EKD-Ratsvorsitzende würdigt Zeichentrickfilm „Die Zehn Gebote“

Kinder müssen zentrale Geschichten der Bibel kennen

21. Februar 2010

Logo der EKD Eine Neubesinnung unserer Gesellschaft auf ihre Wurzeln hat die Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischöfin Margot Käßmann, gefordert. „Dazu kann das Wissen um die Zehn Gebote Entscheidendes leisten“, sagte sie in einer Videobotschaft anlässlich der Premiere des animierten Zeichentrickfilms „Die Zehn Gebote – Mose und das Geheimnis der steinernen Tafeln“ am 21. Februar in Hannover. Aus diesen Wurzeln heraus gestalteten Christinnen und Christen auch unsere Demokratie mit. Die Zehn Gebote stellten „Lebensregeln für eine gute Welt“ dar, sie seien Bausteine für eine Ethik des 21. Jahrhunderts.

In ihrer Grußbotschaft würdigte sie die Produktion der EKD MEDIA GMBH gemeinsam u. a. mit PROMENADE PICTURES sowie in Verbindung mit der DEUTSCHEN BIBELGESELLSCHAFT und RTL im Verleih der FARBFILM. Der US-amerikanische Film für Kinder ab 6 Jahren wurde in der deutschen Fassung mit den Stimmen u. a. von Ben Becker, Otto Sander, Sky Du Mont, Leon Boden, Judy Winter und Heinrich Schafmeister synchronisiert. Die Ratsvorsitzende wörtlich: „Wer ins Kino geht, will unterhalten werden, will lachen oder auch weinen mit den Figuren, die vorkommen. Und in der Bibel ist es in der Tat so, dass viele dieser Geschichten uns unmittelbar anrühren. Da geht es um Menschen wie du und ich – im Neuen wie im Alten Testament. Und es ist wichtig, dass wir diese Geschichten kennen und wahrnehmen auch als gemeinsame Geschichten, die erzählt werden. Die Bibel erzählt eine ganz zentrale Botschaft immer wieder neu: Du kannst dich Gott anvertrauen. Wer auf Gott vertraut, findet Halt im Leben.“

In vielen Filmen gebe es religiöse Aspekte, etwa die Frage nach dem Sinn des Lebens, wo Menschen Halt finden und worauf sie vertrauen können. Aber nicht jeder Film werde mit Unterstützung der evangelischen Kirche produziert. „Wir haben das aber getan, etwa bei dem Film „Luther“ oder jetzt mit diesem Zeichentrickfilm. Wir tun das, weil wir denken, dass es gerade auch für Kinder wichtig ist, dass sie diese zentrale Geschichte der Bibel kennen, die Juden und Christen miteinander teilen. Es ist auch Teil unserer Kultur, darum zu wissen. Mir ist wichtig, dass wir diese Geschichte immer wieder neu erzählen, auch durchaus in einem Zeichentrickfilm.“ Sie halte es für ein „Trauerspiel, dass so viele Menschen die biblischen Geschichten gar nicht mehr kennen“. Und das in unserem Land, in dem Martin Luther die Bibel in die Volkssprache übersetzt habe.

Nach der Auftaktveranstaltung in Hannover sind weitere regionale Premieren geplant, u. a. am 6. März mit Landesbischof Johannes Friedrich in München und am 17. April mit Landesbischof Frank O. July in Stuttgart.

Seit Jahresbeginn liegt eine didaktische DVD der Matthias-Film vor, die im Unterricht und in der Gemeindearbeit eingesetzt werden kann. Sie enthält umfangreiches Material für die Vor- und Nachbereitung des Kinobesuchs. Neben Unterrichtsvorschlägen, Infoblättern etc. bietet sie auch Filmmaterial von den Aufnahmen sowie Statements der Synchronsprecher.

Hannover, 21. Februar 2010

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick

Hinweis:

Anders als in der Einladung angekündigt, wird die Ratsvorsitzende leider nicht persönlich bei der Premiere anwesend sein können.

Weitere Informationen zu dem Projekt:

Die didaktische DVD ist zum Preis von 7 Euro (einschl. Porto und Versand) über die Matthias-Film (vertrieb@matthias-film.de) erhältlich. Die Pressebegleitung erfolgt durch Entertainment Kombinat, Jasmin Knich (j.knich@entertainmentkombinat.de), Tel.: 030/29772-20.