Gedenkgottesdienst mit Katrin Göring-Eckardt in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Veranstaltung zum 65. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus

06. Mai 2010

Logo der EKD Am Donnerstag, den 13. Mai, um 11 Uhr beginnt in der Todesangst-Christi-Kapelle auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau ein ökumenischer Gedenkgottesdienst für die NS-Opfer, an dem unter anderem die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Katrin Göring-Eckardt, sprechen wird. Anlass ist der 65. Jahrestag des Sieges der Alliierten über Hitler-Deutschland und der Befreiung Europas vom NS-Regime.

Im Gottesdienst wird der 96-jährige Prälat Hermann Scheipers, der von den Nationalsozialisten wegen seiner Seelsorge an polnischen Zwangsarbeitern verfolgt und im März 1941 ins KZ Dachau verschleppt wurde, über seine Dachauer Erfahrungen sprechen. Präses Katrin Göring-Eckardt wird aktuelle Projekte gegen Rechtsextremismus und für Zivilcourage vorstellen. Weitere Mitwirkende des Gottesdienstes, der nach dem Beginn in der katholischen Todesangst-Christi-Kapelle in der unmittelbar benachbarten Evangelischen Versöhnungskirche fortgesetzt wird, sind Pfarrer Björn Mensing von der Versöhnungskirche, Pastoralreferent Ludwig Schmidinger von der Katholischen Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau und Pfarrer Nikolai Zabelitch von der Russisch-Orthodoxen Kirche. Die musikalische Gestaltung übernimmt das Droste-Vocalensemble aus Berlin. Sabine Hüttl (Mezzosopran) aus München wird Psalm 22 in einer Vertonung der jüdischen Auschwitz-Überlebenden Rachel Knobler singen.

Der Gedenkgottesdienst findet im Rahmen des 2. Ökumenischen Kirchentages (ÖKT) statt, zu dem in München und Umgebung mehr als 100.000 Dauerteilnehmer aus ganz Deutschland und dem Ausland erwartet werden. In der KZ-Gedenkstätte Dachau bietet das ÖKT-Zentrum „Erinnern – Gedenken – Lernen“ vom 13. bis 15. Mai eine Fülle von Zeitzeugengesprächen, Führungen, Lesungen, Vorträgen, Diskussionen, Bibelarbeiten und Andachten an. Zu den Veranstaltungen sind auch Interessierte, die sonst nicht am Kirchentag teilnehmen, eingeladen. Der Eintritt in die KZ-Gedenkstätte und zu den Veranstaltungen ist frei.

Hannover, 06. Mai 2010

Pressestelle der EKD
Silke Römhild