dem vollständigen Altar in einer stabilen Kirche feiern können“, sagt Gemeindepfarrer Dankmar Pahlings. Zur sachgerechten Aufbewahrung der Cranach-Werke, die auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen, ist für ein entsprechendes, konstantes Raumklima im Gebäude zu sorgen. Darüber hinaus sind die Installation einer Brandmeldeanlage sowie die Erneuerung der vorhandenen Elektroinstallation erforderlich. Turm und Kirchengebäude müssen statisch und baulich gesichert werden; nicht zuletzt werden eine moderne Schließ- und Einbruchmeldeanlage eingebaut.

Über die technischen Notwendigkeiten hinaus soll die Kirche den Kunstwerken auch optisch einen würdigen Rahmen bieten. So werden die Kanzel und die historisch wertvolle Holzkassettendecke sorgfältig aufgearbeitet, und ein Ausstellungsraum für Besucher des Altars hergerichtet.

Die im 17. Jahrhundert entstandene Kreuzkirche ist eine der wenigen Fachwerkkirchen der Region. Sie erhielt den kostbaren Flügelaltar schon im Jahr 1697 aus dem benachbarten Buro. Die in den achtziger Jahren entwendeten Altarflügel wurden 2007 zufällig in Bamberg entdeckt. Im November soll die Renovierung der Kirche abgeschlossen sein, gleich im Anschluss werden die Altarflügel erwartet.

Hannover, 01. Februar 2011

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick