Wirkungsort für Luthers Mitstreiter

Die Dreifaltigkeitskirche in Eisfeld ist „KiBa-Kirche des Monats“ Mai

02. Mai 2011

Logo der EKD In der Dreifaltigkeitskirche im thüringischen Eisfeld haben schon Nicolaus Kindt (1490 - 1549) und Justus Jonas (1493 - 1555) gepredigt. Luthers Mitstreiter hatten nacheinander das Amt des Superintendenten in der Stadt inne. Doch auch ihre Größe und ihre Lage machten die Dreifaltigkeitskirche zu einer Attraktion in der Region: Die dreischiffige Hallenkirche aus Sandstein lag an einer bekannten Handels- und Pilgerroute, die von Lüneburg, Braunschweig, den Harz, Erfurt, Eisfeld bis nach Rom führte. Spätestens zum 500jährigen Reformationsjubiläum soll die Kirche umfassend saniert sein. Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (Stiftung KiBa) fördert die Restaurierung ihrer „Kirche des Monats Mai“ in diesem Jahr mit 20.000 Euro.

Die Anfänge der unter Denkmalschutz stehenden Stadtkirche werden auf das Jahr 1488 datiert, zunächst entstand der Turm, später der Chor, 1530 war das Gebäude vollendet; geweiht wurde es damals dem Heiligen Nikolaus. Mehrere Brände zogen bauliche Veränderungen nach sich. Im Jahr 1651 erhielt die Kirche ihren heutigen Namen, 1889 wurde der ursprünglich barocke Innenraum zu großen Teilen saniert und im Stil der Gotik neu gestaltet. Der im Zweiten Weltkrieg beschossene Turm musste in seinen oberen Stockwerken vollkommen neu erbaut werden.

Derzeit hat die Dreifaltigkeitskirche vor allem die Restaurierung des Natursteins und der stark geschädigten Bleiglasfenster nötig. Seit dem vergangenen Jahr wird daran gearbeitet. „Wir sind sehr dankbar, dass die Stiftung KiBa uns unterstützt“, betont Olaf Kersten, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Eisfeld. Gern wäre die Gemeinde bis 2015 mit der Sanierung fertig, denn das ist das 460. Todesjahr von Justus Jonas. Spätestens aber 2017, hofft Kersten, soll die Kirche in neuem Glanz erstrahlen: „Eisfeld und die Region haben eine große Bedeutung im Blick auf die Jubiläumsfeierlichkeiten. 2017 wird hier viel passieren“.

Hannover, 02. Mai 2011

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick

Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland ist eine Stiftung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der evangelischen Landeskirchen. Seit 1999 hat sie mehr als 845 Förderzusagen für Sanierungsvorhaben in Höhe von rund 21,9Millionen Euro geben können. In diesem Jahr fördert die Stiftung KiBa insgesamt 68 Projekte in ganz Deutschland mit einem Gesamtvolumen von mehr als 960.000 Euro. Unterstützung erhält sie vom Förderverein der Stiftung KiBa, der bundesweit über 2.300 Mitglieder zählt. Seit April 2010 präsentiert die Stiftung jeden Monat die „KiBa-Kirche des Monats“. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.stiftung-kiba.de.