Huber schlägt gemeinsames Bonhoeffer-Gedenken mit Kirche von England vor

Treffen mit dem anglikanischen Erzbischof Williams

05. März 2004

Ratsvorsitzneder Huber mit dem Erzbischof von Canterbury Dr. Rowan Williams.

Gemeinsame Veranstaltungen zum Gedenken an Dietrich Bonhoeffer hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, bei einem Gespräch mit dem Leitenden Geistlichen der Anglikanischen Kirche,  dem Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, am 4. März in London angeregt. Bei der ersten Begegnung zwischen Huber und Williams auf Leitungsebene ging es um die Vertiefung der Beziehungen zwischen beiden Kirchen.

Der Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer war von 1933 bis 1935 Pfarrer in London. Eine Statue am Haupteingang der Westminster Abbey, die 1998 im Beisein des damaligen EKD-Ratsvorsitzenden Manfred Kock enthüllt wurde, erinnert an sein Wirken. Am 9. April 2005 ist der 60. Todestag von Bonhoeffer. Bis zum  4. Februar 2006, seinem 100. Geburtstag, soll dieser Theologen und sein Wirken besonders gewürdigt werden.

Ratsvorsitzender HUber beim Besuch des Erzbischofs von Canterbury Dr. Rowan Williams in London.

Bei dem Treffen im Londoner Amtssitz des Erzbischofs stand die bevorstehende EU-Erweiterung im Mittelpunkt. Beide Kirchen seien sich bewusst, dass die neuen Beitrittsländer für die Ökumene in Europa eine große Herausforderung darstellen, so Huber. In diesem Zusammenhang gewinne auch die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) an Gewicht, deren Arbeit der gemeinsamen Positionierung der Kirchen in politischen, kulturellen und ethischen Fragen gegenüber der Europäischen Union dient.

Der EKD-Ratsvorsitzende und der Erzbischof waren sich einig, dass die Annäherung zwischen der EKD und der Anglikanischen Kirche von England weiter gefördert und ausgebaut werden soll. Dazu soll der Austausch von Studierenden der Theologie und von Vikarinnen und Vikaren verstärkt werden. "Die vielen Partnerschaften zwischen Gemeinden, Landeskirchen und Diözesen verdeutlichen die guten Beziehungen beider Kirchen auf eindrucksvolle Weise", sagte der Ratsvorsitzende.

Am Abend traf sich Bischof Huber zu weiteren Konsultationen mit dem Bischof von London Richard Chartres.

Der Erzbischof von Canterbury erhält am 11. März 2004 die Ehrendoktorwürde der evangelisch-theologischen Fakultät der rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn.


Hannover, 5. März 2004
Pressestelle der EKD
Silke Fauzi