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Hymnologie

Septugesimae 2015

Britta Martini (Kirchenmusikerin, Berlin)

… ist ein Begriff, der auch mit Kirchenmusik zu tun hat. Er bezeichnet wörtlich die Lehre von den Hymnen. „Kirchenliedkunde“ oder „Hymnologie“ müssen alle Kirchenmusikstudierenden belegen; an manchen Universitäten wird das Fach auch im  Theologiestudium angeboten. Was lernt man da?

Man lernt Kirchenlieddichtung als Ausdruck von Glaubenserfahrungen und Frömmigkeitsstilen kennen und eignet sich damit zugleich theologisches und kirchengeschichtliches Wissen an. Methoden der Germanistik und der Musikwissenschaft helfen beim Verständnis der ästhetischen Gestalt von Kirchenliedern. Mit Hilfe der Sozialwissenschaften können Wirkungen, besonders die seelsorgerliche Dimension von Kirchenliedern untersucht werden.

Die Hymnologie gehört zu den Kulturwissenschaften und arbeitet interdisziplinär. Zwar ist sie ein sogenanntes Orchideenfach; ihre Untersuchungsgegenstände Kirchenlied, Gesangbuch und Gemeindegesang sind aber in unserer Kultur und in den Biographien vieler, auch kirchenferner Menschen, fest verankert.

Archiv

Die Autorin der wöchentlichen Kolumne ist Kirchenmusikdirektorin in Berlin und als Studienleiterin für die kirchenmusikalische Aus- und Fortbildung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zuständig. Die Texte sind auch in "Die Kirche" erschienen (Evangelische Wochenzeitung der EKBO).




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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 2. September 2015 10:34