EKD-Arbeitsplatzsiegel wird am 6. April an Mörk Bau vergeben

ARBEIT PLUS-Auszeichnung 2011 für Unternehmen aus Leonberg

05. April 2011

Logo der EKD Mit ARBEIT PLUS 2011 wird am 6. April 2011 die Mörk Bau GmbH & Co. KG ausgezeichnet.  Das Arbeitsplatzsiegel der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wird somit erstmals einem Unternehmen aus der Bauwirtschaft verliehen. Prof. Dr. Winfried Hamel, Mitglied des Vergabegremiums von ARBEIT PLUS, wird es dem Unternehmen am Mittwoch in Leonberg überreichen. „Das mittelständische Unternehmen Mörk Bau hat bei insgesamt rückläufiger Beschäftigung in der Branche neue Arbeitsplätze geschaffen und die Integration in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse betrieben“, betont Winfried Hamel in seiner Laudatio. Darüberhinaus habe Mörk Bau GmbH & Co. KG in Fort- und Weiterbildung investiert und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung ergriffen.  

Das Gütesiegel ARBEIT PLUS ist eine Auszeichnung für sozial nachhaltige Unternehmenspolitik. Es wird seit 1999 von der EKD verliehen und zwar aufgrund eines Gutachtens, das durch das unabhängige Institut für Wirtschafts- und Sozialethik (IWS) erstellt wird. Auf Grundlage dieser Bewertung entscheidet ein kompetent besetztes Vergabegremium. Vorsitzender dieses Gremiums ist der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider. „Gern habe ich diese Aufgabe übernommen. ARBEIT PLUS wurde ja  – nach einer Anregung von Dr. Rainer Meusel auf dem Kirchentag in Leipzig 1997 –  von der Evangelischen Kirche im Rheinland als Pilotprojekt gestartet”, sagte Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Bei regionalen Vergabeveranstaltungen – ob in Duisburg oder Mönchengladbach – konnte sich Präses Schneider bereits davon überzeugen, wie wichtig der Dialog mit der Wirtschaft ist. „Vor allem die Mitarbeitenden schätzen, dass wir als Kirche mit ARBEIT PLUS Position beziehen. Wir würdigen die Leistungen, sagen aber immer auch, wo noch etwas getan werden muss“, so Schneider. Weitere Mitglieder des Vergabegremiums sind: Peter Clever (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände), Dr. Regina Görner (IG Metall), Hubertus Schmoldt (IG BCE) und Prof. Dr. Winfried Hamel (Universität Düsseldorf).

Die bereits ausgezeichneten Unternehmen zeigen, dass sich gesunde Arbeitsbedingungen, ein gutes Betriebsklima und die Integration von Menschen mit Vermittlungshemmnis auch betriebswirtschaftlich lohnen“, betont Oberkirchenrätin Cornelia Coenen-Marx, Geschäftsführerin ARBEIT PLUS. Das Siegel wird nur vergeben, wenn der Gesamtpunktwert der Beurteilung der vier Kategorien „Lebenschancen“, „Beteiligungschancen“, „Entfaltungschancen“ und „Beiträge zur Sozialkultur“ deutlich über dem Durchschnitt der Branche liegt.

ARBEIT PLUS  ist für Unternehmen aller Branchen offen. Nach zwei Jahren ist erneut die Teilnahme an dem Zertifizierungsverfahren möglich. Im Jahr 2009 wurden acht Unternehmen von der EKD ausgezeichnet, darunter zwei Sparkassen, ein Kreditinstitut, ein Personaldienstleister aus Baden-Württemberg, ein Zeitarbeitsunternehmen, ein weltweit führender Hersteller von Polymeren und höherwertigen Kunststoffen, ein mittelständisches Unternehmen aus Thüringen, das Gusseisen herstellt und ein Alten- und Pflegeheimbetreiber aus Nordrhein-Westfalen.

Hannover, 5. April 2011

Pressestelle der EKD
Silke Römhild