Romantisches Original mit pädagogischem Nutzen

Stiftung Orgelklang fördert die Fassadenrenovierung ihrer „Orgel des Monats April“

14. April 2011

Logo der EKD Die 1820 entstandene „Orgel des Monats April“ der Stiftung Orgelklang ist ein besonderes Beispiel romantischer Orgelbaukunst von einem der berühmtesten preußischen Orgelbauer, Johann Simon Buchholz (1758 – 1825). Sie befindet sich in der Kirche zu Gristow in Mecklenburg-Vorpommern, ist seit Ende der neunziger Jahre vollständig restauriert und Mittelpunkt von Gottesdiensten und zahlreichen Konzerten. Nur das Äußere des Instruments entsprach seiner historischen, kulturellen und liturgischen Bedeutung nicht. In wenigen Wochen soll daher die Sanierung des Gehäuses beginnen. Die Stiftung Orgelklang fördert die Maßnahmen mit 4000 Euro.

Die Kirche zu Gristow, die unmittelbar an der Boddenküste liegt und einen begehbaren Turm samt Aussichtsplattform besitzt, ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Region zwischen Greifswald und Stralsund; auch die Orgel zieht viele Besucher an. „Weil die beiden Etagen des Instruments begehbar sind, eignet es sich hervorragend als Anschauungsobjekt, etwa für Kindergruppen“, sagt Diakon Klaus-Joachim Freese.

Nachdem das durch Plünderung und Beschädigung nur noch lückenhaft vorhandene Pfeifenwerk neu gefertigt, und das um 1880 von Barnim Grüneberg ergänzte Oberwerk wieder entfernt worden war, ist die Buchholz-Orgel jetzt „ein Beispiel der Romantik“, so Freese. Die abschließende farbliche Restaurierung des Gehäuses wird spätestens im Juni beginnen. „Die Vorderfront muss gereinigt und ausgebessert werden, die Seitenflächen erhalten einen Neuanstrich – dann passen Orgel, Empore und das teilweise erhaltene feste Gestühl wieder zusammen.“ Zu Pfingsten soll der Abschluss der Restaurierung mit einem Orgelkonzert und einer Ausstellung gefeiert werden.

Ein Foto der Kirche in Gristow kann unter: pressestelle@pek.de angefordert werden. Die Kirche ist täglich geöffnet.

Hannover, 14. April 2011

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick