"Ich wünsche Ihnen eine glückliche Hand"

Nikolaus Schneider gratuliert Heinrich Bedford-Strohm zur Wahl zum neuen bayerischen Landesbischof

04. April 2011

Logo der EKD Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider hat die Nachricht, dass Heinrich Bedford-Strohm heute zum neuen Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern gewählt wurde, mit Freude aufgenommen und ihm im Namen des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und persönlich „von Herzen“ gratuliert und ihm Gottes Segen für das neue Amt gewünscht.

Ausgehend vom Lehrtext der Herrnhuter Losungen für den heutigen 4. April aus der Bergpredigt („Selig, die Frieden stiften – sie werden Söhne und Töchter Gottes genannt werden“, Mt. 5, 9) äußert sich Schneider in seinem Glückwunschschreiben wie folgt:

„Das Amt eines Landesbischofs, zumal in einer der größten Landeskirchen der EKD, ist gewiss nicht immer ohne Konfliktpotential. In manchen Fragen wird Ihr Urteil gefordert sein und in manchen politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Diskussionen werden Sie sich zu Wort melden. Von Ihrem Urteilsvermögen und Ihrem evangelisch motivierten Engagement auch und gerade in vielen Bereichen der säkularen Gesellschaft haben Sie bereits in den vergangenen Jahren beeindruckendes Zeugnis abgelegt. Nicht nur in Ihrem „Brotberuf“, der Professur für Systematische Theologie und theologische Gegenwartsfragen an der Universität Bamberg, auch als Mitglied und stellvertretender Vorsitzender der Kammer für soziale Ordnung der EKD und als Gründer und Leiter der „Dietrich-Bonhoeffer-Forschungsstelle für öffentliche Theologie“ haben Sie die wichtige Verbindung von Theologie und „Welt“ immer stark gemacht. Wir freuen uns darauf, Sie als neuen Kollegen in der Kirchenkonferenz begrüßen zu dürfen und hoffen auch dort auf eine Fortsetzung dieses lebendigen, erfrischenden Dialogs.

Dass uns in allen Bereichen unseres Amtes, auch in den Diskursen und manchmal unvermeidbaren Konflikten, die Rolle der „Friedensstiftenden“ aufgetragen und zugesagt ist, ist ein schönes Zeichen und eine, wie ich finde, sehr schöne Aufgabenbeschreibung des Bischofsamtes. Sie ist Mahnung und Zusage zugleich. Lassen Sie sich ermutigen durch diesen Anspruch und seien Sie gewiss, dass Sie nicht nur beim Start in Ihr neues Amt die Unterstützung und die Gemeinschaft Ihrer Glaubens-Geschwister begleiten werden. Für die Leitung Ihrer Landeskirche wünsche ich Ihnen eine glückliche Hand. Möge Ihr Dienst gesegnet sein und über die bayerische Landeskirche hinaus ausstrahlen auf die Evangelische Kirche in Deutschland!“

Hannover, 04. April 2011

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick