EKD-Auslandsbischof entsetzt über Morde an Kopten

Martin Schindehütte: „Bedauerlich und verabscheuungswürdig“

08. Januar 2010

Logo der EKD Mit Entsetzen und Trauer hat der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Martin Schindehütte, auf die Nachricht von dem Anschlag gegen koptische Christen im oberägyptischen Nag Hammadi reagiert.

Bei dem Anschlag kamen gestern Nacht acht Menschen – sieben Kopten und ein Muslim - ums Leben, die aus einem koptischen Weihnachtsgottesdienst kamen. Sieben weitere wurden verletzt: „Es ist bedauerlich und verabscheuungswürdig. Ich übersende unseren Glaubensgeschwistern mein tiefempfundenes Beileid“, so der Leiter der EKD-Auslandsabteilung heute in Hannover.

Schindehütte warnte zugleich davor, die Motivation der Gewalttat vorschnell als „Verfolgung“ von Christen zu bewerten, denn es sei nicht sicher zu sagen, ob es sich um eine vordringlich religiös motivierte Gewalttat handele. Allerdings sei klar: „Soziale Missstände und kriminelle Akte dürfen nicht dazu führen, dass der Glaube vorgeschoben und missbraucht wird, um Gewalt zu rechtfertigen.“

Hannover, 08. Januar 2010

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick



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