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Noëls und Zimbelstern

Weihnachten 2015

Britta Martini (Kirchenmusikerin, Berlin)

Manche Orgeln besitzen einen Zimbelstern – einen gezackten Stern aus Metall, der in der Mitte des Orgelprospektes angebracht ist und mit einem Registerzug in Bewegung gesetzt werden kann. Dann dreht sich der Zimbelstern, und ein Geläut von mehreren kleinen Glöckchen (Zimbeln) im Inneren der Orgel klingelt und erfreut die Zuhörer. Eine Spielerei, wie manche andere Register auch, z.B. die Vogelstimmen – gern gebaut werden Kuckuck und Nachtigall. Den Zimbelstern findet man besonders häufig in Barockorgeln.

Wann, zu welchen Anlässen erklingt der Zimbelstern?

Traditionell in der Christnacht, also im späten Abendgottesdienst, am Heiligen Abend oder am Weihnachtsabend wird der Zimbelstern zusätzlich zur Orgelbegleitung einzelner Gemeindeliedstrophen verwendet. Man kann ihn aber auch in freien Orgelwerken hören, die ebenfalls bevorzugt in den nächtlichen Weihnachtsgottesdiensten gespielt werden. In Frankreich heißen diese eigens zu diesem Anlass komponierten, heiter beschwingten Orgelstücke seit jeher Noëls.

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Die Autorin der wöchentlichen Kolumne ist Kirchenmusikdirektorin in Berlin und als Studienleiterin für die kirchenmusikalische Aus- und Fortbildung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zuständig. Die Texte sind auch in "Die Kirche" erschienen (Evangelische Wochenzeitung der EKBO).




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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 15. Juli 2015 16:00