„Voller Klang für barocke und romantische Töne“

In Wittenberge steht die „Orgel des Monats Januar“ der Stiftung Orgelklang

14. Januar 2011

Logo der EKD Die größte Orgel im westlichen Brandenburg in der evangelischen Kirche Wittenberge ist die erste „Orgel des Monats“ der Stiftung Orgelklang in diesem Jahr. Das Instrument besitzt eine große Klangvielfalt und die seltene Besonderheit, dass darauf sowohl barocke als auch romantische Musik gespielt werden kann. Zurzeit ist es allerdings nur begrenzt bespielbar; im Frühjahr soll die Orgel umfänglich saniert werden. Schirmherr der Sanierung ist der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck. Die Stiftung Orgelklang fördert das Vorhaben in diesem Jahr mit 10.000 Euro.  

1935 vom Wittenberger Orgelbaumeister Martin Pflug erbaut, wurde die Kirchenorgel über Jahrzehnte nicht ausreichend gepflegt. Doch vor allem in den letzten Jahren kam es zu Schaden: Als die Wittenberger Stadtkirche im Jahr 2000 umfangreich saniert wurde – im Zuge der Arbeiten war monatelang das Dach offen – drangen Staub und Feuchtigkeit in das Innere der Orgel. Das Instrument wurde stark verschmutzt, die elektrischen Kontakte in Mitleidenschaft gezogen, zwölf Register lassen sich nicht mehr einschalten. 2008 hatte die defekte Elektrik sogar einen kleinen Brand im Spieltisch verursacht.  

Diese Missstände wollen Gemeindekirchenrat und Förderverein in diesem Frühjahr endgültig beheben. Drei Monate sind für die Sanierung veranschlagt. Dann soll die Orgel die Vielfalt der Konzerte in der Wittenberger Kirche bereichern. „Künftig soll wieder die ganze Bandbreite der Orgelliteratur auf ihr erklingen: von der musikalischen Ausgestaltung der Gottesdienste hin zu den großen sinfonischen Orgelwerken, von Orgelführungen für Schulklassen hin zu gemeinsamen Konzerten mit der Kreismusikschule“, so Schirmherr Matthias Platzeck. 

Hannover, 14. Januar 2011 

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick